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Stadtschüler besuchen Wismarer Faust-Proben in Berlin

Berlin/Wismar Stadtschüler besuchen Wismarer Faust-Proben in Berlin

Ein Tag lang durften Schüler der Großen Stadtschule den Profis bei der Probe in Berlin zugucken. Das Gymnasium macht als Partner der Wismarer Festspiele beim Projekt „Who the Fuck is Faust“ mit.

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Produktionsleiter Andreas Conrad (l.) und Regisseur Holger Mahlich erklären den Wismarer Schülern das Bühnenbild zum Faust.

Quelle: privat

Berlin/Wismar. Ein Tag lang durften Schüler der Großen Stadtschule den Profis bei der Probe in Berlin zugucken. Das Gymnasium macht als Partner der Wismarer Festspiele beim Projekt „Who the Fuck is Faust“ mit. Sie bringen unter anderem ihren eigenen Faust auf die St. Georgenbühne. Aber zurück zu den Profis in Berlin, die ab Anfang Juli auf der St. Georgenbühne in Wismar proben. Die gaben den 38 mitgefahrenen Schülern der Stadtschule aus der Theatergruppe, dem Chor und der Tanzgruppe erste Einblicke in den Probenalltag. Heißt auch, dass Schauspieler Robert Glatzeder mehrmals hintereinander als Valentin – Gretchens Bruder – sterben muss, bis Regisseur Holger Mahlich zufrieden ist. Die Schüler staunten über das intensive Spiel, bei dem es eben nicht nur um den Text geht. Immer wieder unterbricht Mahlich, sagt, was die Schauspieler gut gemacht haben und was sie noch besser machen könnten. Die Rolle des Gretchen spielt Elinor Eidt und erklärt den Schülern, wieso das Spiel intensiver werden sollte. „Es muss ein Jahr vergangen sein, wo Faust sich nicht um Gretchen gekümmert hat, er ist mit Mephisto in der Walpurgisnacht, in einer wüsten Orgie, in der sich Faust verliert“, erklärt er den Jugendlichen. Klar, das hatten sie alle längst im Deutschunterricht, aber mit einem Regisseur darüber zu sprechen ist etwas anderes. Das könnte hängen bleiben, so die Hoffnung der Festspielinitiatoren, die unter dem provokanten Titel „Who the Fuck is Faust“ – wer zum Teufel ist Faust – die Kooperation mit dem künstlerisch ausgerichteten Gymnasium gesucht haben. Sie wollen den klassischen Stoff für die Jugend populärer machen. Die Stadtschulgymnasiasten werden einige Tipps und Anregungen für die eigene Faust-Inszenierung mitnehmen. Am 13. Juli werden sie ihren Faust auf die Bühne bringen - als Vorstellung für die Schüler, Lehrer und Eltern.

Nicole Hollatz

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