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Grevesmühlen Mit „Alk vom Wallensteingraben“ in der Erfolgsspur
Mecklenburg Grevesmühlen Mit „Alk vom Wallensteingraben“ in der Erfolgsspur
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00:05 09.11.2016

In Mecklenburg-Vorpommern ist er seit Jahren das Maß der Dinge in der Schäferhundszene in Sachen Fährtenarbeit. Vier Mal ist er Landesmeister der Fährtenhunde geworden, davon drei Mal in Folge – „Alk vom Wallensteingraben“.

Jedes Mal vertrat er die Landesgruppe auf der deutschen Meisterschaft der Fährtenhunde des Vereins für Deutsche Schäferhunde, die 2014 sogar in Bobitz stattfand.

In diesem Jahr musste Besitzer und Züchter Nils Glävke mit ihm nach Thale in den Harz (Sachsen-Anhalt) fahren. Dort gelang den beiden eine Sensation! Als einziger Mecklenburger schaffte es Glävke mit Alk auf den vierten Platz, punktgleich mit dem Drittplatzierten aus Schleswig-Holstein. Das ist noch keinem Starter aus Mecklenburg-Vorpommern gelungen.

„Ein tolles Gefühl“, so der Wismarer lächelnd. Er ist stolz, dass es endlich geklappt hat. In den anderen Jahren lief es häufig einen Tag super und am anderen machte Alk dann Fehler. „Meist ist er in den Verleiter gegangen“, erinnert sich Nils Glävke. Das hat er in den letzten Monaten vermehrt geübt. Mit Erfolg!

Fast fehlerfrei suchte Alk die 1,5 Kilometer lange Fremdfährte ab, fand alle sieben Gegenstände, die er dann auch noch korrekt anzeigte. Lediglich an einem der sieben Winkel machte er einen klitzekleinen Fehler, den Leistungsrichter Gerald Claus ansprach. „Ansonsten hat der Rüde den Acker sprichwörtlich aufgesaugt“, so sein Urteil. Er vergab 99 von erreichbaren 100 Punkten. Dabei war das Gelände nicht sehr leicht. Der Boden war fest und nicht so locker wie bei den beiden anderen Startern in der Gruppe. „Aber für Alk war das genau richtig. Dann ist er noch mehr konzentriert“, resümiert der Hansestädter und fügt hinzu: „Auch wenn die hohen Punkte ein gutes Gefühl verursachten, so erhöhten sie auch den Druck für den zweiten Tag.“

Abends übte er dann sicherheitshalber noch ein kurzes Stück. Am Sonntag setzte er seinen selbst gezüchteten Rüden nachmittags um halb drei am Ansatz an. Der Wismarer merkte, dass sein Hund etwas angespannt war. Er ging zwar zielstrebig in den Fährtenverlauf, war aber auf den ersten 20 Metern sehr unkonzentriert und schaute sogar einmal zum Leistungsrichter.

Nils Glävke: „Ich war sehr enttäuscht, habe nur mit dem Kopf geschüttelt und dachte schon, dass es vorbei sei.“ Und als wenn Alk das spürte, suchte er ab dem Zeitpunkt total konzentriert und fehlerfrei. Richter Horst Kaim vergab 98 Punkte. Wahnsinn! Das gelang vor ihm noch keinem Mecklenburger.

Die Bobitzer Vereinskameraden sahen ihn schon auf dem Treppchen. Doch es reichte „nur“ für Platz vier. „Egal! Wir sind sehr stolz, einen so erfolgreichen Hundeführer in unseren Reihen zu haben“, sagt Robert Kalis, Vereinsvorsitzender der Bobitzer Ortsgruppe Wallenstein im Verein für Deutsche Schäferhunde.

Ob Nils Glävke auf der Fährtenmeisterschaft aller Gebrauchshunderassen im Februar starten darf, steht noch nicht fest. Wenn die anderen Verbände nicht alle Startplätze ausfüllen, könnte der Wismarer nachrücken. Das wäre dann die nächste Sensation!

Katja Peters

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