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Menschenkette: Gemeinsam für „Herz statt Hetze“

Wismar Menschenkette: Gemeinsam für „Herz statt Hetze“

Aus den ersten 40 Menschen wurden bei der Aktion „Herz statt Hetze“ innerhalb weniger Minuten 400, die am Sonnabend gegen Mittag Hand in Hand und mit einem vierhundertfachen ...

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Eine Menschenkette in der Kreisstadt soll ein Zeichen setzen: gemeinsam für ein menschliches Miteinander, gemeinsam gegen Hetze.

Quelle: Nicole Hollatz

Wismar. Aus den ersten 40 Menschen wurden bei der Aktion „Herz statt Hetze“ innerhalb weniger Minuten 400, die am Sonnabend gegen Mittag Hand in Hand und mit einem vierhundertfachen Lächeln im Gesicht eine Menschenkette bildeten. Hellhäutige neben Dunkelhäutigen, Männer neben Frauen, Kinder neben Alten, langhaarige Freidenker neben dem Geschäftsmann im Anzug, Wismarer neben Touristen neben Flüchtlingen und Zugezogenen.

Von der Heilig-Geist-Kirche bis zur Rathausrückseite standen die Menschen so dicht an dicht. Dazwischen bunte Regenschirme, viele der blau-weißen „Wismar für alle“-Aufkleber auf der Jacke, den Transparenten und ein großes Willkommensplakat in allen möglichen Sprachen. Dazwischen Gespräche, viele Möglichkeiten zum gemeinsamen Lachen, nette Begegnungen mit Freunden, Kollegen und (noch) Unbekannten, etwas Musik oder der Versuch, mit geklatschten Rhythmen die kalten Hände zu erwärmen. Auch Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) stand zwischen den Menschen.

„Was ist das denn hier?“, fragte so manch ein Passant beim Einkaufsbummel. „Herz statt Hetze“, war die kurze Erklärung, die oftmals reichte, um zwei Hände und einen Menschen mehr in der Kette zu haben. „Ich möchte, dass Wismar mal als weltoffene Stadt in den Nachrichten zu sehen ist und nicht nur mit Nazidemos“, antwortete Karen Wunderlich auf die Frage, wieso sie mitmachte. Zeigen, dass Wismar „neugierig, tolerant und weltoffen“ sei und dass Rassisten, Rechtsextreme und Pöbler nur einen verschwindend geringen Teil der Gesellschaft ausmachen.

„Amnesty International“, „Pro Asyl“ und Campact als Organisator von Kampagnen für eine sozial gerechte, ökologisch nachhaltige und friedliche Gesellschaft hatten zu der einstündigen Menschenkette aufgerufen, um gegen rechte Hetze und Gewalt ein Zeichen zu setzen. Zeitgleich innerhalb der Woche gegen Rassismus fanden viele ähnliche Aktionen unter dem Credo „Herz statt Hetze“ in ganz Deutschland statt. In gut 150 Orten gingen Menschen für Menschenrechte und Vielfalt, gegen Rassismus auf die Straße.

Von Nicole Hollatz

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