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Mensch und Hund werden zum Wasserrettungsteam

Grevesmühlen Mensch und Hund werden zum Wasserrettungsteam

Im Freibad am Ploggensee in Grevesmühlen haben die Teamretter am Sonnabend und Sonntag ihr Prüfungswochenende absolviert / Veranstalter zufrieden mit erster Austragung

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Eingespieltes Team: Stefan Paus (r.) und Hündin Felana springen bei der Rettungsprüfung fast synchron in den Ploggensee. Sie lieferten die zweitbeste Leistung ab.

Quelle: Fotos: Daniel Heidmann

Grevesmühlen. Ein junges Mädchen winkt im Ploggensee wild mit den Armen. „Hilfe!“, schreit sie laut. Das ist das Signal für Stefan Paus und seine Hündin Felana. Beide machen fast synchron einen Satz vom Schlauchboot und tauchen ins Wasser ein. Wenige Augenblicke später kommen sie beim Mädchen an, das zu ertrinken droht. Während Stefan Paus die Person beruhigt und über Wasser hält, zieht Hündin Felana beide zurück zum Boot. So soll es sein – Prüfungsaufgabe tadellos gemeistert.

Felana hat das super gemacht.“Stefan Paus zur Leistung seiner Hündin

„Das hast du ganz toll gemacht“, lobte der Halter seine fünf Jahre alte Hündin, die zur Rasse der Landseer gehört. Beide hatten gerade die letzte von fünf Stationen beim Teamarbeitsdiplom hinter sich gebracht. Vier Halter-Hund-Duos waren dazu am Samstagnachmittag im Freibad am Ploggensee angetreten. Es war ein Teil des Teamretter-Prüfungswochenendes in Grevesmühlen. Organisiert wurde die Veranstaltung von der DRK-Wasserwacht und dem Hundesportverein. „Wir wurden von den Jugendfeuerwehren Klütz und Grevesmühlen, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und der Wasserwacht Schönberg unterstützt“, betont Peter Szibor, der bei der Grevesmühlener Wasserwacht als Ausbildungswart für Teamrettung verantwortlich ist und am Wochenende als Bootsfahrer im Einsatz war.

Beim Teamarbeitsdiplom am Sonnabend mussten sich die Hunde bei warmen Temperaturen sowohl an Land als auch im Wasser gehorsam verhalten. Die Vierbeiner durften sich dabei auch nicht von umherfliegenden Bällen oder Geräuschen ablenken lassen. Im Wasser stand zudem ein Distanzschwimmen über 200 Meter an, das die Hunde alleine absolvierten, ehe Mensch und Tier zu gemeinsamen Rettungsprüfungen starteten – einmal vom Steg und einmal vom Boot aus.

Das Ergebnis von Stefan Paus und seiner Felana konnte sich sehen lassen. „240 von 250 möglichen Punkten“, verkündete Prüfer Christian Diedrichs. Bis auf Kleinigkeiten hatte er nichts zu beanstanden.

„Der Hund war stets unter Kontrolle, hatte einen ruhigen Schwimmstil“, bewertete der Experte des Deutschen Verbands der Gebrauchshundsportvereine. Weil Diedrichs einer von nur fünf Leistungsrichtern in ganz Deutschland ist, reiste er extra aus Duisburg (Nordrhein-Westfalen) nach Grevesmühlen an. Die Prüfungen haben zum ersten Mal überhaupt in Mecklenburg-Vorpommern stattgefunden.

Ein erstes Mal war es auch für Paus und seine Helferin auf vier Pfoten. Zuvor hatten sie noch an keiner Prüfung im Wasserrettungsbereich teilgenommen. „Dafür war das sehr gut. Felana hat das super gemacht. Ich bin sehr zufrieden“, resümierte er. Zwar wären beide etwas aufgeregt gewesen, doch letztlich meisterte das Duo aus Bad Kleinen sogar die extra Herausforderung, als erstes Team an den Start zu gehen. „Ich finde, das war ein Vorteil“, meinte Paus. Nach den Anstrengungen schauten sich Hund und Halter an, was die anderen Teams ablieferten. Am Ende reichte es zu Platz zwei.

Denn eine noch bessere Leistung lieferte Kathrin Anders mit ihrer Hündin Luna ab. Sie kamen auf 246 Punkte. „Es steckt viel Arbeit dahinter, es macht aber auch Spaß. Jetzt sind Luna und ich erst einmal platt“, sagte Anders nach dem langen Wochenende.

Mitorganisator Peter Szibor war mit dem Verlauf sehr zufrieden. „Es hat alles super geklappt. Auch das Wetter hat gut mitgespielt. Was mich besonders freut: Alle Mitglieder unserer Wasserwacht haben das Teamarbeitsdiplom mit ,vorzüglich’ abgeschlossen.“

Daniel Heidmann

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