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Wismarer Studenten planen die Zukunft von Gadebusch

Gadebusch/Wismar Wismarer Studenten planen die Zukunft von Gadebusch

Das Potenzial der Kleinstadt und seine Chancen sind das zentrale Thema einer Arbeit der Hochschule

Gadebusch/Wismar. Nach einem Semester intensiver Arbeit präsentieren Architekturstudenten der Hochschule Wismar ihre städtebaulichen Entwürfe und Ergebnisse für die rund 5500 Einwohner zählende Kleinstadt Gadebusch. Die Konzepte werden in der Zeit vom 1. bis zum 20. April im Foyer des Gadebuscher Rathauses zu sehen sein. Die Eröffnung der umfangreichen Ausstellung ist am Freitag um 18 Uhr. Unter dem Titel „Gadebusch - Kleinstadt ganz Groß. 30 min zur Arbeit. 5 min zum See.“ hatten sieben Studenten des Bachelor- und des Master-Studienganges Architektur nach gründlicher Analyse Stärken sowie Schwächen zu erkennen und aufzuzeigen. Daraus wurden mögliche Bedarfe für die Entwicklung des Ortes ermittelt, Potenziale herausgearbeitet und entsprechende Leitbilder und Entwicklungsstrategien für Gadebusch entwickelt, die nun auch zur öffentlichen Diskussion gestellt werden.

Gadebusch als typisches Beispiel einer Kleinstadt im ländlichen Raum Mecklenburgs ist auch Teil einer Forschungsarbeit unter der Leitung von Professorin Andrea Gaube zum Thema ländlicher Raum im Rahmen des Projekts „Garten der Metropolen“.

„Ein Gegenbild zur schrumpfenden, alternden Kommune ohne Perspektive zu zeichnen, ist ebenso Ziel des Projekts wie die Dokumentation der Qualitäten im peripheren Raum der Metropole Hamburg“, betont Professorin Gaube. Sie betreut im aktuellen Gadebuscher Projekt dreizehn Studenten, darunter drei aus der vorherigen Projektgruppe, die Entwürfe zum Schlossbergareal entwickeln. Gadebusch als ehemalige Kreisstadt hatte nach der ersten Kreisstrukturreform 1994 seinen Status verloren, in den Jahren danach zogen das Amtsgericht und die Kreisverwaltung aus der Stadt weg. Viele Jahre litt die Stadt unter diesem Aderlass. Inzwischen besinnt sich Gadebusch wieder auf seinen wahren Werte, der privat sanierte Bahnhof ist eines der positiven Beispiele für die aktuelle Entwicklung.

OZ

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