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Mainzerin wählt Wismar als mystischen Schauplatz

Wismar Mainzerin wählt Wismar als mystischen Schauplatz

Astrid Gavini stellt am Sonnabend bei der Literaturnacht in den Mauern von St. Marien ihre Bücher „Seelen im Nebel“ und „Seelen im Zwielicht“ vor

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Astrid Gavini aus Mainz hat die Lesenacht am kommenden Sonnabend in den Mauern von St. Marien illustriert und entführt so in eine Zeit, in der das Kirchenschiff noch stand. Fotos (2): Nicole Hollatz

Wismar. Wenn am Sonnabend 20 Autoren in den Mauern von St. Marien während der Literaturnacht des Archivvereins aus ihren Büchern lesen, wird auch Astrid Gavini (58) darunter sein. Die Hobby-Schriftstellerin stellt ihre beiden Bücher „Seelen im Nebel“ und „Seelen im Zwielicht“ vor.

OZ-Bild

Astrid Gavini stellt am Sonnabend bei der Literaturnacht in den Mauern von St. Marien ihre Bücher „Seelen im Nebel“ und „Seelen im Zwielicht“ vor

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Astrid Gavini hat die weiteste Anfahrt, kommt mit dem Bummelzug aus Mainz. Zwölf Stunden dauert die Zugfahrt. „Ich fahre gerne mit dem Zug und freue mich so sehr, wieder in Wismar zu sein“, sagt sie gestern am OZ-Telefon.

Die Hansestadt ist ihr nicht unbekannt. 2010 besucht sie das erste Mal Wismar. „Ich hatte einen Auftrag und sollte mehrere Privatbilder malen. Der ganz spezielle Zauber dieser Stadt begeisterte mich vom ersten Moment an. Leider blieb mir damals kaum Zeit für Besichtigungen, aber ich wusste bereits in jenen Tagen, dass sich hier viele Geschichten versteckten, die ich irgendwann zu Papier bringen würde“, erzählt die 58-Jährige. Und das tat sie dann auch. Zwei Jahre später lässt sie sich wieder in Wismar blicken. „Es war eine längere Recherchereise, die mich wieder in die Hansestadt führte.

Die Sankt-Georgen-Kirche inspirierte mich zu jener mysteriösen Geschichte. Daraus entstand der Roman ,Crossover - Dom der verlorenen Seele’“, so Astrid Gavini. Seitdem ging ihr die Georgenkirche nicht mehr aus dem Kopf. Sie wurde im Januar 2015 ins Wismarer Stadtarchiv eingeladen, um ihr Buch vorzustellen. Astrid Gavini nutzt dort die Chance, sich umzuschauen, liest sich anschließend in die Wismarer Schwedenzeit ein und entwickelt so die Protagonisten für ihre historische Wismar-Trilogie. Die ersten beiden Teile „Seelen im Nebel“ und „Seelen im Zwielicht“ sind fertig. An dem dritten Buch arbeitet die Schriftstellerin noch. „Ich hoffe, dass ich es Ende des Jahres fertigbekomme“, meint Astrid Gavini. Die Trilogie spielt in den Jahren 1708 bis 1711: Wismar zur Zeit der Schwedenherrschaft. Elisabeth und Peter Hennings – Kinder eines angesehenen Kaufmannes – verlieren bei einem Unglück im Jahre 1699 ihre Eltern. Trotz eines Vormundes kämpfen sie um das physische Überleben und gegen die Macht der elitären Bürgerschaft und den Aberglauben. Der labile Piet gerät in einen fatalen Sog negativer Einflüsse und zieht seine sanftmütige Schwester mit in ein unausweichliches Elend. Als Elisabeth dem schwedischen Offizier Liam Lindkvist begegnet, ahnt sie nicht, dass sein Geheimnis zu ihrer Bestimmung werden soll.

Im zweiten Teil der Trilogie muss Elisabeth hilflos mitansehen, wie ihr Bruder Piet sich zunehmend in Lügen, Intrigen, Verrat und Eigensucht verstrickt, die sogar ihr Leben bedrohen. An ihrem 23. Geburtstag erfährt sie von einem Familiengeheimnis, das sie an die Integrität ihrer Eltern und Großeltern zweifeln lässt. Kann Pastor Sprengel Licht in das Geheimnis bringen? Und welche Rolle spielt der Vormund Paul Streeck dabei?

Astrid Gavini verrät natürlich nicht, wie die Geschichte ausgeht. „Wer die Bücher liest, wird es selber rausfinden“, lacht sie. „Ich möchte die Neugier meiner Leser wecken und natürlich hochhalten“, begründet Astrid Gavini ihr Schweigen.

Sie wächst vor mehr als 50 Jahren in dem Weinort Westhofen im rheinhessischen Wonnegau auf und besucht in der Nibelungenstadt Worms die medizinische Akademie, an der sie ihr Staatsexamen als Physiotherapeut ablegt. „In diesem Beruf arbeitete ich nicht nur in Deutschland, sondern auch in Italien. Dort konnte ich meine Ausbildung als Therapeut auf speziellen Gebieten vertiefen. In der Toskana lebte ich 25 Jahre und versuchte, dort auch meine eigentliche Leidenschaft zum Malen und Schreiben weiterzuentwickeln“, erzählt sie. Astrid Gavini ist mit einem Italiener verheiratet.

Lesenacht

Die Lesenacht, die am Sonnabend

um 17 Uhr mit Lesungen von Kindern beginnt und um 22 Uhr endet, ist eine Idee des Wismarer Callidus-Verlages, der mit dem Archivverein einen

Partner für die Logistik gefunden hat.

Die Lesenacht wurde möglich

gemacht dank des Altstadtbeirates

mit seinem Förderprogramm „Soziale Stadt“, die Musiker werden präsentiert von der Sparkasse Mecklenburg-

Nordwest.

Der Archivverein wird Wismarbücher verkaufen und natürlich mit Wein und anderen Getränken den Abend unterstützen. Der Eintritt ist frei. Das

genaue Programm gibt es unter www.archivverein-wismar.de.

Peter Preuß

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