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Erstes Wismarer Literaturpicknick vor St. Nikolai

Wismar Erstes Wismarer Literaturpicknick vor St. Nikolai

Der Förderverein der Bibliothek lädt am Sonnabend die Hansestädter, aber auch Urlauber ein.

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Mögen Literatur im Grünen: Autorin Petra Block und ihre Bordeauxdogge Amy.

Quelle: Nicole Hollatz

Wismar. Mit Decke, Käsehäppchen und einem guten Wein beispielsweise in der Sonne sitzen und den Gedichten oder Geschichten anderer lauschen — am Sonnabend, 20. Juli findet das erste Wismarer Literaturpicknick vor St. Nikolai statt. Der Förderverein der Stadtbibliothek und die Schreibgruppe „Lesezeichen“ laden mit Autorin Petra Block als Organisatorin ein. „Wir wollen alle ansprechen, Wismarer, Touristen, Ausländer, Studenten“, so Petra Block.

Jeder kann mitmachen, egal ob als Lesender oder als Gast auf der Picknickdecke. Ihre Hoffnung: dass die vorbeihuschenden Touristen stehen bleiben, sich dazusetzen und lauschen. Und dass aus den Gästen nach und nach Akteure werden, die den kleinen Zettel mit dem Vierzeiler vom Abend vorher aus der Hosentasche ziehen. „In meinen Lesungen erzählen mir die Gäste immer wieder, dass sie auch schreiben, aber sich nicht trauen, es jemandem vorzulesen“, beschreibt Petra Block. Geschweige denn, das eigene Gedicht oder die eigene Geschichte öffentlich vorzulesen. Wie viele gute Manuskripte so in den heimischen Schubladen verstauben? Petra Block hofft auf den Dominoeffekt. Die ersten erfahrenen Autoren des „Lesezeichens“ fangen an und machen so den anderen Mut, ihre Literatur dem Publikum vorzustellen. Das soll mit Picknickdecken und natürlich dem eigenen Essen und Trinken auf der Wiese vor der Kirche sitzen und lauschen.

„Wir besorgen ein Mikrofon, dazu spielt Aldo Pinetzki auf dem Saxofon.“ Am Sonnabend geht es um 15 Uhr los. Bis mindestens 17 Uhr wollen die Literaturpicknicker literarische und kulinarische Genüsse miteinander verbinden. „Wenn es regnet, gehen wir in die Winterkirche“, so Petra Block. Sie ist aber optimistisch: „Es regnet nicht!“

Erst mal ist das Literaturpicknick ein Experiment. „Mal gucken, wie viele wirklich kommen, wenn es 20 sind, reicht die Wiese vor der Kirche, wenn es 200 sind, müssen wir gucken“, erklärt die Organisatorin und fügt hinzu: „Das entwickelt sich schon.“ Sie bittet nur diejenigen, die schon wissen, dass sie gerne als Lesende mitmachen würden, sich vorher anzumelden. „Wer spontan mitmacht, ist natürlich genauso gerne gesehen“, sagt Petra Block. Aus dem Versuch soll eine Tradition werden. Literaturpicknicks an verschiedenen Orten in der Stadt. „Die Veranstaltung soll wandern“, wünscht sich die Autorin.

Kontakt: ☎ 0 38 41/20 13 82 oder petrablock1@gmail.com

Wer spontan mitmacht, ist natürlich genauso gerne gesehen.“Petra Block (56), Autorin und Organisatorin des Literaturpicknicks

 

Nicole Hollatz

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