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Eckart Redersborg gibt neue Stadt-Chronik heraus

Historisches auf Papier: Grevesmühlen in Wort und Bild Eckart Redersborg gibt neue Stadt-Chronik heraus

Erscheinen wird das etwa 500-seitige geschichtliche Werk zum Stadtfest 2017 / Bestellungen können ab sofort aufgegeben werden / Ein Exemplar kostet 30 Euro

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Eckart Redersborg (79) mit einer kleinen Auswahl seiner bisher erschienenen Werke. Die neue Chronik erscheint im Juni 2017.

Quelle: Jana Franke

Grevesmühlen. „In Büchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit.“ Dass diese vom schottischen Historiker Thomas Carlyle († 1881) beschriebene Seele aller gewesenen Zeit auch in Grevesmühlen existiert, dafür zeichnet Ortschronist Eckart Redersborg verantwortlich. Oder hätten Sie sonst noch gewusst, dass am 13. August 1960 in Grevesmühlen der Kampf des Staates gegen das Westfernsehen einsetzte, als der Kreisvorstand der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft beschloss, dass Doppeldecker-Antennen von den Dächern verschwinden sollen? Kannten Sie den Befehl Nr. 8 des Militärkommandanten des Kreises und der Stadt Schönberg vom 16. Januar 1946, der besagte, dass jedermann verboten ist, Waffen und Munition zu tragen? Erlebten Sie den 7. August 1960 mit, als 5000 Motorsportbegeisterte an der Rennstrecke „Waldesruh“ den Sieger Eckhard Knuth aus Grevesmühlen feierten? Diese Informationen gibt es bald schwarz auf weiß. Zu verdanken ist das Eckart Redersborg.

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Erscheinen wird das etwa 500-seitige geschichtliche Werk zum Stadtfest 2017 / Bestellungen können ab sofort aufgegeben werden / Ein Exemplar kostet 30 Euro

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In dem dritten Band habe ich eine Notwendigkeit gesehen.“Eckart Redersborg (79)

Es ist der dritte Band, den der 79-Jährige ehemalige Lehrer aus Grevesmühlen herausgibt. Er beschreibt die Grevesmühlener Zeit vom 4. Mai 1945 bis zum 9. November 1989. Sein erster Band ist ein Reprintdruck der Chronik von Friedrich Belg aus dem Jahr 1936, der die Jahre von 1230 bis 1918 beinhaltet und 1993 erschien. Im gleichen Jahr brachte Eckart Redersborg eine Jubiläumsausgabe mit zusätzlichen 64 Seiten heraus, die die Geschichte der Malzfabrik enthält. Sein zweiter Band erschien 1995. In dem wird Grevesmühlens Geschichte vom 9. November 1918 bis zum 3. Mai 1945 beschrieben.

21 Jahre sind seit der letzten Chronik vergangen. „Eigentlich sollte der dritte Band längst erschienen sein, 1997 bereits“, erklärt Eckart Redersborg. Doch damals habe er sich den Heimatheften des Heimatvereins gewidmet, die einmal im Quartal erscheinen.

Die neue Chronik – auch wieder in Leinen gebunden – in der Farbe Rot wird 30 Euro in der Vorbestellung kosten, im Buchladen später 37,50 Euro. Die Buchdeckel seiner bisherigen Chroniken sind blau und gelb. „Ich habe bewusst die Mecklenburger Farben gewählt“, verrät er. Der Druck seiner neuen Chronik ist für Mai 2017 vorgesehen, damit sie pünktlich zum 23. Stadtfest auf dem Markt ist.

Der 79-Jährige beschäftigt sich seit seinem 23. Lebensjahr mit der Geschichte Grevesmühlens und der Umgebung. Sein Staatsexamen schrieb er über Klütz. „Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, wie Archivarbeit funktioniert“, sagt er. Seine Recherchen waren mit viel Geld verbunden: wöchentliche Fahrten zum Landesarchiv und zum Stadtarchiv. Auch im Archiv der OZ hat er viel Zeit verbracht.

Kleine Lücken hat die neue Chronik noch. So fand Eckart Redersborg beispielsweise keine Aufzeichnungen darüber, wer den Fritz-Reuter- und Kurt-Bürger-Gedenkpreis an den jeweiligen Schulen in den Jahren um die Wende bekam. Aber er gibt nicht auf, Recherche ist eben alles. Denn, wie sagte der englische Dramatiker William Somerset Maugham († 1965) einst: Der Historiker ist ein Reporter, der überall dort nicht dabei war, wo etwas passiert ist.

Raben zum Verlieben und Verschicken

Raben haben allgemein einen schlechten Ruf. Sie gelten als hinterhältig, diebisch und gemein. Die Raben von Monika Schröder sind allerdings alles andere als abschreckend und eigentlich zum Verlieben, wie sie so Federball spielen, Zeitung lesen, in der Sonne aalen oder Schlagzeug spielen. „Raben haben es mir schon seit meiner jüngsten Kindheit angetan“, verrät die 33-Jährige. Viele hat sie im Comicstil auf Papier, Federmappen, Tassen oder Taschen gebracht – und bietet sie zum Verkauf an. Ihre neueste Kreation: Raben, die auf der Malzfabrik und der Mühle in Grevesmühlen herumturnen. Eine Variante mit dem Wasserturm in der Stadt soll es auch noch geben. Für sie ist das irgendwie eine Liebeserklärung an die Stadt.

Seit einem Jahr lebt die Grafikerin in Grevesmühlen, ist der Liebe wegen von Nordrhein-Westfalen hochgezogen. Neben der Gestaltung von Postkarten, Tassen oder vielem anderen schreibt Monika Schröder auch Bücher. Und eben so hat sie auch ihren Freund Christian Klemkow aus Grevesmühlen kennengelernt, der ebenfalls neben seiner Tätigkeit als Kindergärtner Bücher schreibt. Während er auf Science-Fiction spezialisiert ist, ist Monika Schröder eher für das Romantische – aber nicht die herkömmliche Romantik. In ihrem Werk „Plötzlich Mensch“ geht es um Vampire mit eigenem Humor.

Zurück zu den Raben, die im Lateinischen übrigens mit corvi übersetzt werden. Daher kommt auch der Name ihrer Internetseite, nur noch mit einem „e“ verfeinert. Die Postkarten gibt es bisher im Trendshop und im Blumenhaus Koth in Grevesmühlen. „Ich habe die Motive Malzfabrik und Mühle fotografiert und am PC gezeichnet“, erläutert Monika Schröder ihre Arbeitsschritte. Die erste Karte ist im vergangenen Jahr entstanden, dann folgte die zweite und sie hofft, dass noch viele mehr entstehen werden. Ideen gibt es genug. „Ich würde mich allerdings freuen, wenn mehr Läden meine Sachen anbieten würden“, sagt sie. Ihr nächster Plan: ein Kalender – mit vielen süßen Raben zum Verlieben.

• www.corvie.de

Bestellkarten für die neue Chronik

Ab sofort kann die neue Chronik für 30 Euro bestellt werden. Die Bestellkarten gibt es beim Heimatverein und in der Stadtinformation (Am Kirchplatz 5), bei Foto Pleines (Wismarsche Straße 23), beim NWM-Verlag (Am Lustgarten 1) und bei Eckart Redersborg privat in der Parkstraße 6. Der zweite Band der Chronik von Grevesmühlen kostet 10 Euro im Buchhandel.

Jf Jana Franke

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