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Grevesmühlen Mecklenburger beim Dresden-Marathon
Mecklenburg Grevesmühlen Mecklenburger beim Dresden-Marathon
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00:00 25.10.2017
Sebastian Baum (l.) und Peter Holdt waren die beiden schnellsten Wismarer Marathonläufer. Quelle: Foto: Privat

Die roten Shirts mit der Aufschrift „Wismar läuft“ waren ein Hingucker und sorgten beim 19. Piepenbrock-Marathon in Dresden für Gesprächsstoff. „Schon wieder ein Wismarer“, „Da habe ich im Sommer Urlaub gemacht“ oder „Ihr müsst wohl mit einem Bus gekommen sein“ waren Kommentare von Zuschauern und vom Moderator.

Nach dem Köln-Marathon und Spendenlauf fallen die Norddeutschen in Sachsen auf

34 Kinder und Erwachsene hatten sich mit Bus und Autos auf den Weg nach Dresden gemacht. Sie liefen insgesamt 633 Kilometer über zehn Kilometer sowie 21 (Halbmarathon) und 42 (Marathon) Kilometer.

Schnellster Wismarer über die Marathon-Distanz war Sebastian Baum. Nach drei Stunden, 33 Minuten und sieben Sekunden war der Mann von der Wismarer Berufsfeuerwehr im Ziel. Und das bei seinem ersten Marathon überhaupt. „Ich bin super stolz auf diese Wahnsinnszeit“, so der 36-Jährige, der weiter sagt: „Um mich herum hatte ich tolle Leute, die sich gegenseitig gepusht und Respekt gezollt haben.

Das nenne ich Sportgeist pur.“

Nach einer kurzen Nacht war Baumi, so sein Spitzname, am Montag schon wieder bei einer Vorlesung an der Hochschule Wismar, wo er parallel zum Job ein Studium begonnen hat. Sein nächster Plan?

„Erstmal erholen, und im nächsten Jahr mit der Gruppe „Wismar läuft“ die 3:30 knacken.“

Auch Peter Holdt (3:41:24 h) lief ein famoses Rennen und krönte ein für ihn sensationelles Sportjahr, das mit seinem privat organisierten Ferruman in Anlehnung an einen Ironman im Sommer den Höhepunkt hatte. René Juhnke und Lars Reimer kamen nach etwas mehr als vier Stunden ins Ziel. Kathrin Hoffmann wagte sich diesmal als einzige Frau im Team an den langen Kanten und kam nach 4:07:53 Stunden mit ihrem Mann ins Ziel. „Wir wollten ankommen und unter viereinhalb Stunden bleiben. Dass es so gut läuft, hätten wir nicht gedacht, allerdings mussten wir uns ab Kilometer 30 ganz schön quälen, weil die Gelenke anfingen zu schmerzen“, so Kathrin Hoffmann.

Ein Ausrufezeichen über die Halbmarathon-Distanz setzte Silke Ohlerich. Mit 1:46:04 Stunden war die 49-Jährige siebtschellste Frau in ihrer Altersklasse. Andreas Schäfer, vor einigen Jahren Sport-Oscar-Gewinner in Wismar, legte die Strecke in 1:37:30 Stunden zurück. Der frühere Turmspringer und Bundestagsabgeordnete Frank Junge ließ es mit 2:08:48 Stunden etwas ruhiger angehen. Für 2018 hat er sich etwas Sportliches vorgenommen, das er mit seiner Frau Ute angehen, aber noch nicht preisgeben möchte.

Unter den insgesamt 7400 Startern in Dresden war auch Holger Voss. Der Wismarer absolvierte die zehn Kilometer, ehe er sich ans Lenkrad setzte und die Wismarer nach Hause fuhr - auch eine Art Marathon.

Der Lauf in Dresden geht zurück auf eine Wette bei der Sportgala 2015. Im Ergebnis gründete sich die Gruppe „Wismar läuft“ und Anker-Stadionsprecher Andreas Knothe lief im Oktober 2016 in Köln seinen ersten Halbmarathon. Das hatte dem Nicht-Läufer kaum jemand zugetraut. Im Dezember letzten Jahres folgte ein Spendenlauf zugunsten der OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“. Jetzt also Dresden.

Was 2018 folgt? „Wir gucken uns den Laufkalender an und werden uns ein neues Ziel suchen“, blickt Ute Junge voraus.

Heiko Hoffmann

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