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„Es waren wieder gut 4000 Besucher“

„Es waren wieder gut 4000 Besucher“

Der 30. Musiksommer war ein Erfolg: quantitativ und qualitativ / Das Jugendkonzert bekommt eine neue Form

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Ein Höhepunkt der 30. Konzertsaison in Schönberg: ein „Trialog aus Klängen“ mit Musik aus Judentum, Christentum und Islam.

Schönberg Der 30. Schönberger Musiksommer war der bisher längste in der Geschichte der weit über die Grenzen von Mecklenburg-Vorpommern hinaus bekannten Konzertreihe – und einer auf besonders hohem Niveau. Was hat sich bewährt? Was wird geändert? Der künstlerische Leiter Christoph D. Minke und Konzertmanager Karsten Lessing nehmen Stellung.

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Der 30. Musiksommer war ein Erfolg: quantitativ und qualitativ / Das Jugendkonzert bekommt eine neue Form

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Künstlerisch sind wir sehr zufrieden.“Christoph D. Minke,

Leiter des Schönberger Musiksommers

Sind Sie mit dem 30. Schönberger Musiksommer zufrieden?

Minke: Ja klar.

Warum?

Minke: Erst einmal darüber, dass wir ihn geschafft haben. Es ist ja jedes Mal wieder spannend: Bekommt man alles so hin, wie man es sich überlegt hat? Und die 30. Spielzeit war ja etwas Besonderes, weil wir eine lange Spielzeit hatten mit vielen Konzerten und vielen Herausforderungen auch für den Chor, und wir haben in der Spielzeit eine neue Pastorin bekommen. Also lauter aufregende Dinge. Künstlerisch sind wir sehr zufrieden. Es war alles erwartungsgemäß, so, wie wir uns das gewünscht haben und es sind wieder gut 4000 Besucher gewesen. Es ist uns wichtig, die Marke von 4000 zu überschreiten.

Lessing: Ja, es war eine außerordentlich lange Spielzeit. Das bedeutet: Man braucht einen langen Atem. Das hat zur Folge, dass man immer wieder sehen muss: Wie bekommt man die Kräfte gesammelt, um alleVeranstaltungen gut über die Bühne zu kriegen. Ich glaube, das haben wir gut geschafft. Natürlich ist bei Besucherzahlen immer Luft nach oben. Unsere Kirche ist groß. Das wissen alle. Aber ich glaube, dass die Qualität eines Musiksommers nicht nur durch die Quantität der Besucherzahlen zu bemessen ist, sondern auch dadurch, wie man die Menschen erreicht. Es gab Konzerte, die waren nicht so wahnsinnig gut besucht, zum Beispiel das Trialog-Konzert. Es war unglaublich intensiv und die Leute, die da waren, waren total nah dran. Es hätte besser besucht sein können, aber die gut 100 Besucher, die da waren, die haben wir erreicht. Es gab auch Veranstaltungen, die waren wahnsinnig toll besucht wie die Konzerte von Sjaella und dem Landesjugendorchester.

Das macht Spaß. Man wünscht sich, dass die Kirche voll ist. Das hätte es gerne öfter geben können, aber die nicht so gut besuchten Konzerte waren nicht weniger intensiv.

Welche Konzerte waren am besten besucht?

Lessing: Sjaella, Landesjugendorchester Mecklenburg-Vorpommern, Kammerphilharmonie Hamburg. Auch erwartungsgemäß. Man plant einen Musiksommer nach bestimmten Kriterien und weiß an einigen Stellen, dass ein bestimmtes Publikum kommen wird.

Kommen die Gruppen, die Sie genannt haben, im nächsten Jahr wieder nach Schönberg?

Minke: Mit dem Landesjugendorchester sind wir im Gespräch.

Lessing: Mit der Kammerphilharmonie sind wir auch im Gespräch. Bei Sjaella ist es so, dass sie Botschafter von „SOS Kinderdörfer weltweit“ sind. Mit ihnen gehe ich nächstes Jahr erst einmal auf Reisen. Ich kann mir vorstellen, dass wir sie übernächstes Jahr wieder nach Schönberg einladen, wenn sie ein neues Programm haben.

