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Grevesmühlen Mädels machen Stippvisite bei Wire Belt
Mecklenburg Grevesmühlen Mädels machen Stippvisite bei Wire Belt
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15:42 26.04.2018
Lassen sich von Produktionsleiter Roland Arndt in das 3 D-Programm einführen: Sonja Boye (l.) und Fiona Bergmann. Quelle: Franke Jana
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Selmsdorf

Sind Frauen den Anforderungen in einem typischen Männerberuf nicht gewachsen? Davon wollten sich am Donnerstag Sonja Boye (13) und Fiona Bergmann (13) vom Schönberger Gymnasium überzeugen. Sie nutzten den Girls'Day, um einmal bei Wire Belt in Selmsdorf (Nordwestmecklenburg) - der weltweit führende Hersteller von offen-maschigen Förderbändern aus Edelstahl - reinzuschnuppern. Dort sind von insgesamt 40 Mitarbeitern in der Verwaltung und in der Produktion 17 weiblich. Von einem reinen Männerunternehmen kann also nicht gesprochen werden. Dafür sorgen aber auch Produktionsleiter Roland Arndt und Stella Jerabek vom Personalmarketing. Sie entscheiden bei der Einstellung von Mitarbeitern nach ihrem Bauchgefühl und nicht nach dem Geschlecht ihres Gegenüber. Ein gutes Bauchgefühl hatten sie auch bei Fiona Bergmann und Sonja Boye. Sie durften sogar mit anpacken.

Ihre erste Station war der Computer. Mit einem 3 D-Programm zeichneten sie gemeinsam mit Roland Arndt ein Bauteil für eine Fertigungsmaschine, die für die Herstellung von Förderbändern benötigt wird. Der Berufszweig Maschinenbauingenieur und -techniker im Unternehmen sei in der Tat eine Männerdomäne bei Wire Belt, meint Arndt. Nur in der amerikanischen Schwesterfirma würde es eine Dame geben, die sich an die Zeichnungen wagt.

Fiona und Sonja jedenfalls hatten Spaß dabei. Erst recht, weil ihre Zeichnung später sogar in die Tat umgesetzt wurde. Mit Schutzbrille und Arbeitsschuhen bewaffnet, machten sie mit Werkzeugmacher Henrik Henning die Zerspanungsmaschine unsicher. Was sie später einmal werden wollen, das wissen die beiden Mädels noch nicht. Aber sie glauben schon, dass es die typischen Frauen- und Männerberufe gibt. „Manchmal erkennt man das schon im Namen. Seemann fällt mir spontan ein“, sagt Sonja Boye lächelnd. Sie glaubt auch, dass Unternehmen manchmal eher auf Männer zurückgreifen in dem Vorurteil, dass Frauen die Arbeit nicht schaffen. „Wichtig ist, dass die Prozesse im Betrieb laufen. Und wenn eine Frau qualifizierter ist als ein Mann, dann sollte sie auch eingestellt werden“, meint Roland Arndt.

OZ

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