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Grevesmühlen Mit 32 Stimmen Vorsprung: Lars Prahler gewinnt Stichwahl
Mecklenburg Grevesmühlen Mit 32 Stimmen Vorsprung: Lars Prahler gewinnt Stichwahl
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06:26 19.09.2016
19.10 Uhr im Rathaussaal von Grevesmühlen, Lars Prahler hat mit knappem Vorsprung gewonnen. Quelle: Fotos: Karl-Ernst Schmidt (2), Oz

70 Minuten mussten Lars Prahler und Uwe Wandel, die beiden verbliebenen Bürgermeisterkandidaten für die Stichwahl in Grevesmühlen, warten, bis das Ergebnis der Auszählung feststand. Um 18 Uhr hatten die Wahhlokale geschlossen, um 19.10 Uhr blinkte die Anzeige im Rathaussaal von Grevesmühlen auf. Gerade einmal 32 Stimmen gaben den Ausschlag.

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Das war knapp: 50,4 Prozent der Wähler haben sich für Lars Prahler als neuen Bürgermeister von Grevesmühlen entschieden.

Lars Prahler, der von der CDU aufgestellt worden war, erhielt 2048 Stimmen, sein Kontrahent Uwe Wandel (Linke) 2016. 45,2 Prozent Wahlbeteiligung sind deutlich mehr als bei den Stichwahlen in Grevesmühlen in der Vergangenheit. Fast jeder zweite Grevesmühlen hat sich an der Wahl beteiligt. „Ich wünsche den Grevesmühlenern, dass sie die richtige Wahl getroffen haben“, erklärte Uwe Wandel.

Zahlreiche Anhänger beider Lager hatten sich gestern im Rathaussaal versammelt. Vor zwei Wochen, als insgesamt fünf Kandidaten angetreten waren und gleichzeitig die Landtagswahlen stattfanden, fand kaum ein Bürger den Weg in den Saal des Rathauses.

Anders gestern Abend: Lars Prahler hatte im Wahlkampf angekündigt, dass er – sollte er Bürgermeister werden – bis 3 Uhr morgens Freibier ausgibt. „Das halte ich auch“, verkündete er gestern nach der Bekanntgabe der Ergebnisse. „Ich bin froh, dass es vorbei ist. Und ich verspreche, dass ich mit allen Fraktionen in der Stadtvertretung gut zusammenarbeiten werden. Und eines habe ich in den ganzen Wochen des Wahlkampfes gelernt. Wählerstimmen verdient man sich nicht, sie sind ein Geschenk.“

Allerdings eines, das man sich verdienen muss. Prahler hatte zusammen mit der Grevesmühlener CDU in den letzten zwölf Monaten kräftig die Werbetrommel gerührt. „Das war streckenweise schon anstrengend“, räumte der 44-Jährige ein. „Aber am Ende hat es sich gelohnt.“

Uwe Wandel zeigte sich gestern Abend als fairer Verlierer. „Das ist Demokratie, ich bin natürlich nicht glücklich mit diesem Ergebnis. Aber ich wünsche den Menschen in Grevesmühlen, dass sie die richtige Wahl getroffen haben.“ Ihm stünde nun die Arbeitslosigkeit bevor, erklärte der 58-jährige Unternehmer mit einem Augenzwinkern. Denn in wenigen Monaten übergibt er sein Autohaus an einen seiner beiden Söhne. „Ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist“, so der Unternehmer. „Es hat doch Nerven gekostet.“ Dabei hatte Wandel in den vergangenen 14 Tagen noch Unterstützung von den Einzelbewerbern Uwe Bendiks und Christiane Münter erhalten, die bei der Wahl am 4. September 17 beziehungsweise 5,4 Prozent geholt hatten und ihre Wähler aufgefordert hatten, den Kandidat der Linken zu unterstützen. Die SPD hatte nach dem Ausscheiden von Stefan Baetke im ersten Wahlgang ihre Anhänger aufgerufen, Lars Prahler zu wählen.

Michael Prochnow

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