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Park als Kulisse des Musiktheaters

Dönkendorf Park als Kulisse des Musiktheaters

Stimmungsvolle Aufführung mit außergewöhnlicher Musik am Gutshaus in Dönkendorf

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Frdinand Försch war Schlagzeuger bei der Uraufführung 1988. Er freute sich sehr bei der neuen Inszenierung dabei zu sein.

Dönkendorf. „Es war alles sehr, sehr schön.“ Viel mehr brachte Monika von Westernhagen nach dem etwa zweieinhalbstündigen Musiktheater im Park des Kulturguts Dönkendorf nicht hinaus. Mit dem letzten Ton und den vielen Verbeugungen vor dem applaudierenden Publikum war merklich Spannung von ihr abgefallen.

OZ-Bild

Stimmungsvolle Aufführung mit außergewöhnlicher Musik am Gutshaus in Dönkendorf

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Es war toll, nach all der Zeit diese Musik wieder zu spielen.“ Ferdinand Försch, Schlagzeuger

Für das Musiktheater am Sonnabend hatte Monika von Westernhagen eine Komposition ihres verstorbenen Mannes Thilo von Westernhagen neu inszeniert. Seine Musik zu den „Songs of Innocence and Experience“ von William Blake war 1988 im Eutiner Schlossgarten uraufgeführt worden. Die Dönkendorfer Version sollte nah am Original sein. Mit Schlagzeuger Ferdinand Försch aus Hamburg hatte die Veranstalterin sogar einen Musiker der Uraufführung für die Inszenierung gewonnen.

„Es ist schon sehr lange her, aber es war toll, nach all der Zeit diese Musik wieder zu spielen“, sagte Försch nach der Aufführung. Sein spezielles, selbstgebautes Schlag- und Klanginstrument war ein großer Blickfang auf der Bühne. „Damals hatte ich etwas viel größeres aufgebaut und wesentlich brachialer gespielt“, erinnerte er sich. „Ich habe damals den Kontrapunkt zu Thilos Melodien gespielt“, sagte der Musiker. Jetzt in Dönkendorf schuf er Klangbetten und spezielle Stimmungen auf seinem Instrument.

Mit der Ausnahme von Warnfried Altmann an Klarinette und Saxofon hatte Monika von Westernhagen das Orchester ebenso besetzt, wie bei der Uraufführung. Aus Lübeck hatte sie junge Musiker an Trompete, Geige, Cello und Harfe engagiert und war nach der Aufführung begeistert von der Entscheidung. „Ihr wart alle toll. Wenn wir eine Aufnahme machen, lade ich Euch alle ein“, sagte sie.

Auch für die jungen Musiker war die Aufführung unter dem Schleppdach im Park des Kulturguts ein besonderes Erlebnis. „Es war ganz toll. Wir hatten so noch nicht im Dunkeln geprobt“, sagte Harfenistin Lara Meyer-Struthoff (20). „Ich kenne sonst nur Auftritte in Konzertsälen. Hier habe ich eine ganz andere Stimmung unter den Künstlern erlebt“, sagte die Musikerin.

Die „Songs of Innocence and Experience“ sang die Opernsängerin Monika von Westernhagen persönlich, unterstützt von den Chören aus Dönkendorf und Wismar. Die englischen Texte las Schauspieler Alexander Bandilla in der Übersetzung. Dazu tanzten Anja Kursawe, Luc Müller und Javier Carranza Choreografien mit dem Park als Hintergrund.

Bevor aber mit Einsetzen der Dunkelheit Thilo von Westernhagens Komposition erklang, erlebte das Publikum im ersten Programmteil heitere Szenen aus Shakespeares „Viel Lärm um nichts“. Monika von Westernhagen hatte es zu Beginn als Inszenierung für zwei Personen angekündigt. So schlüpften Barbara Vlachou und Angelos Marinis in verschiedene Rollen, auch mit Tausch der Geschlechter. In den Szenen voller Streit und Liebe sorgten die Schauspieler immer wieder für herzliche Lacher im Publikum.

Zum sanft klingenden Saxofon von Warnfried Altmann leiteten die Tänzer Anja Kursawe aus Berlin und Luc Müller aus Bern mit Tangoimprovisationen in die Pause über.

Viele der Besucher nutzten dann den sommerlichen Abend, im weitläufigen Park des Gutshauses eine Picknickdecke auszubreiten und Speisen vom angebotenen Büfett oder mitgebrachte Leckereien zu genießen. Spanische Kleinigkeiten wie Käse, Wurst und Wein ließen sich Uta Mannheimer, Dagmar Bahlke und Sven Thomas am Teich des Parks schmecken.

• Eine Bildergalerie vom Musiktheater ist auf www.ostsee-zeitung zu sehen.

Malte Behnk

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