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Grevesmühlen Lektüre aus der Heimat
Mecklenburg Grevesmühlen Lektüre aus der Heimat
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00:05 12.12.2017
Gemeinsam den Teich entdecken: Britta und Horst Matthies laden dazu ein. Quelle: Foto: Nicole Hollatz
Wismar/Grevesmühlen

Die „Tümpelkinder“ von Britta und Horst Matthies aus Hohen Viecheln sind das bisher größte Kinderbuch des Künstlerpaares. Mit liebevollen Zeichnungen und Texten wird der Teichtierpark lebendig. „Das Kinderbuch ist eigentlich schon ganz alt“, erzählt Grafikerin und Künstlerin Britta Matthies. Als die eigenen Kinder klein waren, gab es hinterm Haus einen Tümpel, an dem die Familie beobachtete, wie Flora und Fauna sich übers Jahr veränderten. Die Idee des Kinderbuchs entstand. Der Entwurf war fertig, ein Kinderbuchverlag gefunden.

Es gibt wohl kaum einen Ort, an dem die Qual der Wahl so groß ist wie in einem Buchladen. Die OZ hilft ein wenig beim Suchen. Wir stellen heute Autoren vor, die in unserer Region leben und arbeiten.

„Dann kam die Wende. Das Buch wurde gedruckt und war schnell vergriffen“, berichtet Britta Matthies. Nachfragen, gerade aus Kindergärten und Grundschulen, gab es immer wieder. Britta Matthies ist oft in den Kindergärten der Region zu Gast und lädt die Kinder dort zu den Entdeckungsreisen an den Tümpel ein. „Tilo hat einen eigenen Tierpark, seinen Tümpeltierpark. Das ist ein Teich, gleich hinter dem Dorf in den Wiesen. Dort gibt es keinen Zaun und keine eisernen Gitter, denn alle Tiere finden sich von selbst in diesem Tierpark ein“, beginnt das Buch. Immer mit Blick auf das Wasser, ins Schilf und unter Wasser beschreibt Horst Matthies, was Tilo je nach Jahreszeit sieht und worüber er staunt – kindgerecht und schön zum Vorlesen. Dazu die Illustrationen, in denen Eltern und Kinder ab fünf Jahren gemeinsam die Tiere entdecken können. Das Buch gibt es im gut sortierten Buchhandel, es wurde nun im Eigenverlag neu aufgelegt. Direkt beim Künstlerpaar können drei weitere, kleinere Kinderbücher erstanden werden. „Für das erste Enkelkind entstand das Buch ,Vom Löwen, der nicht brüllen konnte', weil er so schüchtern war.“ Eine zauberhafte Geschichte über verschiedene Löwen und Menschen. „Hör mal, was ich weiß“, ist das Büchlein für das zweite Enkelkind überschrieben. Reime und Zeichnungen zum zusammen Lachen! „Weil es so sehr Quatschgeschichten mochte! Und für das sehr aktive dritte Enkelkind entstand das Buch ,Opa hat Rücken'“, erzählt Britta Matthies. Das vierte Enkelkind wird bald ein Jahr alt, die Idee für ein Buch gibt es bereits. Die kleinen Bücher können nur direkt über horst.matthies@gmx.net bestellt werden.

Petra Block aus Wismar schreibt seit Jahren Bücher mit Wismarbezug. Auch Kinderbücher sind dabei, die derzeit allerdings nur als E-Books digital erhältlich sind – die Druckexemplare sind vergriffen. Aber die Autorin arbeitet ab kommendem Jahr mit einem Rostocker Verlag zusammen und hofft auf Neuauflagen. Beispielsweise vom liebevoll illustrierten Buch „Die Drachenhand von St.

Georgen“, die Zeichnungen stammen von Verena Wustrow. In St. Georgen finden Archäologen 1995 ein paar „nicht menschliche Knochen“ und eine Schriftrolle in einem Pfeiler. „Mein Name ist Egidius Laurentin Kappelmann. Ich bin meines Zeichens Pastor zu Sankt Georgen in Wismaria und schreibe hier nieder, was sich im Jahre des Herrn 1295 zugetragen hat", entführt die Schriftrolle die Leser ins mittelalterliche Wismar. Es geht, so viel darf verraten werden, um den Kampf gegen einen Drachen, der die Stadt im Mittelalter bedrohte. Von der Vergangenheit in die Zukunft: zusammen mit dem damals 12 Jahre alten Co-Autor Ingolf Holst hat sie über Wismar in der Zukunft geschrieben. Die Kids reisen mit ihren Lesern ins Wismar des Jahres 2094. Am Marienkirchplatz steht ein Glasbau mit Hologrammen. Und es gibt öffentliche Hundetoiletten! Dafür gibt es Karstadt als Warenhaus nicht mehr, das Haus ist ein Haus für Kinder. „Emma Regenwasser“ und „Das kleine Backsteinmonster und seine Freunde“ sind weitere Kinderbücher von Petra Block, die es nur noch digital unter www.neobooks.com gibt.

Astrid Gavini aus Westhofen (Rheinland-Pfalz) hat ihrer „Herzenswahlheimat Wismar“ schon einige Bücher und Malereien gewidmet. Ihr Kinderbuch „Die Mistelmaus von Sankt Marien“ ist gerade im Oktober erschienen. „Die Idee kam ganz spontan, ich schreibe sonst ja an meiner eher blutrünstigen Reihe zur Wismargeschichte und brauchte Ablenkung“, erzählt die Autorin. Zur Ablenkung entstanden Skizzen und Bilder – mit Wismar drauf. Aus den Skizzen entstand innerhalb eines Jahres das Buch über Papa Maus, der mit seinen Kindern die große fremdartige Nussschale betritt und ganz aus Versehen damit losfährt. Und Mama Maus? Die sucht vom höchsten Wismarer Punkt aus das Meer ab und erlebt dabei den Bau einer mächtigen Kirche mit.

Nicole Hollatz

Und wieder kommen wir unserem Ziel, einem Transporter für Grevesmühlens Kinder und Jugendliche, ein großes Stück näher.

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