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Grevesmühlen Neubau für Amt: Alternativen sind gefragt
Mecklenburg Grevesmühlen Neubau für Amt: Alternativen sind gefragt
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15:42 11.01.2019
Noch ist das alte Rathaus in Schönberg einer von drei Standorten des Amtes Schönberger Land. Quelle: Jürgen Lenz
Schönberg

Vielen Schönbergern dürfte sie gefallen: Eine halbe Rolle rückwärts bei einem Millionenprojekt des Amtes Schönberger Land. Knapp anderthalb Monate nach der Entscheidung, den Bau eines zweiten Amtsgebäudes in der Dassower Straße in Schönberg planen zu lassen, beschlossen Bürgermeister, Stadtvertreter und Gemeindevertreter am Donnerstagabend im Amtsausschuss, dass bei der Planung auch andere Möglichkeiten zu betrachten sind, den Raummangel der Verwaltung zu beenden. Der Dassower Stadtvertreter Gerd Matzke (SPD) stellte den Antrag, bei den Planungen auch Alternativen zu berücksichtigen – sehr zum Erstaunen von Udo Gutschke (Wählergemeinschaft „Bürger für Selmsdorf“), der auf das Ergebnis der nichtöffentlichen Debatte am 20. November hinwies. Für den Grundsatzbeschluss, ein weiteres Amtsgebäude in der Dassower Straße zu errichten, stimmten damals 14 Mitglieder, zwei enthielten sich. Dagegen votierte niemand. Nun ist wieder offen, ob die Verwaltung tatsächlich an der Dassower Straße zentralisiert wird und alle anderen Standorte verlässt.

Zurzeit arbeiten die Mitarbeiter des Amtes in drei Gebäuden: im Amtsgebäude in der Dassower Straße in Schönberg, im alten Rathaus am Schönberger Markt und im Amtsgebäude in Dassow. Der Schönberger Stadtvertreter Ronny Freitag (parteilos) erklärte am Donnerstagabend: „Viele Schönberger sagen: Es kann nicht sein, dass in der Altstadt leergezogen wird.“ Es gebe die Befürchtung, dass das historische Zentrum von Schönberg durch den Wegzug der Verwaltung „weiter verödet“. Ronny Freitag sprach sich dafür aus, dass neben einem Neubau für rund 3,5 Millionen Euro in der Amtsstraße auch Alternativen geprüft werden. Dafür plädierte auch die Dassower Stadtvertreterin Annerose Viehstaedt (SPD). Der Lüdersdorfer Bürgermeister Erhard Huzel (CDU) sagte: „Es wird mehrheitlich gewollt, dass die Verwaltung an einem Standort zusammengeführt wird.“ Er könne aber die von Ronny Freitag vorgebrachten Bedenken nachvollziehen. Erhard Huzel erklärte: „Es sollte kein Schnellschuss sein. Wenn noch gravierende Fragen sind, sollten wir sie aufgreifen.“ Der Schönberger Stadtvertreter Jörn Stange (SPD-Fraktion) betonte: „Wir müssen zu einem Ergebnis kommen.“ Mehrere Alternativen seien bereits im Finanz- und Personalausschuss geprüft worden. Fest stehe: „Es soll kein Prunkbau werden.“

Von der neuen Entwicklung überrascht war auch die Lüdersdorfer Gemeindevertreterin Sigrid Sandmann (Die Linke). Sie sagte: „Wir haben bereits alle Varianten von allen Seiten betrachtet.“ Die Mitglieder des Amtsausschusses sollten zu ihrem Beschluss vom 20. November stehen. Die Zentralisierung an der Dassower Straße sei die wirtschaftlichste Variante. Im alten Rathaus müsse für wenige Arbeitsplätze viel Geld ausgegeben werden.

Auf finanzielle Aspekt ging auch Gerd Matzke ein. Er sagte, die Mitglieder des Amtsausschusses müssten genau hinsehen, wenn es darum geht, das Geld der Bürger auszugeben.

Anlass für die halbe Rolle rückwärts am Donnerstagabend: eine Debatte über den Haushalt des Amtes für 2019. Für dieses Jahr sind 150 000 Euro Planungskosten eingestellt. Gebaut werden soll zwischen 2020 und 2022. Die Kommunalpolitiker im Schönberger Land hoffen auf einen Zuschuss des Landes. In der Erläuterung des Haushaltes heißt es aber auch: „Zur Finanzierung der Baukosten ist eine Kreditaufnahme erforderlich. Hieraus ergeben sich erheblich Zins- und Tilgungsleistungen, die erst nach Vorlage der Baukosten genau beziffert werden können.“

Jürgen Lenz

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