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Verwirrung um mehrere Schloss-Websites

Klütz Verwirrung um mehrere Schloss-Websites

Wer Schloss Bothmer bei Google sucht, findet veraltete Seiten. Schweriner Verwaltung arbeitet an einer Lösung.

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Die Saison auf Schloss Bothmer ist eröffnet. Besucher können kommen. Wer sich vorab über das Schloss im Internet informieren will, landet häufig auf veralteten Webseiten.

Quelle: Katharina Ahlers

Klütz. Seit vergangenem Wochenende hat Schloss Bothmer seine Türen wieder für Besucher geöffnet. In der zweiten Saison nach der großen Wiedereröffnung 2015 sind die Restaurierungsarbeiten am Gebäude so gut wie abgeschlossen. An anderer Stelle herrscht dagegen noch Nachholbedarf – beim Internetauftritt.

Gäste, die sich vorab im Netz über Mecklenburgs größte barocke Schlossanlage informieren möchten, landen häufig auf veralteten und inoffiziellen Seiten. Die offizielle Homepage, die von der Abteilung Staatliche Schlösser und Gärten im Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommerns verwaltet wird, ist bei der Suche nur der dritthöchste Treffer. „Das ist nicht die ideale Lösung“, weiß deren Sprecher Jascha Barckhan und sei den Umständen in den zurückliegenden Jahren geschuldet. Eine grundlegende Überarbeitung des Webauftritts sei bereits geplant. Im Zuge dessen soll auch daran gearbeitet werden, bei der Google-Suche eine bessere Resonanz zu erzielen.

Den Spitzenplatz bei einer Google-Anfrage zum Schloss Bothmer nimmt die Seite des ehemaligen Eigentümers Ulf Hartmann ein. Verwunderlich, ging der Barockbau doch bereits im Jahr 2008 in Besitz des Landes über. Dazu kommt, dass Hartmann im Oktober 2012 verstorben ist. Dennoch erscheint seine Seite vielen Internetnutzern als die relevanteste.

Wer den zweiten Treffer bei der Suche anklickt, landet auf der Seite von Christine Mark und Frank Burmeister. Beide führten als Studenten der Hochschule Wismar Forschungen am und ums Schloss durch. 2008 ging die gemeinsame Website online. Sie boten bis 2009 Führungen durch die Anlage an.

„Seit damals ist nichts mehr aktualisiert worden“, erklärt Mark auf Nachfrage. Die 43-Jährige lebt mittlerweile in Nordrhein-Westfalen – ihr Forschungspartner in Berlin. „Ich bekomme immer noch Anrufe und Nachfragen zum Schloss. Ich möchte das Thema gern vom Tisch haben“, sagt sie. Deshalb habe sie auch Bereitschaft signalisiert, die reservierte Internetadresse an das Land abzutreten. „Sie wollten, dass ich sie gratis abgebe. Aber da steckt eine Menge Aufwand und Zeit drin“, erzählt Mark. Sie wartet auf ein Angebot.

Ob die Schloss-Verwaltung in Schwerin Geld ausgeben wird, um den eigenen Auftritt im Internet besser zu platzieren, ist aber fraglich. Fakt ist: In Zukunft plant die Verwaltung eine neue Internetseite, auf der alle Schlösser in Landesbesitz repräsentiert werden. „Wir sind noch vor Projektstart“, sagt Barckhan. Deshalb sei in diesem Jahr nicht mehr damit zu rechnen. Somit geht das Verwirrspiel noch eine Weile weiter.

Von Heidmann, Daniel

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