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Kurs Boltenhagen: Regatta in der Wohlenberger Wiek

Boltenhagen Kurs Boltenhagen: Regatta in der Wohlenberger Wiek

Am Sonnabend fand die 26. Regatta des Segelsportclubs Boltenhagen statt / Gastgeber mit Pech im ersten Rennen

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Schwierige Bedingungen herrschten in der Wohlenberger Wiek am Wochenende für die Besatzungen der Kutter.

Boltenhagen. Windstärke 4 auf der Ostsee vor der Weißen Wiek in Boltenhagen. Das bedeutet 11 bis 15 Knoten, ideal für die Segelregatta, die der Wassersport- und Segelclub Boltenhagen zum 26. Mal für Kutter der Klasse ZK 10 passend ausrichtet. Die Mannschaft muss aus mindestens sechs Leuten, Frauen wie Männer, bestehen. Fünf Wettfahrten über jeweils eine Stunde standen auf dem Programm. Was sich von Land aus nur schwer beobachten ließ, war vom Startboot, der Barkasse „Ragna“, gut sichtbar. Denn schon in der ersten Wettfahrt schlug der amtierende Landesmeister, die „Cutty Sark“ aus Waren/Müritz, den amtierenden Deutschen Meister, das Boot „Teamwork“ aus Teterow. Die Warener gewannen vor dem zweitplatzierten Boot, der „Santa Fee“ aus Anklam.

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Am Sonnabend fand die 26. Regatta des Segelsportclubs Boltenhagen statt / Gastgeber mit Pech im ersten Rennen

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„Das war ziemlich schlau. Die Cutty Sark ist dichter am Ufer gesegelt und hat damit nicht so viele Wellen von vorne gehabt“, so Wettfahrtleiter Thorsten Schliecker, der seit vielen Jahren dem Segelsport in Grevesmühlen und Boltenhagen verbunden ist. Denn der Deutsche Meister hatte schon kurz nach dem Start mehrere Hundert Meter Vorsprung, musste dann aber noch die „Santa Fee“ aus Anklam vorbeisegeln lassen, da man sich einfach für die falsche Linie des Dreieckskurses entschieden hatte. „Das wird ihm sicher nicht noch mal passieren“, erklärte Schliecker, der den Boltenhagener Verein mit der Wende aus der Taufe hob und genauso lange schon Wettfahrten um die Deutsche Meisterschaft in dieser Klasse organisiert. Doch weit gefehlt. Der Deutsche Meister kam in Boltenhagen nicht zurecht und musste sich am Ende mit dem dritten Gesamtplatz zufriedengeben. „Am Ende gewann die Santa Fee im letzten Rennen mit nur einer Bootslänge Vorsprung auf die Cutty Sark den entscheidenden Lauf und damit die Wettfahrt“, sagte Thorsten Schliecker.

Hilfe bekam der 56-jährige während des Tages auch von Erhard Schellschmidt. Der 63-Jährige ist Pensionär, ausgebildeter Wasserschutzpolizist und Besitzer der „Ragna“, einer Motorbarkasse.

Seit sie 2011 wieder zu Wasser gelassen wurde, hilft Schellschmidt wo immer er kann, wenn es um „seine Ostsee“ vor Boltenhagen geht. Derzeit ist Schellschmidt ehrenamtlicher Hafenmeister und täglich von früh bis spät in Boltenhagen unterwegs. Die „Ragna“ hatte Bojen und Tröten an Bord, um sowohl für die Markierung der Strecke als auch für die Startsignale zu sorgen.

Und die sind für Außenstehende schwer zu deuten. Die erste Sirene von Bord der „Ragna“ bedeutet: Fünf Minuten noch bis zum Start zusammen mit der Fahne in gelb-schwarz. Ähnlich passiert es auch eine Minuten vor dem Start und zum Beginn jeder Wettfahrt, schließlich müssen auch die etliche Meter entfernt wartenden Boote das akustische Signal hören. Dann geht es sofort los und jeder Steuermann wählt seinen ganz eigenen Kurs, um die nächste Boje so schnell wie möglich zu erreichen.

Lange Zeit führte der amtierende Deutsche Meister, die „Teamwork“ aus Teterow das Feld an. Erst mit der vorletzten Wende stellte sich heraus, das der gewählte Kurs der ungünstigste war. Der amtierende Landesmeister, die „Cutty Sark“ aus Waren/Müritz und ein zweites Boot zogen mühelos vorbei und überfuhren als Erste die Ziellinie zwischen der orangen Boje und der „Ragna“.

Thorsten Schliecker zeigte sich zufrieden mit dem Auftakt der Regatta und der Tatsache, dass das Wetter lange ohne Regen und mit genau dem richtigen Wind blieb. „Sechs Wettfahrten sind schon eine ganze Menge, zwischendurch kam das Brötchenboot vorbei und brachte etwas zu Essen, denn nur, wer immer konzentriert fährt, hat eine echte Chance auf den Sieg.“

Pech und nichts mit dem Ausgang dieses dritten von insgesamt zehn Wettkampftagen hatte die bis dahin auf Platz sieben liegende „Kreihnsdörp“, das einzige Boot des Gastgebers. Denn die mussten bereits ein Mannschaftsmitglied während der ersten Wettfahrt auf der „Ragna“ abgeben, nachdem bei einem Wendemanöver der Rücken eines Crewmitglieds nicht mehr mitmachte. „Das passiert leider immer wieder.

Der Wind ist kräftig und dann kann es schon mal schiefgehen“, so Thorsten Schliecker.

Der Kutter ZK 10

Der ZK10 ist ein Kutter der ehemaligen Gesellschaft für Sport und Technik (GST), Sektion Seesport. Über 300 Boote wurden in der Yachtwerft Berlin und der Rechliner Schiffswerft gefertigt, anfangs aus Holz, später auch aus GFK. Die Kutter werden gerudert oder gesegelt.

Der ZK10 ist ein offenes Schwertboot mit Spiegelheck. Er ist 7,50 m lang und 2,15 m breit. Beim Rudern kann er mit zehn Riemen vorangetrieben werden. Zum Segeln verfügt er über ein Ketschrigg. Die Gesamthöhe der Takelage bis Gaffeltopp beträgt sieben Meter. Die Besegelung des Kutters besteht aus der Fock und dem Groß- und Besansegel. Die Gesamtsegelfläche am Wind beträgt knapp 23 Quadratmeter.

Der ZK10 kann auch mit Spinnaker gesegelt werden.

Heute wird der Kutter meist von Jugendlichen im Rahmen der Jugendarbeit in Segelvereinen genutzt. In Grevesmühlen waren die Kutter viele Jahren auf dem Vielbecker See unterwegs. Das Bootshaus wurde kurz nach der Wende abgerissen, die Sektion Seesport aufgelöst und in Boltenhagen teilweise neu gegründet.

Maik Freitag

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