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Plüschower Künstler gestaltet Skulptur für Bräunig-Preis

Plüschow Plüschower Künstler gestaltet Skulptur für Bräunig-Preis

Im Auftrag der Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank entwarf Udo Rathke die Preisplastik / Sie symbolisiert Energie, Bewegung und Geschwindigkeit

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Plüschow. Das große digital bearbeitete Foto an der Wand des Ateliers des Plüschower Künstlers Udo Rathke entwickelt einen ganz eigenen Sog. Streifen in rot, schwarz, türkis, grün, violett und blau vermischen sich und bleiben dennoch identifizierbar. Sie scheinen für den Betrachter zudem – wie im Zeitraffer aufgenommen – durch den Raum zu fliegen.

Es fühlt sich gut an, dass einem Künstler aus Plüschow, diese Ehre zuteil wurde.“Udo Rathke

Genau dieses Foto wurde nun zur Vorlage für die Skulptur des von der Bürgerstiftung der Volks- und Raiffeisenbank neu ausgelobten Erhard-Bräunig-Preises. Die Bank war an den Plüschower Künstler herangetreten und hatte ihn um Entwürfe gebeten. Hintergrund: Bräunig war lange Jahre Bürgermeister der Gemeinde Plüschow, die Beziehungen zum Künstlerhaus waren eng, deshalb ging der Auftrag dorthin.

Rathkes Foto war bereits im Jahr 2007 entstanden – zu einer Zeit als Erhard Bräunig noch Bürgermeister von Plüschow war. Der ehemalige Landrat Nordwestmecklenburgs und Bürgermeister war im vergangenen Jahr bei einem Verkehrsunfall auf tragische Weise verunglückt.

Erhard Bräunig war auch der erste Kuratoriumsvorsitzende der Bürgerstiftung der VR Bank – und im ganzen Landkreis für sein politisches und bürgerschaftliches Engagement bekannt. Seine Worte „Mensch, da müssen wir etwas machen!“, galten als symptomatisch für sein pragmatisches Handeln. Aus diesem Grund wurden sie der Ausschreibung für den Erhard-Bräunig-Preis, zusammen mit einem Bild des Namensgebers auch vorangestellt.

„Die Gestaltung des Preises sollte etwas vom Charakter der Person Erhard Bräunigs verbildlichen“, erzählt Udo Rathke. „Deshalb habe ich nach Formen gesucht, die Energie, Bewegung und auch Geschwindigkeit assoziieren. Zudem sollte das Preisobjekt auch eine visuelle Anmutung zur Region haben.“

Der Preis wird in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen – am 14. November auf Schloss Plüschow. Noch bis Mitte Oktober läuft die Ausschreibung. Es können Einzelpersonen, mehrere Personen, eine Initiative oder ein Verein nominiert werden.

Udo Rathke freut sich darüber, dass er es ist, der die Plastik aus Acryl entwerfen durfte. „Erhard Bräunig war ein großer Befürworter und Förderer der Künste und des Künstlerhauses Schloss Plüschow.

Es ist mir auch aus diesem Grund eine große Ehre, auf diese Weise meinen Respekt für sein Wirken ausdrücken zu können.“

In jedem Jahr werden Preisträger des Erhard-Bräunig-Preises nun gemeinsam mit dem Preisgeld von 5000 Euro die Preisskulptur überreicht bekommen. Der Name des jeweiligen Preisträgers wird in die Plastik eingraviert werden.

Infos zum Erhard-Bräunig-Preis

Noch bis zum 15. Oktober können Personen, Vereine oder Stiftungen für den Preis nominiert werden. Die Bewerbungsunterlagen liegen in den Volks- und Raiffeisenbanken und in den Verlagshäusern der OSTSEE-ZEITUNG aus.

Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 14. November auf Schloss Plüschow statt.

Schwerpunkt für die Bewerbungen kann das kulturelle, soziale oder sportliche Engagement sein. Die Nominierung erfolgt durch einen Vorschlag, eine eigenständige Nominierung ist nicht vorgesehen.

2005 wurde die Bürgerstiftung gegründet. Erhard Bräunig war bis zu seinem Tod im vergangenen Jahr der Kuratoriumsvorsitzende.

Die Nominierungen sind unter dem Stichwort „Erhard-Bräunig- Preis“ in den Geschäftsstellen der VR-Bank abzugeben.

Annett Meinke

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