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Ein Herz für Bothmer: Schönberg gibt Reliefs zurück

Schönberg Ein Herz für Bothmer: Schönberg gibt Reliefs zurück

Volkskundemuseum hat Steinplatten über viele Jahre gesichert. Bald werden sie im Gartensaal des barocken Schlosses hängen.

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Wiebke Schöne, Kastellanin von Schloss Bothmer, ist dem Schönberger Museumsleiter Olaf Both dankbar. Er sorgt dafür, dass ein jahrhundertealtes Jupiter-Relief dorthin zurückkehrt, wo es hingehört.

Quelle: Dana Dolata

Schönberg. Sie stammen vermutlich aus der Bauzeit des Schlosses Bothmer, die beiden Sandsteinreliefs, die gestern vom Volkskundemuseum in Schönberg an das barocke Ensemble zurückgegeben wurden. „Sie passen einfach perfekt in die Stucknischen“, sagt Museumsleiter Olaf Both die Restauratoren betrachtend, die die Steinplatten einpacken in Holzummantelungen und sie in einem Kastenwagen nach Klütz chauffieren.

Heiko Brandner und Andreas Baumgart sind die beiden leitenden Restauratoren von Schloss Bothmer und werden sich der Restaurierung der beiden Reliefs widmen. Ursprünglich hingen diese im Schloss, wurden dann aber auf den Friedhof in Klütz gebracht, wo sie in einer Grablege ihren Platz fanden. In den 1960er Jahren wurde diese abgerissen, die Särge in eine Kapelle in Klütz umgebettet. Die Reliefs kamen zur Sicherung ins Museum in Schönberg, wo sie bis gestern lagerten. Im vorletzten Jahr wurde durch einen sich wieder anbahnenden Kontakt geschaut, welche Stücke das Volkskundemuseum an Bothmer übergeben kann — und der Blick fiel auf die Sandsteinreliefs. Sie sollen im nächsten Jahr wieder an ihrem ursprünglichen Platz sein, wie Restaurator Andreas Baumgart betont. Über dem Kamin im Gartensaal werden die Sandsteinplatten hängen.

Auf einer von ihnen prangt Jupiter, auf der anderen Venus. „Wir restaurieren Bothmer gerade und befinden jedes Original für enorm wichtig“, macht mit Wiebke Schöne Bothmers Kastellanin klar.

Heiko Brandner indes kümmert sich ums Verladen der Reliefs. Er umkleidet sie mit Holzstücken. Auch erklärt Heiko Brandner, was die Restaurierung genau umfassen wird. „Es ist ein rein konservatorischer Aufwand“, verdeutlicht er. „Die Oberfläche muss gesäubert werden und auch die Löcher, die der Befestigung dienten, sehen wir uns einmal genauer an“. Andreas Baumgart sagt dazu: „Die finde ich schlicht brutal“. Es wird angenommen, dass sie nicht der ursprünglichen Aufhängung dienten, sondern erst der auf dem Friedhof in Klütz.

 

Dana Dolata

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