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Mit dem Wolga in 98,5 Stunden nach Moskau

Gadebusch Mit dem Wolga in 98,5 Stunden nach Moskau

Acht Männer schrieben Geschichte: Mit ihrem Auto mit Gadebuscher Kennzeichen eroberten sie den Roten Platz

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Steffen Holz (li.) und Holger Hempel begeisterten die Zuhörer mit einem Vortrag über ihre außergewöhnliche Reise nach Moskau.

Quelle: Foto: Maik Freitag

Gadebusch. Es war eine kurze, aber unvergessliche Fahrt nach Moskau: Im Oktober vergangenen Jahres machten sich acht Männer, darunter die Gadebuscher Unternehmer Holger Hempel und Ulf Leppin, auf den Weg nach Moskau, wo sie innerhalb von 100 Stunden Reisezeit auf dem Roten Platz stehen wollten. „Mit dem Wolga zu Olga“ gelang – und nun durften alle Interessierten an dieser Reise teilhaben. Initiator Holger Hempel und Radio-Moderator Steffen Holz zeigten, wie ihr Unternehmen geglückt war und was sie für die Völkerverständigung in Russland und Weißrussland taten.

OZ-Bild

Acht Männer schrieben Geschichte: Mit ihrem Auto mit Gadebuscher Kennzeichen eroberten sie den Roten Platz

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„Wir haben überlegt, ob wir diesen Vortrag ein zweites Mal anbieten. Wir durften 110 Interessierte begrüßen, mehr bekommen wir in unser Restaurant nicht hinein“, erklärte Marketing-Chef Martin Burtzlaff. Ob es so kommen wird, steht noch nicht fest, obwohl die Resonanz überwältigend war. Bevor die Gäste jedoch mit vielen Bildern, Geschichten und Live-Mitschnitten in die russische Metropole mitgenommen wurden, gab Marika Rent aus Neukloster einen Einblick in ihre jüngste Russland-Reise. Die führte die 32-Jährige vor einigen Jahren bis an das Ural-Gebirge. „Ich wollte unbedingt mal minus 20 Grad Celsius ohne Handy und Luxus erleben“, erklärte die abenteuerlustige Frau. Schlafen auf harten Holzbänken, auf Heu und Fellen sowie Fahrten durch verschneite Landschaften, hinter von Pferde gezogenen Schlitten, bleiben der damals 27-Jährigen wohl ewig in Erinnerung. „Ich kam damals auf diese Idee und erklärte das meiner Mutter. Ich dachte, sie wird schimpfen, doch sie sagte nur ,Mach das, ich war da auch schon’“, erinnerte sich Marika Rent. Und so machte sie sich auf den Weg, flog nach Moskau, stieg dort in den Zug und fuhr zum Baschkirischen Sapowednik, einem Naturschutzgebiet im zentralen Bereich des südlichen Urals. „Es waren fantastische Begegnungen mit einer Herzlichkeit, die man hier nicht kennt. Es war sicher nicht meine letzte Reise“, sagte sie.

So eingestimmt, konnten Holger Hempel und Steffen Holz mit ihrem Vortrag sowie einem Film nahtlos anknüpfen und begeisterten die Zuhörer. „Es war eine Reise mit Tausenden Details, die man natürlich nicht alle wiedergeben konnte, aber wir haben versucht, so viel wie möglich rüberzubringen“, sagte Steffen Holz im Nachhinein. Mit drei Fahrzeugen, davon ein Wolga M 21 Baujahr 1965, gingen acht Männer mit Nahrungsmitteln als Tauschprodukten zur Völkerverständigkeit auf die gut 2000 Kilometer lange Reise und landeten nach 98,5 Stunden mit einer Sondergenehmigung auf dem Roten Platz. „Dass dort ein Auto mit Gadebuscher Kennzeichen steht, wird es sicherlich nie wieder geben. Wir haben dank unserer guten Kontakte Geschichte geschrieben“, erklärte Hempel.

Maik Freitag

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