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Museum holt Schätze aus dem Verborgenen

Dorf Mecklenburg Museum holt Schätze aus dem Verborgenen

Fast 12 000 Besucher nutzten 2014 Ausstellung, pädagogische Angebote, Sonderschauen und Veranstaltungen.

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Auf dem Freigelände am Kreisagrarmuseum sind landwirtschaftliche und technikhistorische Geräte und Maschinen zu sehen.

Quelle: Haike Werfel

Dorf Mecklenburg. Noch nie gezeigte Exponate werden in diesem Jahr in einer Sonderschau des Kreisagrarmuseums zu sehen sein. Beispielsweise ein zusammenlegbares Boot, das ihm ein Neuburger Angler geschenkt hat. Oder die Belüftungsanlage von einem DDR-Zivilschutzbunker aus Grevesmühlen. „Die Anlage konnte mit einem Elektromotor betrieben werden oder — wenn der Feind die Stromleitung zerstört hätte — mit einer Fahrradkurbel“, erklärt der Museumsdirektor. Falko Hohensee will mit solchen Raritäten aus dem Fundus die diesjährige Schau der Interessengemeinschaft Fotografie komplettieren. Sie steht unter dem Thema „Feuer, Wasser, Erde, Luft“ und ist zu Pfingsten geplant. Auch im Technischen Landesmuseum in Wismar soll die Fotoschau gezeigt werden. „Wir kooperieren und helfen uns gegenseitig“, sagt Hohensee.

Die erste Sonderschau im Februar wird Dr. Regina Krüger aus Dorf Mecklenburg gestalten. Die Hobbymalerin zeigt ihre Arbeiten in einer Personalausstellung. Angedacht ist ferner eine Schau, die das Design von Werkzeugen beleuchtet. Der Arbeitstitel: „Vom Faustkeil zum Dampfhammer“.

Zur Dauerausstellung, zu den Sonderschauen, museumspädagogischen Angeboten und den Veranstaltungen, die inzwischen Tradition oder sogar Kult sind, kamen 2014 mehr Besucher als in den beiden Jahren zuvor. „Es waren knapp 12000 Nutzer“, wie Falko Hohensee die Museumsbesucher nennt. Der 62-Jährige, der am 1. Januar sein 30. Dienstjubiläum beging, freut sich über diesen positiven Nutzer-Trend. „Wir haben, anders als alle Museen, auch montags geöffnet“, hebt er eine Besonderheit seiner Einrichtung hervor. Sie ist einmalig in Mecklenburg-Vorpommern und vermutlich auch bundesweit. Zumindest kennt die Suchmaschine Google nur ein „Kreisagrarmuseum“. Das hat seit November auch eine eigene Internetseite (www.kreisagrarmuseum.de).

Solch beliebte Veranstaltungen wie das Schlachtefest und der „Vor-Adventsmarkt“ lockten jeweils 800 Gäste. „Beim Floh- und Teilemarkt zum ,Motorenanlassen‘ im April wurden wir beinahe überrannt“, erzählt der Museumschef. Zum Oldtimer- und PS-Raritätentreffen am ersten September-Wochenende kommen die Teilnehmer inzwischen, ohne eingeladen zu werden. Einen Selbstläufer nennt Hohensee die Veranstaltung, die 1991 die erste ihrer Art im Land war. Auch der vor drei Jahren ins Leben gerufene Hubertustag hat immer mehr Zulauf. „Er wird wohl unsere nächste Traditionsveranstaltung werden“, ist der Direktor sicher.

In diesem Jahr möchte das auf vier Mitarbeiter reduzierte Museumsteam das gewohnte Angebot halten. „Die Veranstaltungen finden zu festen Terminen statt, das hat sich bewährt und prägt sich bei den Menschen ein“, so ihre Erfahrung. Trotz der fehlenden vier Helfer, deren Arbeitsmarkt-Maßnahmen ausgelaufen sind, soll es nach Anmeldung weiterhin pädagogische Angebote für Kinder und Schüler geben. „Wir haben ja auch einen Bildungsauftrag“, erklärt Hohensee. Bei den Ferienspielen in der ersten Winterferienwoche unterstützen zwei Frauen vom Museumsförderverein. Sie bieten Basteln mit Serviettentechnik an. Auch der „Bürgerarbeiter“ hilft mit. Die Ferienspiele wird es nur noch am Vormittag geben, weil nachmittags nie Kinder kamen. „Melden sich aber Gruppen an, auch aus Anlass eines Geburtstages, versuchen wir, die Angebote zu ermöglichen“, sagt der Museumschef.

Zudem fehlt es an Fachpersonal für die Sammlungspflege oder um den Bestand zu digitalisieren. „Auch einen wissenschaftlichen Mitarbeiter braucht das Museum. Seit der Wende ist die eigentliche Facharbeit auf der Strecke geblieben“, räumt Falko Hohensee ein. Er würde auch gerne einen Nachfolger einarbeiten, „weil ich in 132 Wochen in den Ruhestand gehe“.

Wenig Geld bleibt dem Museum, um Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten an den Gebäuden zu erledigen. So müssen zum Beispiel die beiden Holztore am alten Depotgebäude erneuert werden.

 



Haike Werfel

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