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Mit Ungarischen Riesentauben allein auf weiter Flur

Grevesmühlen Mit Ungarischen Riesentauben allein auf weiter Flur

Klaus Adjinski stellt während der Kreisschau aus / Züchter vermisst Konkurrenz

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Blick in eine der beiden Vogelvolieren, in denen Klaus Adjinski seine Tiere hält. Frei fliegen lässt er sie nicht wegen der vielen Raubvögel in der Nähe.

Grevesmühlen. Zwölf Ungarische Riesentauben wird Klaus Adjinski während der 21. Kreihnsdörper Kreisrassegeflügelausstellung in Grevesmühlen zeigen. „Sechs weiße Tiere und sechs schwarzweiß gescheckte, darunter vier ältere und zwei junge Taubenpaare“, erläutert der 79-Jährige seinen Plan. Damit ist der Mann aus Diedrichshagen einer von insgesamt 48

 

OZ-Bild

Auch dieses Exemplar seiner Ungarischen Riesentauben möchte Klaus Adjinski während der Schau in Grevesmühlen zeigen. FOTOS (2): CORNELIA ROXIN

Ausstellern, die die kreisoffene Schau mit insgesamt 452 Tieren gestalten werden. Klaus Adjinski bedauert, dass diesmal viele Veranstaltungen parallel laufen und nicht mehr Aussteller kommen. Das geht auch Peter Krull von der Ausstellungsleitung des gastgebenden Rassegeflügelzuchtvereins Grevesmühlen von 1920 so: „Auch wenn wir in Rechnung stellen, dass einige Züchter wegen der Vogelgrippe aufgegeben haben, wir hatten schon die doppelte Anzahl an Ausstellern.“

Klaus Adjinski sieht sich derweil in Diedrichshagen in einer seiner beiden Vogelvolieren um, in denen er wegen der vielen Raubvögel in der baumreichen Gegend seine Tiere hält. Er greift sich eine schwarzweiß gescheckte Taube und erklärt, dass er sie mit nach Grevesmühlen nimmt. Obwohl viele Tiere wegen des frühen Ausstellungstermins noch mit der Mauser zu tun hätten, habe dieses Exemplar an seiner Haube sogar schon „Rosettenlöckchen“ ausgebildet. Die brauche die Taube, um vor dem Preisrichter bestehen zu können. Auch das sei wichtig, erklärt Klaus Adjinski: „Schwarzweiß gescheckte Ungarische Riesentauben mit schwarzem Schwanz müssen mindestens eine weiße Feder darin aufweisen können, umgekehrt muss im weißen Schwanz eine schwarze Feder auszumachen sein.“ Das stelle schon eine züchterische Herausforderung dar. Klaus Adjinski weiß, dass seine Riesentauben eigentlich nicht sehr beliebt sind bei den Züchtern. Auch wegen ihrer Fußbefederung. Die biete ebenfalls viele Angriffspunkte für Preisrichter: „Mal ist sie zu kurz, mal zu lang.“ Der Diedrichshäger bedauert, dass er als Züchter der Ungarischen Riesentauben keine Konkurrenz hat im hiesigen Raum. Der am nächsten wohnende Züchter, den er kenne, komme aus Templin. Da er wissen will, ob er mit seiner Zucht auf dem richtigen Weg ist, nimmt er Mitte November sogar den Weg zur Landesverbandsschau der Rassegeflügelzüchter von Berlin und Brandenburg in den Erlebnispark Paaren/Glien auf sich. Das natürlich nur, weil dort seine Lieblingsrasse auch von anderen gezeigt wird.

