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Uferpredigten des Multitalentes Kosegarten im Fokus

Grevesmühlen Uferpredigten des Multitalentes Kosegarten im Fokus

Sankt-Nikolai-Sommergesprächsreihe „Talk im Turm“ widmet sich dem in Grevesmühlen geborenen Schriftstellers und Professors.

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Gudrun Rostek, Peter Loeck und Horst Lederer (v. l.) widmeten sich Kosegarten in einem Vortrag mit Rezitationen.

Quelle: Dana Dolata

Grevesmühlen. Vier Personen waren es, die sich beim vorletzten „Talk im Turm“ in diesem Jahr dem Wirken des in Grevesmühlen geborenen Gotthard Ludwig Kosegarten als Uferprediger, Dichter und Professor widmeten — in der Remise des Turmes der Sankt-Nikolai-Kirche. Es sprachen Horst Lederer und Peter Loeck. Gudrun Rostek trug Gedichte des 1758 geborenen Multitalentes vor und Küsterin Ulrike Flügel spielte Folklore auf der Gitarre.

In den Fokus wurde an diesem Abend das Schaffen von Gotthard Ludwig Kosegarten als Uferprediger gestellt. Auf Rügen wartete das Allround-Talent nicht darauf, dass die Leute zu ihm in die Kirche Altenkirchen kamen, sondern machte sich zu ihnen auf. Gerade die Fischer, die auf die Geschehnisse in der Ostsee angewiesen waren, sich nach ihnen richten mussten, profitierten davon. „Es kam gar nicht selten vor, dass Kosegarten eine seiner normalerweise etwa zwei bis drei Stunden dauernden Predigten abbrach, damit die Fischer wieder fischen konnten“, erklärte Horst Lederer.

Peter Loeck las Auszüge aus einigen Predigten vor. Auch Anschauungsmaterial in Form von Dias und Kopien war vorhanden. So konnten die etwa 15 Zuhörer sehen, wie sie aussah, so eine Uferpredigt. Doch auch die Biografie Kosegartens wurde kurz angerissen, zudem sein Schaffen als Dichter einmal aufgegriffen. Auf dem Kirchen-Areal findet sich eine Tafel, auf der eine Widmung von Goethe zu Kosegarten steht. Und überhaupt hat dieser so einige seiner Zeitgenossen inspiriert. „Caspar David Friedrich und Alexander von Humboldt, so weiß man, kamen nur in die Region, weil Kosegarten diese in Schriften beschrieben hat“, zeigte Peter Loeck auf.

War er bei Zeitgenossen noch überaus bekannt, so ist das Multitalent heute kaum noch geläufig, weswegen es einmal vorgestellt wurde bei „Talk im Turm“.

 

dana

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