Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Prachtvolle Kleidung der Prärieindianer ausgestellt

Grevesmühlen Prachtvolle Kleidung der Prärieindianer ausgestellt

Städtisches Museum entführt nach Nordamerika

Voriger Artikel
Lager Questin: Geschichte wird zum Buchprojekt
Nächster Artikel
Neue Stadtchronik erscheint im Juni

Mitglieder des KuSo-Vereins nehmen den Häuptling in ihre Mitte: Christine Fiedler, Katrin Rienow, Astrid Wolfram, Marianne und Klaus Hagel.

Quelle: Fotos: D. H.

Grevesmühlen. Komm in meinen Wigwam. Mit diesem Titel wird derzeit zum Besuch einer besonderen Ausstellung ins Städtische Museum in Grevesmühlen eingeladen. Die Sonderschau stellt die Welt der Prärieindianer vor. Was durchaus regionalen Bezug hat – denn bei allen Stücken handelt es sich um Leihgaben des Vereins zur Förderung des kulturellen und sozialen Gemeinschaftslebens der Gemeinde Gägelow (kurz KuSo e. V.).

OZ-Bild

Städtisches Museum entführt nach Nordamerika

Zur Bildergalerie

Sven Schiffner, Vorsitzender des Museumsbeirates, staunte bei der Eröffnung der Sonderausstellung, die im Städtischen Museum bis Mitte Mai gezeigt wird, was diese alles bietet. Auffallend ist die besonders schmuckvolle Indianerbekleidung. In prachtvollem Festgewand mit echter indianischer Perlenstickerei und einer Federhaube mit Federschleppe zeigt sich da zum Beispiel der Dakota-Häuptling „Schwarzer Adler“. Und auch der Indianer im Jagdhemd gibt ein tolles Bild ab. Und es ist echte Kleidung, wie sie die Indianer heute noch tragen. Sie stammt von dem Wismarer Hans-Joachim Musilinski, der sie von seinen vielen Reisen zu den Reservaten der Indianer mitbrachte.

Bis vor kurzem waren diese und weitere wertvolle Stücke noch im Saal des Gemeindehauses in Gägelow zu sehen. Doch seitdem dieser Raum für andere Zwecke genutzt wird, ist kein Platz mehr für die Ausstellung. Sie im Archiv verschwinden zu lassen, dafür sind diese Stücke zu wertvoll. Der Öffentlichkeit sollten sie zugänglich bleiben. „Das ist uns jetzt in Grevesmühlen gelungen“, freut sich Katrin Rienow, die die Abteilung Kunst und Theater des Gägelower Vereins leitet. Ein besonderes Lob richtet sie an die Museumsleiterin Marina Safarjan. Denn ihr ist es gelungen, nicht nur die Stücke der Indianersammlung aus Gägelow gut und treffend zu platzieren, sondern sie um viele interessante Textbeiträge zu ergänzen. So erfahren die Besucher unter anderem etwas über die Kulturen der nomadischen Bisonjäger, wie die Prärie-Indianer genannt werden. Auch Tänze wie der Büffel-, Sonnen-, Bären- oder Adlertanz sind im Detail beschrieben. „Die Ausstellung ist einwandfrei“, fand auch der Grevesmühlener Ulrich Borchert. Der 75-jährige Hobbykünstler war begeistert und sah sich die Exponate ganz genau an. Sein vor einigen Jahren selbst gebauter Totempfahl, der aber nicht mehr existiert, ist mit einer Höhe von 3,50 Meter sogar um einiges größer als der in der Ausstellung gewesen, wie er mit einem Lächeln meinte. Aus Holz hat er die Büste eines Indianers geschaffen, die er in den kommenden Tagen mit in die Sonderausstellung bringen will.

Im Verein KuSo ist man zufrieden, dass auf diese Weise zumindest für die kommenden Monate eine Lösung gefunden werden konnte. Wie es danach weitergeht, das weiß der Verein noch nicht. Insgesamt 24 Mitglieder gehören derzeit dem Verein an. Vorsitzende ist Simone Oldenburg. Ihr zur Seite stehen als Stellvertreterin Sylvia Tegler, als Schriftführerin Birgit Wegner und als Kassenwart Klaus Hagel.

Der Verein engagiert sich seit vielen Jahren auf mehreren Feldern, bringt sich aktiv in das Leben der Gemeinde und der Region ein. Unter anderem organisiert er Faschingsfeiern, Busreisen für Senioren, hilft bei der Ausgestaltung des Erntefestes und tritt sogar mit dem aus der Feder von Katrin Rienow und Astrid Wolfram inszenierten Familien-Schwank „Immer Ärjer mit det Methanol“ auf. Bei dem anderthalb-stündigen Stück, untermalt mit Gesang und Tanz, wird frei nach Berliner Schnauze gesprochen. Sehr direkt und immer amüsant. Das muss man einfach mögen. „Wer uns buchen möchte, der kann das gerne tun. Wir suchen noch weitere Aufführungsorte“, so Wolfram, die sich seit vielen Jahren im Verein engagiert.

Ausstellung wandert

Besucht werden kann die Ausstellung noch bis Mitte Mai zu den Öffnungszeiten des Städtischen Museums (Dienstag und Mittwoch von 10 bis 12.30 Uhr und 13 bis 16 Uhr, Donnerstag von 10 bis 12.30 Uhr und 13 bis 17 Uhr sowie am Freitag von 10 bis 14 Uhr). Im Anschluss wechselt sie in das Volkskundemuseum nach Schönberg, dann im September in das MEZ nach Gägelow und im Oktober zur Kulturnacht wieder nach Grevesmühlen.

Dirk Hoffmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ralswiek

Auf einer Insel fernab von Rügen feiert Wolfgang Lippert heute seinen 65. Geburtstag

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Kultur
Verlagshaus Grevesmühlen

August-Bebel-Straße 11
23936 Grevesmühlen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9:00 -12.30 Uhr und 13.30 - 17:00 Uhr
Freitag:
 9:00 - 12.30 Uhr und 13.30 - 16:00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Michael Prochnow
Telefon: 0 38 81 / 78 78 10
E-Mail: grevesmuehlen@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

^
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.