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Schattin feiert mit Kunst und Musik

Schattin Schattin feiert mit Kunst und Musik

30 Aussteller haben an der 2. Kunst- und Musikfreude teilgenommen / 2200 Gäste besuchten das Kulturevent

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Die Band „The Mojo Men“, bestehend aus Gitarrist Horst Schulz (l.), Sänger Berthold Bolkart (M.), Bassist Dirk Börngen (r.) und Schlagzeuger Christian Behrendt, sorgte mit Coversongs von CCR, Jimi Hendrix, Eric Clapton oder Deep Purple für Stimmung in Schattin.

Quelle: Fotos: Daniel Heidmann

Schattin. Kurz vor der offiziellen Eröffnung der Schattiner Kunst- und Musikfreude sprangen einige Aussteller hektisch auf. Sie deckten blitzschnell ihre Werke ab. Denn auf den starken Wind folgte am Sonnabend der Schauer. Vor allem Maler mussten ihre Arbeiten deshalb in Sicherheit bringen. Bei der Eröffnungsrede blieb auch Künstler Dietrich Klein auf der Bühne nicht ganz trocken. „Wir hätten uns gern ein anderes Wetter gewünscht. Aber wir haben schon Feste bei viel schlechterem Wetter gefeiert“, trotzte er verbal den Bedingungen. Zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Besucher in das aufgestellte Zirkuszelt geflüchtet. Hier war es trocken. Doch Petrus hatte Erbarmen. Wenige Minuten später war der Schauer vorbei. Danach blieb es weitgehend trocken – für den Rest des Wochenendes.

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30 Aussteller haben an der 2. Kunst- und Musikfreude teilgenommen / 2200 Gäste besuchten das Kulturevent

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Musik und Freude wird bei dieser Veranstaltung auch gelebt.“Erhard Huzel, Bürgermeister Lüdersdorf

30 Aussteller und zehn Bands

30 Aussteller haben am Wochenende an der 2. Schattiner Kunst- und Musikfreude teilgenommen.

10 Musikacts sind an den zwei Tagen auf der Bühne aufgetreten.

2200 Besucher hat der veranstaltende Verein „SchaDuLe“ über die zwei Tage begrüßen können. Das Event gehörte zur landesweiten Aktion „Kunst offen“. Sonst leben in Schattin etwa 100 Einwohner.

„Wir machen das Beste daraus“, meinte auch Kai Diebrock, der ebenfalls in das Zelt geflüchtet war. Er ist Vorsitzender des Vereins „SchaDuLe“, der die Schattiner Kunst- und Musikfreude zum zweiten Mal veranstaltet hat. Über zwei Tage feierte der Ortsteil der Gemeinde Lüdersdorf die Kunst. „Es ist ein bunter Blumenstrauß“, fasste Daniel Charigault, der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, das Programm zusammen. Zu erleben gab es darstellende und bildende Kunst, Kunsthandwerk, Lesungen und Livemusik. 30 Aussteller, darunter Profis und Laien, präsentierten entlang der Hauptstraße ihre Arbeiten.

In der Kunstscheune stellte auch Ulrike Henke ihre Werke aus. Die Lübeckerin war zum ersten Mal in Schattin dabei. Die Teilnahme war über ihre Sitznachbarin bei einem Englischkurs zustande gekommen.

Dabei handelte es sich um die Schwiegermutter von Daniel Charigault. Henke war von dem Event begeistert. „Es ist toll zu sehen, wie sich die Leute hier für die Kunst einsetzen“, erzählte die gebürtige Wienerin. Sie präsentierte auf dem Boden der Scheune vor allem Öl- und Acrylbilder. Darauf ist mehrfach Lübeck als Motiv zu erkennen. Das habe einen einfachen Grund: „Ich liebe Lübeck.“

Ihr gegenüber hatte Linda Waldemer ihre Exponate platziert. Die freischaffende Künstlerin stellte zum zweiten Mal in Schattin aus. „Letztes Jahr war ich schon hier“, erzählte die 72-Jährige, die ebenfalls aus Lübeck kommt. „Das Dorf gibt sich ungemein Mühe. Und die Veranstaltung ermöglicht es, interessante Künstler kennenzulernen und sich mit diesen auszutauschen“, begründete Waldemer ihre erneute Teilnahme. Auch das Publikum, das aus allen Himmelsrichtungen zu diesem Event in den kleinen, rund 100 Einwohner zählenden Ort strömt, sei stets interessiert. „Es ist schon faszinierend, was hier passiert“, fasste Waldemer zusammen.

Auch die Musik hatte in Schattin ihren Platz. Zehn Acts hatten die Organisatoren für das Wochenende auf die Bühne bringen können. Einer davon war „The Mojo Men“, die am frühen Samstagabend mit Blues-Rock für Stimmung sorgten. Für sie ist es ein Heimspiel gewesen. Denn mit dem Bassisten Dirk Börngen ist sogar ein Schattiner unter den Bandmitgliedern. „Die Aufregung ist schon groß“, sagte Börngen vor dem Auftritt. Denn die Band gebe es in dieser Formation erst seit drei Wochen. „Wir haben drei Mal geprobt“, meinte er. Das Quartett präsentierte unter anderem Cover-Songs von Deep Purple, Eric Clapton, CCR, The Doors oder Black Sabbath.

Gespannt war das Publikum auch auf „Mostafa Wanted“. Hinter dem Interpreten steckte ein aus Afghanistan stammender Jugendlicher, der mittlerweile in Lübeck lebt. Er zeigte auf der Bühne sein Rap-Talent – in seiner Muttersprache. Und obwohl ihn vermutlich kaum jemand verstanden hat, erntete der junge Künstler großen Beifall. Mostafa, der seine drei Songs scheinbar unaufgeregt ablieferte, hofft in Zukunft auf Studiozeiten.

Auch Erhard Huzel, Bürgermeister der Gemeinde Lüdersdorf, war von den Live-Auftritten angetan. Er ließ sich das Event in Schattin nicht entgehen. „Das ist ein fester Bestandteil im Kulturkalender“, sagte er. Huzel war wie jedes Jahr begeistert, was die Dorfgemeinschaft auf die Beine gestellt hat. „Der gesamte Ortsteil steht hinter diesem Event. Und Musik und Freude wird hier auch gelebt“, resümierte er.

Der Verein „SchaDuLe“ kann auf zwei gelungene Tage zurückblicken. „Zufriedener Veranstalter, zufriedene Aussteller, zufriedene Besucher“, fasste Vereinschef Kai Diebrock knapp zusammen. Insgesamt seien über das Wochenende rund 2200 Gäste im Ort unterwegs gewesen. Durch die Förderung des Landkreises würden die Veranstalter trotz des Aufwands eine schwarze Null schreiben.

Auch die Aussteller hätten allesamt einen kleinen Umsatz machen können, so Diebrock. Doch dass Geld vielen Künstlern in Schattin nicht das Wichtigste ist, zeigte die Band „The Mojo Men“. Das Quartett spendete seine Aufwandsentschädigung und auch die Hutspende des Publikums an den veranstaltenden Verein. Eine tolle Geste, meinte Diebrock. „Auch der Auftritt war super. Man hatte das Gefühl, dass sie schon lange zusammen spielen.“

Daniel Heidmann

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