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Grevesmühlen Mit 4500 Litern Wasser an Bord zum Einsatz
Mecklenburg Grevesmühlen Mit 4500 Litern Wasser an Bord zum Einsatz
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11:00 26.06.2018
Das neue Tanklöschfahrzeug - der ganze Stolz der Grevesmühlener Feuerwehrkameraden. Quelle: Franke Jana
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Grevesmühlen

Einige Male war es schon im Einsatz, am Montagabend ist das neue Tanklöschfahrzeug – das TLF 4000 – offiziell an die Stadt Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) und somit an die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) übergeben worden. „Es war eine kluge Entscheidung der Stadtvertreter, in ein neues Fahrzeug zu investieren. Wir sind es den Kameraden im Ehrenamt schuldig, dass sie vernünftige Technik zur Verfügung haben“, sagte er.

Etwa 343000 Euro kostete das neue Fahrzeug, das eine Ersatzbeschaffung für ein aus dem Jahr 1979 stammendes Feuerwehrauto ist. Zuwendungsbescheide von jeweils 125500 Euro gab es vom Land und vom Landkreis. „Ich bin froh, dass unsere Feuerwehr noch einsatzbereiter ist als sonst“, erklärte Grevesmühlens Bürgermeister Lars Prahler.

Aus Ulm haben im Mai fünf Kameraden das nunmehr größte und mit 18 Tonnen schwerste Fahrzeug im Fuhrpark der Feuerwehr geholt, der nun aus sieben Fahrzeugen und einem Rettungsboot besteht. Vor Ort haben sie sich die Technik erklären lassen, um dann den Rest der Mannschaft in Grevesmühlen zu schulen. Auf 100 km/h bringt es das TLF – mit einer Sondergenehmigung. Denn eigentlich dürfen Lkw nur 80 km/h fahren. Platz bietet das Auto für sechs Kameraden, also eine Staffel. Der Beifahrersitz wird vom Gruppenführer besetzt, der das Funkgerät bedient – und bei Bedarf auch den Wasserwerfer, der sich auf dem Dach des Fahrzeugs befindet. Per Knopf- und Luftdruck wird er nach oben gefahren. Die Wurfweite des Wassers reicht bis zu 70 Meter. Angeschlossen ist der Wasserwerfer am Wassertank im Fahrzeug. Laut Norm kann es 3000 Liter Wasser transportieren. „Wir haben aber 4500 Liter an Bord“, beschrieb Wehrführer Steve Klemkow. Hinzu kommen 500 Liter Schaum, der vorrangig bei Pkw-Bränden eingesetzt wird, da das Feuer damit besser erstickt werden kann. Bis zu 3000 Liter Wasser pro Minute schafft die Pumpe im Fahrzeug. Vor diesem Hintergrund erscheinen die 4500 Liter Wasser im Tank wenig, der in weniger als zwei Minuten bis auf den letzten Tropfen leer wäre.

Hinter den Rollläden am Fahrzeug ist allerhand versteckt: Forsthelme, Hitzeschutzanzüge, ein Saugschwimmer zum Pumpen von Wasser aus Seen zum Beispiel, ja sogar ein Hygieneboard – „mit Spiegel für die Frauen“, scherzte Steve Klemkow. Eine Kettensäge, Schläuche und Atemschutzgeräte wurden aus dem Bestand der Feuerwehr genommen und im Fahrzeug deponiert. Die verschiedenen Druckschläuche haben je nach Art einen Durchmesser von 17 (für Waldbrände) bis 110 Millimeter. Alle Schläuche aneinandergelegt, würden auf mehr als 340 Meter Länge kommen. Das Fahrzeug verfügt auch über eine so genannte Selbstschutzanlage an der vorderen Stoßstange, über die bei Bedarf Wasser gespritzt wird, damit sich das Auto bei Flächenbränden den Weg bahnen kann.

Ein wichtiges Utensil im Fahrzeug sind die Atemschutzgeräte und die Ersatzflaschen. Die müssen übrigens nach jedem Heißeinsatz, wie es bei der Feuerwehr heißt, überprüft und befüllt werden. Dazu werden sie in die Feuerwehrtechnische Zentrale in Warin, die alle Feuerwehren im Landkreis – 96 freiwillige, zwei betriebliche und eine Werksfeuerwehr – betreut, gebracht. Ebenso die benutzten Schläuche. „Die Druckschläuche werden im Auftrag des Landkreises durch die Berufsfeuerwehr Schwerin gewaschen und geprüft. Der Landkreis besitzt keine eigene Schlauchwäsche“, erklärte Kreissprecherin Petra Rappen. Apropos Wäsche: Das neue Feuerwehrfahrzeug in Grevesmühlen wird wie alle anderen im Fuhrpark am Feuerwehrgerätehaus abgekärchert. Mit Kraftstoff betankt wird es im Grünen Weg. Überprüft wird das Fahrzeug jedes Jahr: ein Jahr vom Tüv und ein Jahr im Rahmen einer Sonderprüfung.

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