Es gab in dieser Saison das Experiment „Kammermusiknacht/Wandelkonzert“. Hat es sich gelohnt?

Minke: Ich hätte mir ein paar mehr Besucher gewünscht, aber ich weiß auch, dass wir es anders hätten ankündigen sollen. Man lernt eben aus Erfahrung. Wir hätten es nicht Kammermusiknacht nennen sollen, sondern einfach Musiknacht. Das wäre klarer gewesen und wir hätten vielleicht genauer sagen sollen, was wann kommt und wie lang diese Nacht tatsächlich dauern wird. Wenn wir es wieder machen würden, hätten wir, glaube ich, mehr Besucher.

Lessing: Es ist Manöverkritik an dieser Stelle. Ich fand das Format aber außerordentlich gelungen, muss ich sagen. Es sprach noch einmal ein anderes Publikum an. Klar, wie gesagt:

Luft nach oben ist immer. Was ich sehr eindrücklich fand: Es ist den Musikern gelungen, die Räume in der Kirche völlig anders erfahrbar zu machen. Ein Beispiel: Ein Geiger beginnt solo im Altarraum, geht durch den Mittelgang zu anderen Musikern, die ihn unter der Empore empfangen. Das bedeutet: Sie haben zuerst die große Akustik der Geige und dann eine kammermusikalische Stubenatmosphäre innerhalb einer riesigen Kirche. Es war mir gar nicht klar, wie sehr man die Akustik eines Ensembles verändern kann, indem man es von A nach B bewegt.

Minke: Darum ging es natürlich auch.

Lessing: Es ist aus meiner Sicht ein Format, das wir nicht das letzte Mal gemacht haben. Die Stellschrauben, die Christoph Minke genannt hat, werden wir nachjustieren an bestimmten Stellen. Das ist ganz klar. Das Format finde ich außerordentlich geeignet, weil es die gewohnte Atmosphäre an bestimmten Stellen auflöst.

Apropos nachjustieren: Wollen Sie etwas ändern bei den Jugendkonzerten im Schönberger Musiksommer?

Lessing: Ja, wir werden nachjustieren und etwas ändern bei den Jugendkonzerten. Es ist so, dass wir mit dem Gymnasium im Gespräch waren und sind. Das ist kein abgeschlossener Prozess. Es wird das Jugendkonzert im nächsten Jahr geben. Ich sage bewusst das Jugendkonzert, es wird 2017 nicht zwei geben, sondern eins und wir werden in ein anderes Format gehen, in das Studioformat, so wie wir es bei den Kinderkonzerten bereits haben. Auch die Jugendlichen werden also in einer Art Arena sitzen können. Wir werden das Jugendkonzert viel dichter gestalten. Es wird moderiert und interaktiv sein. Wir wollen die räumliche Barriere, die bisher zwischen dem Publikum und dem Bühnenraum bestand, möglichst klein halten – so wie es in den Kinderkonzerten ist. Und wir haben ein Ensemble gesucht das, wie ich denke, die Jugendlichen sehr ansprechen wird – und das bereits zugesagt hat. Das alles haben wir gemeinsam mit dem Gymnasium ausgelotet. Wir haben in einem langen Gespräch überlegt: Wo kann es hingehen? Wir sind überzeugt, dass es gut ist, das Konzept neu aufzustellen. Ich denke, es ist ein guter Neustart.

Welches Ensemble wird spielen?

Lessing: (lacht) Das halten wir noch ein bisschen geheim.

Minke: Das wollen wir noch in einem größeren Zusammenhang bekannt geben.

Die Reihe der Konzerte in Zusammenarbeit mit „SOS-Kinderdörfer weltweit“ wird 2017 fortgesetzt?

Lessing: Ja, sie wird fortgesetzt. 2017 gibt es ein Jubiläum im Musiksommer: zehn Jahre Kinderkonzerte. Wo es genau hingeht, das müssen wir noch sehen, aber die Konzerte kommen.

Interview von Jürgen Lenz

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