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„Die Schwankungen sind relativ groß“

„Die Schwankungen sind relativ groß“

Zwischenbilanz im 30. Schönberger Musiksommer: Konzerte sind gut besucht – aber nicht alle

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Einer der bisherigen Höhepunkte im 30. Schönberger Musiksommer: ein Konzert des Naghash Ensembles. 200 Zuhörer erlebten in der Sankt-Laurentius-Kirche die international bekannte Gruppe mit ihrem Programm „Songs of Exile“. Jürgen Lenz

Quelle: Fotos:

Schönberg Halbzeit im 30. Schönberger Musiksommer: Zeit für eine Zwischenbilanz und einen Ausblick. OZ sprach mit dem künstlerischen Leiter der weit über die Grenzen von Westmecklenburg hinaus bekannten Konzertreihe, Christoph D. Minke.

 

OZ-Bild

Ich denke, dass die Mischung stimmt und dass der Schönberger Musiksommer öffentlichkeitswirksam ist.“Christoph D. Minke, künstlerischer Leiter

Quelle:

Das nächste Konzert:

„Trialog aus Klängen“ mit Musik aus Judentum, Christentum und Islam am Dienstag, dem 16. August, ab 20 Uhr. Eintrittskarten ab 19.30 Uhr für zehn Euro an der Abendkasse

Sind die Konzerte des 30. Schönberger Musiksommers im Schnitt so gut besucht wie im bisherigen Rekordjahr 2014, als 4100 Zuhörer kamen?

Christoph D. Minke: Das können wir noch nicht genau sagen, weil es Konzerte gegeben hat, die bei den Besucherzahlen etwas unter den Erwartungen lagen, aber auch Konzerte, die weit über den Erwartungen lagen. Diesmal stellen wir fest: Die Schwankungen sind relativ groß.

Welche Konzerte lockten besonders viele Zuhörer?

Minke: Gerade das Konzert am letzten Dienstag mit dem Landesjugendorchester Mecklenburg-Vorpommern hat sehr großen Zuspruch erfahren. Das ist auch kein Wunder. Das Landesjugendorchester ist jetzt das dritte Mal bei uns zu Gast gewesen. Es sind immer sehr schöne Konzerte gewesen. Das spricht sich rum.

Was war ein Ausreißer nach unten?

Minke: Ich war vom Besuch der Reihe „Freitagsorgel“ etwas enttäuscht. Mir war klar, dass die Platzierung im Gesamtablauf des Musiksommers etwas ungünstig war, aber da hatten wir einfach zu viele äußere Zwänge, weshalb ich das jetzt einfach so hinnehme und mich nicht davon abhalten lasse, im nächsten Sommer wieder solche Konzerte zu organisieren.

Warum wird der Schönberger Musiksommer insgesamt gesehen wieder gut angenommen?

Minke: Ich denke, dass die Mischung stimmt und dass der Schönberger Musiksommer öffentlichkeitswirksam ist – und ich denke, dass es eine Bewährung gab über die Jahre. Wir haben nur selten Leute enttäuscht und ich denke, dass es aus diesem Grund ganz gut läuft.

Mehr als 1000 junge Menschen haben die Kinder- und Jugendkonzerte im 30. Schönberger Musiksommer erlebt und für die Arbeit von „SOS-Kinderdörfer weltweit“ wurden 540 Euro gespendet.

Minke: Es wurden am Ende sogar über 600 Euro, weil noch etwas nachkam.

Ist das aus Ihrer Sicht ein Erfolg?

Minke: Ein wunderbarer Erfolg. Er kann für sich auch so stehen bleiben. Wir wollen weitermachen und zum Beispiel über das Format der Jugendkonzerte vielleicht noch einmal nachdenken. Es zeigt aber auch, dass das Ziel, auf „SOS-Kinderdörfer weltweit“ aufmerksam zu machen, erreicht worden ist.

Auf welche bevorstehenden Konzerte des Musiksommers freuen Sie sich besonders?

Minke: Da gibt es ganz viele. Ich persönlich freue mich auch sehr auf das Konzert am 23. August, wenn mein alter Studienfreund Christian Frommelt hier ein Konzert mit Werken von Bach, Reger und Schlenker spielt. Und dann machen wir noch einmal etwas Neues: die Kammermusiknacht am 30. August mit verschiedenen Besetzungen, verschiedenen Orten in der Kirche, an denen gespielt wird, und auch Pausen, in denen miteinander gesprochen werden kann. Auf dieses Format freue ich mich und hoffe, es wird angenommen.

Interview von Jürgen Lenz

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