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Maaten präsentieren neues Stück

Wismar Maaten präsentieren neues Stück

„Dat Mannwiew un de lütte Ünnerscheed“ hat morgen Premiere

Wismar. „Oha, nu kümmt de Schiet in’t Tüdern!“ Besser wie Trixi (Juliane Gössel) kann man die Irrungen und Wirrungen und Doppeldeutigkeiten rund um den „lütten Ünnerscheed“ kaum zusammenfassen. Seit Mai 2016 proben die Maaten der Niederdeutschen Bühne Wismar am neuen Stück. Die Premiere morgen Abend im Wismarer Theater ist ausverkauft. Weitere Vorstellungen gibt es am 19. März, 22. April und 17. Oktober.

„Ne, so eenen Kierl as mi giwt dat förwiß nich to’n tweeten Mal“, sagt Jakob Anders und hat recht. Denn unter den Männerklamotten und dem aufgeklebten Bart steckt eigentlich Grit. Elke Rohlfs schlüpft in die Männerrolle und spielt den unechten Jakob. Seit 2005 gehört die Laborleiterin zum Team der Niederdeutschen Bühne. Einen Mann spielt sie zum ersten Mal. Grit musste ihrem Jakob auf dem Sterbebett versprechen, seine Rolle zu übernehmen, um Haus und Hof halten zu können. Vier Jahre lang ging das gut, dann „kümmt de Schiet in’t Tüdern! Een Fru as Mann? Een Mannswiew? Kann dat got gahn? Dat gifft nu mal den lütten Unnerscheed twischen Man und Fru!“ Und der wird spätestens, wenn die Liebe ins Spiel kommt, wichtig. Denn Grit/Jakob – ausnahmsweise mal in Frauenkleidung – hat im Theater den Mann ihrer Träume getroffen. Tim Dreier (Jens Boldt spielt wunderbar liebestrunken) reist seiner Angebeteten hinterher, findet logischerweise aber nur Jakob.

Ein unterhaltsames Stück, auch wenn Autor und Regisseur Rudolf Korf aktuelle Themen mit einbezogen hat. „Ich versuche, in jedes Stück ein paar der Unarten des Alltags zu packen, beispielsweise den Kampf ums Geld“, erzählt Korf.

Im OZ-Service-Center gibt es noch wenige Karten für die Aufführung am 19. März, 15 Uhr. Ausreichend Tickets sind noch für den 22. April und für den 17. Oktober, jeweils 17 Uhr, zu haben.

Hörhilfe-Anlage im Theater

Im Saal des Wismarer Theaters wurde mithilfe der Familie-Christiansen-Stiftung eine Hörhilfe-Anlage installiert, die hörgeschädigten Menschen den Besuch von Veranstaltungen ermöglicht. Die Geräusche aus dem Bühnenraum werden von Mikrofonen abgenommen, verstärkt und per Funk an Empfänger mit Ohrhörern gesendet, die sich Besucher an der Garderobe gegen ein Pfand aushändigen lassen können. 15 Geräte wurden angeschafft. Zur morgigen Premiere der Niederdeutschen Bühne werden sie erstmals eingesetzt.

nh

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