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Naturkinder auf Spurensuche: Der Star des Tages ist der Specht

Everstorf Naturkinder auf Spurensuche: Der Star des Tages ist der Specht

Anika, Hendrik, Adrian, Saskia, Svenja, Niklas, Jonas, Michel und Jan stehen mit geschlossenen Augen auf einer Lichtung im Everstorfer Forst bei Grevesmühlen. Sie lauschen.

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Naturkinder (v. l.) Niklas (8), Michel (7), Hendrik (10), Jan (12), Anika (9), Saskia (9), Jonas (3) und Svenja (8) mit Maika Born (40).

Everstorf. Nach und nach, als würde jemand den Ton lauter drehen, werden Geräusche eingeblendet. Vögel zwitschern leise, ein Flugzeug brummt hoch oben über ihren Köpfen und ganz in der Nähe kräht ein Hahn.

Naturpädagogin Maika Born (40), die mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Everstorf lebt, möchte den neun Jungen und Mädchen zwischen drei und 13 Jahren spielerisch etwas über das Leben eines bunt gefiederten Waldbewohners beibringen. Sie hat die Kinder aufgefordert, die Augen zu schließen, um die Sinne zu sensibilisieren.

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Der Mittelspecht ist dem Leben im Wald bestens angepasst.

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Doch von dem Tier, auf dessen Spur sich die Naturkinder bei ihrem ersten Treffen am vergangenen Freitag begeben, ist zunächst einmal nichts zu hören. Kein Getrommel, kein Geklopfe von Buntspechten, Mittelspechten oder Schwarzspechten, die im Everstorfer Forst leben. So leicht lässt sich Maika Born aber nicht entmutigen. Sie hat einen Rucksack voll mit Spielen dabei und steckt die Kinder mit ihrer Begeisterung für die heimischen Tiere und Pflanzen an. Es gibt im Lebensraum des Spechtes viel zu entdecken: wie die farbenfrohen Waldvögel kommunizieren, wie und wo sie auf Partner- und Futtersuche gehen und wie sie sich ihr Zuhause zimmern.

„Spechte verständigen sich durch ganz bestimmte Laute“, erklärt Maika Born. Sie picken mit ihrem Schnabel an einen Baumstamm und erzeugen damit das typisch trommelnde Geräusch. Auf diese Weise erreichen sie die Insekten und Larven unter der Borke, bauen Nisthöhlen, markierten ihr Revier oder locken paarungswillige Artgenossen an. Das demonstriert Maika Born mit einem Spiel. Sie holt Augenbinden aus ihrem Rucksack hervor und fordert die Kinder auf, sich zu Paaren zusammenzufinden und nach Ästen zu suchen. Indem sie die zusammenschlägt, lockt „Spechtmännchen“ Anika (9) „Weibchen“

Saskia (9), der die Augen verbunden sind, mit ihrem Klopfen an.

Auch die natürlichen Feinde stellt Maika Born spielerisch vor. Beim Spiel „Specht gegen Marder“ können sich alle richtig austoben. Bei der Futtersuche klauben die Kinder schließlich mit Pinzetten und Holzstäbchen Weingummi-Würmer aus der Baumrinde. „Spechtküken“ Svenja (8) lässt sich gerne von „Spechtmutter“ Anika füttern. Die Kinder haben sichtlich Spaß daran, in Spechtmanier den Wald kennenzulernen.

Ein echter Specht lässt sich an diesem Nachmittag leider nicht blicken. Nur ein Schwarzspecht verrät seine Anwesenheit durch sein typisches Rufen. Vielleicht begegnen die Naturkinder ihm ja auf ihrer Waldexpedition im März. „Bei unserem nächsten Treffen erforschen wir die Vogelwelt weiter“, verrät Maika Born.

Bildergalarie unter

www.ostsee-zeitung.de

Natur-Bildungsarbeit

12Naturkinder treffen sich von nun an regelmäßig mit Naturpädagogin Maika Born im Everstorfer Forst, um die heimischen Tiere und Pflanzen spielerisch kennenzulernen. Die Naturpädagogin, die in Kiel eine Naturspielpädagogik-Ausbildung absolviert hat, hält den Kontakt zur Natur für wichtig. „Durch Spiele können die Kinder ganz viel über die Natur lernen“, sagt die 40-Jährige.

Die Gruppe ist bereits komplett. Aber: „Es lohnt sich immer, kurzfristig vor den Terminen anzurufen.“ Wenn ein Kind absagt, kann ein anderes nachrücken. Die nächsten Termine:
15. März, 19. April, 10. Mai, 24. Mai Maika Born ist telefonisch unter

☎ 01 60/7 53 37 38 oder per Mail an

info@in-naturarbeit.de erreichbar.

Melina Ulbrich

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