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Historische Fassade ist wieder schön und sicher

Schönberg Historische Fassade ist wieder schön und sicher

Außen ist das Koch‘sche Haus wieder ansehnlich. Innen steht aber keine Wand mehr. Das Konzept für den Ausbau ist gerade erstellt.

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Frisch verputzt und mit Stuckelementen neu verziert ist das Koch‘sche Haus wieder ein Schmuckstück.

Quelle: Malte Behnk

Schönberg. Fast 200 Jahre alt war das Koch‘sche Haus am Schönberger Markt, als es 2009 fast auseinanderzubrechen drohte. „Die Gewölbedecken des Kellers wiesen starke Risse auf und es gab Verformungen der Außenwand zur Hofseite“, sagte damals Architektin Carolin Schulz. Sie ist bis heute mit der Sanierung des stadteigenen Fachwerkhauses und seiner klassizistischen Fassade betraut.

Das Gesicht des Hauses ist jetzt wieder zu sehen, nachdem es viele Monate hinter Gerüsten verborgen war. Bis auf Arbeiten an der vorgelagerten Terrasse ist die Fassade wieder hergestellt. „Der Putz musste generell abgeklopft werden. Größere Flächen waren schadhaft und hielten eigentlich nur durch benachbarte feste Stellen“, erläutert Schönbergs Bürgermeister Michael Heinze (Die Linke).

Fördermittel für die Fassadensanierung seien erst zum Ende des vergangenen Jahres bewilligt worden. Hinzu kam der lange Winter, somit wurde die Fassade erst später fertig, als veranschlagt.

Im Innern des Koch‘schen Hauses steht nichts mehr. Es ist entkernt. Für den Ausbau kann jetzt erst ein Förderantrag gestellt werden, sagt Heinze. „Wir haben am Montag erst festlegen können, wie Decken und Böden gebaut werden sollen. Das hängt damit zusammen, wie Leitungen verlegt werden sollen“, so der Bürgermeister.

Insgesamt könnten in die Sanierung des Koch‘schen Hauses und den Umbau zum Volkskundemuseum 1,266 Millionen Euro fließen.

Die Geschichte des Koch‘schen Hauses
Es entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als der Markt eine weitere Zuwegung erhielt, die heutige Marienstraße. In der Chronik von Hans Meese wird angenommen, dass August Kniep 1813 das Haus errichtete. Als er 1836 „Pankerott spälte“ — Konkurs ging — ersteigerte der Förster Dankwarth das Haus nebst Garten.

Aus der von ihm beabsichtigten Posthalterei wurde leider nichts, aber das Hotel „Stadt London“, dessen Name etwas hochtrabend klingt, florierte mal mehr oder weniger erfolgreich.

Die klassizistische Fassade wird dem Gebäude nach 1850 vorgesetzt worden sein, immerhin beherbergte es die Direktoren der 1869 gegründeten „Ersparnis- und Vorschußanstalt zu Schönberg“, so auch ab 1879 den Wismarer Kaufmann Carl Burmeister. Der Rechtsanwalt Carl Koch kaufte das Haus 1914 und lebte hier mit seiner Frau bis in die 1960er-Jahre. Er war unter anderem ein erfolgreicher Bürgermeister der Stadt Schönberg. Letzte private Besitzerin war die Nichte Kochs, Ilse Stock. Sie verkaufte später das Haus an die Kommune. Olaf Both

 

 

Malte Behnk

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