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Grevesmühlen Minimare soll 2019 eröffnet werden
Mecklenburg Grevesmühlen Minimare soll 2019 eröffnet werden
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07:34 16.08.2017
Das Gutshaus aus dem 18. Jahrhundert soll einem Neubau weichen.
Kalkhorst

Schon seit 2013 laufen in der Gemeinde Kalkhorst Planungen, den vorhandenen Miniaturenpark und das Muschelmuseum in einem Freizeitpark zu vereinen. Minimare soll die künftige Attraktion heißen, in der wie schon von 2010 an bekannte mecklenburgische Gebäude im Maßstab 1:25 sowie die kuriosen Ausstellungsstücke aus dem Muschelmuseum gezeigt werden. Zu den Ausstellungsstücken passend wird ein Konzept mit Quizfragen und Spielen erarbeitet.

Miniatur-Gebäude

Kern des Minimare-Parks werden die Miniaturen mecklenburgischer Häuser im Maßstab 1:25 sein. Geplant ist, dass der Fundus der vorhandenen Häuser durch weitere markante Gebäude aus Kalkhorsts Umgebung ergänzt wird. Derzeit ist die Ausstellung der Mini-Häuser nicht zu sehen.

Für den zweiten Bauabschnitt, der sich auf das Gebäude mit Muschelmuseum und Gastronomie bezieht, läuft aktuell die Ausschreibung. Vertreter der Gemeinde, Fachleute aus dem Bauwesen und der Verwaltung werden die Bewerbungen als Vergabekommission auswerten.

Auch einen groben Zeitplan hat Kalkhorsts Bürgermeister Dietrich Neick (FWK) kürzlich bekanntgemacht. „Ich gehe davon aus, dass mit einem Baubeginn im Frühjahr 2018 und mit der Fertigstellung 2019 zu rechnen ist und wir zur Urlaubssaison eröffnen können“, sagte er.

Bis hierhin war es kein einfacher Weg. In den vergangenen vier Jahren haben sich Förderrichtlinien geändert und die Gemeinde hatte schon Zusagen für Geld aus unterschiedlichen Fördertöpfen.

Inzwischen soll die finanzielle Unterstützung für das touristische Projekt aus dem Wirtschaftsministerium des Landes kommen.

Insgesamt sollen Planung und Bau des Minimare-Freizeitparks etwa 6,4 Millionen Euro kosten. Die Gemeinde hofft, Fördermittel über 90 Prozent der Gesamtkosten zu bekommen. Etwa die Hälfte des Geldes wird in ein neues Gebäude fließen, das anstelle des historischen Gutshauses aus dem 18. Jahrhundert gebaut werden soll. „Ursprünglich wollten wir das Gebäude erhalten“, sagt Dietrich Neick.

Inzwischen sei aber festgestellt worden, dass ein Abriss notwendig wird. „Deswegen wurde auch eine neue Ausschreibung für diesen Bauabschnitt gemacht“, so der Bürgermeister. Im neuen Gebäude, dessen Baukosten mit 3,2 Millionen Euro beziffert werden, sollen ein Veranstaltungssaal, Ausstellungs- und Museumsräume sowie eine Etage mit einem großen Indoor-Spielbereich, entstehen.

Für den Teil des Minimare- Parks, der auch nach der Neueröffnung wieder mit Miniaturhäusern bestückt werden soll, erarbeitet die Wismarer Agentur „Lachs von Achtern“ das Konzept. Besucher sollen die Miniaturgebäude erforschen und dazu Informationen und Quizfragen auf ein elektronisches Endgerät bekommen. So sollen die Gäste durch den Park gelenkt werden.

Neben der Planung, der Akquise von Fördermitteln und schließlich dem Bau muss sich die Gemeinde Kalkhorst auch bald um die Werbung für den neuen Park kümmern. Spätestens mit Baubeginn müssten die ersten Maßnahmen anlaufen, hatte Kati Hölzel, Geschäftsführerin der Agentur „Lachs von Achtern“, bereits im Januar erklärt. Um von Urlaubern wie Einheimischen entdeckt zu werden und positiv in Erinnerung zu bleiben, müsse im ersten Jahr bis zum Ende der Saison eine Werbekampagne gefahren werden. So sollen die zufriedenen Besucher als Multiplikatoren gewonnen werden, die begeistert vom Minimare erzählen. Bis zum Ende der ersten Saison können durch das Marketing für den Minimare-Park Kosten von etwa 186500 Euro entstehen.

Malte Behnk

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