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Grevesmühlen „Licht am Horizont“ kümmert sich um die Schwächsten
Mecklenburg Grevesmühlen „Licht am Horizont“ kümmert sich um die Schwächsten
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00:00 07.02.2017
Norbert Gelhart leitet den Verein „Licht am Horizont“: „Ohne die Unterstützung der Mitglieder könnte ich das alles aber nicht leisten.“ Quelle: Foto: Carolin Riemer

Fast jeder Mensch liebt Kinder. Aber Norbert Gelhart engagiert sich auch für sie. Im Januar 2009 gründete der 77-Jährige den Verein „Licht am Horizont“. Eine Initiative, die sich um Kinder und Jugendliche kümmert, die in einer schwierigen Lebensphase stecken. Die Idee, sich ehrenamtlich um die Schwächsten der Gesellschaft zu kümmern, stammt von Norbert Gelharts mittlerweile verstorbener Frau Waldtraut.

„Sie hatte eine unglaublich liebevolle Art, mit Kindern umzugehen“, sagt der Wismarer. Mit 14 Mitgliedern startete der Verein damals. Heute zählen 52 zu ihm. Sie sind zwischen 30 und 77 Jahre alt.

Die meisten stehen noch im Berufsleben und nehmen sich trotzdem Zeit, unentgeltlich für die Kinder da zu sein. Die Ehrenamtler organisieren Ausflüge, Segeltörns und Spiel- und Bastelnachmittage. Eben vieles, was Kinderherzen erfreut. Zwischen 12 000 und 15 000 Euro lässt sich „Licht am Horizont“ die Veranstaltungen jährlich kosten. Geld, das Norbert Gelhart und seine Ehrenamts-Kollegen von Spendern erhalten. „Wir gehen Klinken putzen“, sagt er lächelnd. Jeder Cent wird für die Kinder ausgegeben. Gebühren, die durch die Verwaltung anfallen, zahlen die Mitglieder durch ihre Mitgliedsbeiträge. Zu Beginn kümmerte sich der Verein um 132 Kinder. Doch die Zahl wuchs sehr schnell. Vor drei Jahren organisierten sie 44 Veranstaltungen für 1442 Kinder. Im vergangenen Jahr waren es bereits 2300 Kinder und mehr als 70 Erlebnisse. Die Ehrenamtlichen arbeiten mit 14 karitativen Einrichtungen zusammen. „Licht am Horizont“ achtet darauf, dass die Kinder während der Aktionen nicht nur Spaß haben, sondern auch etwas lernen. Naturschutz, Exkursionen zu bedeutenden Museen und die Förderung von Talenten hat sich der Verein auf die Fahne geschrieben. Für kranke Kinder organisiert er gemeinsam mit der Deutschen Kindheitsstiftung zehntägige Camps auf Mallorca und Zypern. Ein lachendes Kindergesicht ist wohl das Schönste, das sich Norbert Gelhart vorstellen kann. „Ich habe meiner Frau auf dem Sterbebett versprochen, dass ich unseren Verein, solange ich die Kraft habe, weiter führe. Und mein Versprechen halte ich“, erklärt Norbert Gelhart, der selbst Vater, Opa und Uropa ist.

Die Ehrenamts-Messe am 4. und 5. März

Die Ehrenamts-Messe findet am Wochenende, 4./ 5. März, jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Halle 01 auf der Hanse Schau, Bürgerpark Wismar, Am Festplatz, statt. Vereine, Organisationen und Initiativen erhalten die Gelgenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen und in persönlichen Gesprächen neue ehrenamtlich Tätige zu gewinnen. Gerade kleineren Organisationen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich zu präsentieren und so ihren Bekanntheitsgrad zu steigern. Auch die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den landesweiten, regionalen und örtlichen Initiativen steht im Fokus.

Carolin Riemer

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