Als Klaus Adjinski 2013 mit seiner Familie nach Diedrichshagen zog, wurde er im Herbst des Jahres auch Mitstreiter im Rassegeflügelzuchtverein Grevesmühlen. Zuvor war er zehn Jahre lang bei Züchtern in Crivitz organisiert. Sein Interesse an der Taubenzucht hat seinen Ursprung aber schon in Kindertagen. Da wurden gegen den Willen des Vaters wild lebende gefiederte Gesellen gefangen und los ging es. Lehre und Studium folgten ohne züchterische Aktivitäten, erst Ende der 1980er Jahre fanden sich dann Stallungen und Klaus Adjinski wusste erst nicht so recht, ob er Römer, Coburger Lerchen oder besser Cauchois-Tauben züchten sollte. Als er dann Literatur über die Ungarischen Riesentauben in die Hände bekam, „stand fest, die und sonst keine“. Schritt für Schritt hat er dann seine Zucht aufgebaut und will sich jetzt außerdem noch Montauban-Tauben widmen. Zu seinem gut 60 Tiere zählenden Taubenbestand gehören auch schon zwei Pärchen dieser ebenfalls eine Haube tragenden Rasse. Die allerdings hat keine Fußbefederung.

Klaus Adjinski, der einst den Beruf als Landmaschinen- und Traktorenschlosser erlernte, sich in Sachen Landtechnik sogar Diplom-Ingenieur nennen darf, als Taubenzüchter aber autodidaktisch zu Werke ging, sieht sein Hobby nicht so bitterernst. „Europameister muss ich nicht werden“, sagt er verschmitzt. Auch wenn er sich über jede gute Bewertung freut, in erster Linie soll ihm die Taubenzucht Spaß machen. Ob dieser Spaß auch am Wochenende Anerkennung findet, wird sich zeigen. Vergeben werden bei der Kreisschau die Ehrenpreise des Kreistagspräsidenten, des Grevesmühlener Bürgermeisters sowie die Landesverbandspreise und die Kreihnsdörper Bänder. Außerdem geht es um die Wanderpokale des Kreisverbandes für Wassergeflügel, Hühner, Tauben und um den Egon-Magholder-Gedächtnispreis.

21. Kreihnsdörper Kreisrassegeflügelausstellung

Die Schau findet am 28. und 29. Oktober in der Grevesmühlener Sport- und Mehrzweckhalle am Ploggenseering statt. Geöffnet ist Sonnabend 9 bis 17 Uhr, Sonntag 9 bis 16 Uhr.

Gleichzeitig wird die 20. Kreisjugendausstellung gezeigt. Thomas Baudis, zweiter stellvertretender Kreistagspräsident, eröffnet die Ausstellung am 28. Oktober um 9 Uhr. Gezeigt werden Gänse, Enten, Hühner, Zwerghühner sowie Tauben der verschiedensten Rassen und Farbenschläge.

Die Werbeschauen der Zwerg-Welsumer-Züchter und der Italiener- rebhuhnhalsig-Gruppe Nord bereichern die Ausstellung. Für Züchter und Interessenten an der Rassegeflügelzucht und Geflügelhaltung besteht die Möglichkeit, in der

großen Verkaufsabteilung ihr Wunschtier

zu erwerben.

Die Vorschulkinder der Grevesmühlener Kindertagesstätte „Weltentdecker“ haben anlässlich der 21. Kreihnsdörper Rassegeflügelausstellung an einem Mal- und Zeichenwettbewerb zum Thema „Mein liebstes Haustier“ teilgenommen. Ihre Arbeiten werden während der Ausstellung gezeigt. Per Stimmzettel haben alle Besucher die Möglichkeit, als Jury für diesen Wettbewerb in Aktion zu treten. Die Arbeiten mit den meisten Stimmen erhalten Preise.

Die traditionelle Rassegeflügelausstellung mit ihrer bunten Rassevielfalt hat sich inzwischen als abwechslungsreiche Veranstaltung für die ganze Familie einen

Namen gemacht. Mit selbst gebackenem

Kuchen verwöhnen

die Partnerinnen der gastgebenden Rassegeflügelzüchter die

Besucher.

Cornelia Roxin

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