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Grevesmühlen Martensmann und sein Gefolge zogen durch Schönberg
Mecklenburg Grevesmühlen Martensmann und sein Gefolge zogen durch Schönberg
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01:18 07.11.2016
Konnten sich über einen gelungenen Empfang in Schönberg freuen: Bürgermeister Lutz Götze, Stefan Pagel als Martensmann, Organisator Matthias Aurich und die Lübecker Nachtwächterin (v.l.). Quelle: Steffen Oldörp

Strahlende Kinderaugen und klatschende Erwachsene: Der Besuch des Martensmannes aus Lübeck lockte am Sonnabend zahlreiche Einwohner auf den Schönberger Kirchplatz. Um 12:30 Uhr setzte sich der Mann mit rotem Mantel und weißer Perücke neben Schönbergs Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion) in eine Kutsche. Vom Kinoplatz aus ging es ins Zentrum der Stadt. Hinter der Kutsche marschierten SPD-Landrätin Kerstin Weiss, Amtsvorsteher Frank Lenschow, Ratzeburgs Bürgermeister Rainer Voß, die Lübecker Nachtwächterin und Mitglieder der Schönberger Schützen, der Späldäl, des Carnevalsvereins und des DRK-Ortsvereins.

Der Bote aus Lübeck ist am Sonnabend in der Stadt empfangen worden / Er schenkte Kindern Marzipan und Erwachsenen einen edlen Tropfen, ehe er nach Rehna weiterzog

„Den Umzug haben in diesem Jahr mehr Leute mitgemacht als in den vergangenen Jahren“, freute sich Organisator Matthias Aurich. Musikalisch begleitet wurde der Tross vom Fanfarenzug aus Lüdersdorf.

Auf dem Marktplatz winkten große und kleine Einwohner dem Martensmann und seinem Gefolge zu. Bei der Ankunft auf dem Kirchplatz applaudierten sie dem Lübecker Boten. Es herrschte ausgelassene Stimmung trotz des regnerischen Wetters.

Der Martensmann bedankte sich für den tollen Empfang und warf den Kindern Lübecker Marzipan und andere Süßigkeiten zu. Für die erwachsenen Gäste hatte er ein Fass Lübecker Rotspon mit dabei. Kerstin Weiss, Lutz Götze, Frank Lenschow, Rainer Voß und der Martensmann kosteten als erste: „Er riecht gut“, sagt Götze. Und das Urteil des Martensmannes: „Er wird jedes Jahr besser. Mmhh Sehr lecker.“

Anschließend schenkten Cornelia Liß und Katharina Borchardt den edlen Tropfen in historischen Trachten an die Besucher aus. „Solche Feste sind sehr wichtig. Es ist ja ein Brauchtum. Und Schönberg erfüllt es immer wieder mit neuem Leben, macht das sehr gut“, sagte Kerstin Weiss, die von einem „urigen Fest“ sprach.

Der Martensmann, der im wahren Leben Stefan Pagel heißt, schlüpfte zum dritten Mal in das rote Kostüm. „Ich freue mich immer sehr auf das Fest. Es macht sehr viel Spaß. Vor allem, wenn man so schön empfangen wird. Die Herzlichkeit der Leute ist wirklich toll“, sagte Pagel. Moderator Reinhard Zillmer sprach von einem „ganz tollen Tag, um sich mit Freunden zu treffen.“ Auch Stadtmitarbeiter Matthias Aurich war sichtlich zufrieden: „Das Wetter hat genau zur richtigen Zeit eingelenkt. Der Regen hat zum Glück aufgehört.“ Stadtvertreter Michael Heinze (Die Linke) nannte das Martensmannfest eine tolle Abwechslung in der dunklen Jahreszeit. „Es ist immer eine schöne Gelegenheit, in kleinem aber feinen Rahmen zu feiern.“

Im Katharinenhaus gab es ein Kuchenbuffet. Auf dem Kirchplatz war die Stadtjugendpflege mit einem Waffelstand vertreten, die Kirchgemeinde bot Wolle an, die zwölfte Klasse des Ernst-Barlach-Gymnasiums schenkte Glühwein aus. Uwe Becker backte Waffeln am Stiel, „die mittlerweile ein Hit geworden sind in Schönberg“, so Matthias Aurich. Die Buchhandlung Hempel hatte am Abend zuvor über mehrere Stunden die Bücher eingeschweißt, damit sie beim Martensmannfest trotz Regens angeboten werden konnten. „Alle Achtung dafür“, lobte Aurich das Engagement. Auch die Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes und der Angel- und Karnevalsverein der Stadt präsentierten sich auf dem Kirchplatz. Für beste musikalische Unterhaltung auf dem Kirchplatz sorgte zunächst der Fanfarenzug mit einem Platzkonzert, später dann auch die Musikgruppe „Reuters Fritzen“.

Nach etwas mehr als einer Stunde verließ der Martensmann Schönberg in Richtung Rehna. Hier warteten am Samstagabend mehrere hundert Gäste am Deutschen Haus auf den Besuch des besonderen Gastes aus Lübeck und feierten bis tief in die Nacht im Klosterhof.

Steffen Oldörp

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