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Grevesmühlen Hundesturz: Besitzer beteuern ihre Unschuld
Mecklenburg Grevesmühlen Hundesturz: Besitzer beteuern ihre Unschuld
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15:31 21.02.2018
In diesem Wohnblock spielte sich die unfassbare Szene ab. Quelle: Daniel Heidmann
Grevesmühlen

Der Vorfall um den Hund, der am Donnerstagmorgen aus dem vierten Stock eines Mehrfamilienhauses in Grevesmühlen gestürzt war, sorgt für heftige Reaktionen. Vor allem die Besitzer der Wohnung, ein junges Pärchen, stehen in der öffentlichen Kritik. Zu Unrecht, wie der Vater der Mieterin, am OZ-Telefon, betont. „Meine Tochter und ihr Freund waren zum Zeitpunkt, als das passierte, überhaupt nicht in der Wohnung. Sie waren auf Arbeit, dafür gibt es Zeugen.“ Tatsache ist, dass der Hund aus dem Fenster getürzt ist. „Aber wie das passiert ist, das weiß niemand. Die Mieter waren jedenfalls nicht in der Wohnung, einen weiteren Schlüssel hat auch niemand.“ Das Problem, so der besorgte Vater, sei nun, dass seine Tochter und deren Freund massiv bedroht würde. „Sie haben sich am Donnerstag nicht einmal nach Hause getraut.“ Dabei hätten sie sich nichts zu Schulden kommen lassen. „Die Polizei wird den Fall aufklären. Aber sie haben Angst, dass sie ihren Hund nicht wiederbekommen.“ 

„Wir waren beide nicht in der Wohnung“, erklärt auch die Hundebesitzerin gegenüber der OZ. „Mein Freund erhielt am Donnerstag einen Anruf, weil die Polizei vor der Tür stand. Wir haben uns noch am gleichen Tag bei der Polizei gemeldet.“ Doch da waren die Gerüchte bereits im Umlauf. Nachbarn wollen gesehen haben, wie jemand den Hund aus dem Fenster gehalten habe. „Der Hund wiegt 50 Kilogramm, wie soll das gehen“, fragt die Hundebesitzerin, die immer noch fassungslos ist. Das Tier ist erst neun Monate alt und hält sich tagsüber in einem Zimmer in der Wohnung auf. Am Morgen war die junge Frau noch Spazieren gegangen mit dem Hund. „Ich bin dann um 7.30 Uhr zur Arbeit. Was dann passiert ist, wissen wir nicht.“ Das Fenster, so die junge Frau, sei verschlossen gewesen. „Es ist ein großer Hund, am Fenster waren Kratzspuren, er muss es allein geöffnet haben.“ Möglicherweise hat er mit der Schnauze den Fensterhebel um 90 Grad gedreht.„ Dass ein junger, schwerer Hund von der Fensterbank abrutscht, sei nicht unmöglich. “Natürlich stellen auch wir uns die Frage, wie das passierne konnte.„ Die Drohungen und Beschimpfungen in den sozialen Netzwerken machen dem jungen Pärchen zu schaffen. “Das war schon schlimm, was wir dort lesen mussten.„ Inzwischen haben sie mit Nachbarn gesprochen. “Wer auf die Idee gekommen ist, dass da jemand den Hund aus dem Fenster gehalten hat, das wissen wir leider nicht. Aber das stimmt definitiv nicht.„ Dem Tier gehe es inzwischen besser, sagt die Besitzerin. “Er steht auf und frisst, wir hoffen wirklich, dass er es übersteht."

Prochnow Michael

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