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Morgen gilt‘s: Wer wird Boltenhagens Meister im Sandburgenbau 2016?

Boltenhagen Morgen gilt‘s: Wer wird Boltenhagens Meister im Sandburgenbau 2016?

Im vergangenen Jahr nahmen 36 Teams am Wettbewerb teil / Kitakinder geben nützliche Tipps für die Baumeister / Professionelle Künstler arbeiten mit gepresstem Fluss-Sand

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In der Sandkiste ihrer Kita haben Hannes, Finn, Paul, Marten und Arno eine Burg gebaut.

Quelle: Malte Behnk

Boltenhagen. Morgen ist es so weit. In Boltenhagen wird die Badesaison eröffnet. Die Kurverwaltung veranstaltet dazu mit der OSTSEE-ZEITUNG einen Wettbewerb im Sandburgenbauen. Um 11 Uhr treffen sich die Teilnehmer am Strand neben der Seebrücke. Dort bekommt jedes Bauteam Eimer und Schaufel. Weitere Hilfsmittel und Dekoration sind ausdrücklich erlaubt, müssen aber selber mitgebracht werden. Sand und Wasser sind am Strand ausreichend vorhanden. Jedes Team darf auf einer Fläche von fünf mal fünf Metern bauen.

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Im vergangenen Jahr nahmen 36 Teams am Wettbewerb teil / Kitakinder geben nützliche Tipps für die Baumeister / Professionelle Künstler arbeiten mit gepresstem Fluss-Sand

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Sandburgenwettbewerb

Beginn: 10 Uhr am Strand neben der Seebrücke mit Ausgabe der Eimer und Schaufeln. Zusätzliche Werkzeuge — auch Maurerkelle und Wasserwaage sowie Dekorationen — sind erlaubt, müssen aber mitgebracht werden.

Siegerehrung: gegen 15 Uhr

Der Wettbewerb wird vom Verband Mecklenburgische Ostseebäder gleichzeitig auch auf der Insel Poel, in Kühlungsborn, Nienhagen und Graal-Müritz veranstaltet. Dass sich in Boltenhagen besonders viele Teilnehmer für den Sandburgenbau begeistern, macht Kurdirektorin Claudia Hörl schon stolz. „Im vergangenen Jahr hatten wir 36 Teams. Wenn viele Familien hier sind, ist die Beteiligung recht hoch“, sagt sie und hofft das auch für dieses Jahr. Mit den musikalischen Veranstaltungen im Kurpark und dem dortigen Angebot verschiedener Caterer könne man sich einen netten Tag bis in den Abend hinein machen. Die Gewinner des Sandburgenwettbewerbs können sich nach der Siegerehrung um 15 Uhr also noch lange von ihren Freunden feiern lassen.

Kleine Profis im Sandburgenbau sind die Kinder der Kita „Strandkinnings“ in Boltenhagen. Sie haben vor dem Wettbewerb schon in ihrer Sandkiste geübt und sich Strategien für eine besonders schöne Sandburg zurechtgelegt. Einen entscheidenden Tipp für alle Baumeister hat Paul: „Nasser Sand ist besser. Den muss man von weiter unten ausbuddeln“, erklärt er. Trockener Sand könne nämlich zu leicht vom Wind weggepustet werden. „Aber die Hände werden kalt vom nassen Sand“, stellt Pauls Freund Hannes fest.

Für ihre Burg buddelten die Kinder mit ihren Schaufeln zunächst einen Graben. „Dann haben wir einen Haufen mit dem Sand gemacht“, erklärt Paul. Als sie den Sandhaufen ordentlich festgeklopft hatten, konnten sie schon mit den Feinarbeiten beginnen. „Wir haben mit einem Stock einen Tunnel gebohrt“, sagt Finn. Von zwei Seiten bauten die Kinder dann mit den Händen ihren Tunnel weiter aus.

„Da wohnt ein Drache drin“, beginnt Paul die Geschichte der Burg zu erzählen. „Wir haben auch zwei Brücken und eine Schleuder“, so Finn und zeigt auf einen kleinen Turm mit einem Gestell aus Ästen.

Hannes zeigt etwas höher zur Fahne an der Spitze des Sandbergs. All diese Ausstattung ist wichtig für die Burg der Kinder. Denn sie wurde bereits von „bösen Rittern“ angegriffen. „Aber die machen nur kleine Löcher“, sagt Paul und zeigte auf einige Mulden im Sand.

Für die Kinder gehört eine Geschichte unbedingt zur Sandburg dazu. Pflicht ist das beim Wettbewerb am Sonnabend allerdings nicht. Vielleicht sind dann aber auch einige Künstler dabei, die sich nicht unbedingt auf eine Burg versteifen. Das könnte Arno aus der Kita gut verstehen. „Ich habe schon mit meinem Bruder und einem Freund eine Couch am Strand gebaut. Da konnte man gemütlich drauf sitzen“, sagt er.

Andere Profis im Umgang mit Sand haben vor kurzem in Binz auf der Insel Rügen ihre Kunstwerke vollendet. Carver nennen sich diese Sandkünstler. Sie verwenden allerdings nicht den vorhandenen Ostseesand, sondern jungen Fluss-Sand, der scharfkantiger und besser formbar ist. Er wurde allerdings extra aus Holland mit dem Schiff geliefert. Die Sandkünstler schaufeln daraus auch nicht bloß

einen Haufen auf. Sie pressen erst den Sand in Verschalungen, die als Würfel übereinander gestapelt sind. Wenn diese Masse fest geworden ist, schnitzen die Carver mit Sägen, Schaufeln, Skalpellen und Pinseln kunstvolle Figuren.

Von Malte Behnk

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