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Grevesmühlen Name von geplanter Ferienhausanlage sorgt für Diskussion
Mecklenburg Grevesmühlen Name von geplanter Ferienhausanlage sorgt für Diskussion
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16:22 12.10.2017
Im ersten Bauabschnitt sollen östlich des alten Getreidespeichers in Christinenfeld 54 Ferienhäuser gebaut werden. Der Name „Bad Boltenhagen“ sorgt für Diskussion. Quelle: Malte Behnk
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Christinenfeld

Eine Ferienhaussiedlung „Bad Boltenhagen“ in Christinenfeld? Bei ersten Werbeveranstaltungen zum Verkauf der ersten 54 Ferienhäuser als Investitionsobjekt gab es Erstaunen über die Namensgebung und ortskundigen Interessenten ist aufgefallen, dass Christinenfeld (Landkreis Nordwestmecklenburg) in den Unterlagen nicht östlich sondern nördlich von Klütz auf einer Karte dargestellt wird und somit sehr dicht am bekannteren Ostseebad Boltenhagen liegt.

Im Ostseebad löst die Namensgebung sogar Ärger aus. Bürgermeister Christian Schmiedeberg (CDU) will prüfen, ob die Gemeinde rechtlich dagegen vorgehen kann, obwohl ihm das Ferienhausprojekt grundsätzlich gefällt. Vom Anwalt habe er aber bislang die Information bekommen, dass so eine Namensgebung wohl rechtens ist.

Dennoch hält er den Namen „Bad Boltenhagen“ für irreführend. Ein Alleinstellungsmerkmal des Ostseebads sei schließlich, dass die Ferienunterkünfte nur wenige Hundert Meter vom Strand entfernt seien. Christinenfeld hingegen liegt etwa sechs Kilometer von der Ostsee entfernt.

Auch Guntram Jung (CDU), Bürgermeister der Stadt Klütz hat Probleme mit dem Ferienpark-Namen. „Ich werde drauf drängen, dass es nur ein Arbeitstitel bleibt. Der Name muss geändert werden“, sagt er.

Klaas Odink, Geschäftsführer des niederländischen Unternehmens Van Wijnen Recreatiebouw, das die Ferienhaussiedlung bauen wird, sieht die Diskussion gelassen. Den Titel „Bad Boltenhagen“ habe man gewählt, weil der Name des Ostseebads schon bekannt sei, zumindest bekannter als Klütz oder deren Ortsteil Christinenfeld. „Bei der Karte ist uns offenbar ein Fehler unterlaufen, den wir beim nächsten Druck berichtigen“, sagt der Niederländer auf Anfrage zu.

Baurechtlich ist für den Ferienhauspark alles ordentlich vorbereitet, wie eine Sprecherin des Ministeriums für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung auf Anfrage mitteilt. So gebe es einen zweiteiligen Bebauungsplan, der bereits seit 2006 rechtskräftig ist. Er ist als Mischgebiet geplant, in dem sowohl Ferienwohnungen als auch Häuser zum dauerhaften Wohnen vorgesehen sind. All das wollen die Investoren aus den Niederlanden erfüllen.

Malte Behnk

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