Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° wolkig

Navigation:
Neue Heimat fürs Volkskundemuseum

Schönberg Neue Heimat fürs Volkskundemuseum

Nach vier Jahren Planungen und Arbeit steigt im Koch’schen Haus in Schönberg ein Eröffnungsfest

Voriger Artikel
Gleichstellungsbeauftragte zieht Bilanz
Nächster Artikel
Kunst und Musik für tausende Besucher

Über der Eingangstür des Koch’schen Hauses in Schönberg prangt jetzt die Aufschrift „Museum“. Es öffnet dort erstmals am Sonnabend.

Quelle: Fotos: Jürgen Lenz

Schönberg. Jahrelang haben Handwerker, Museumsfachleute, Architekten, Ehrenamtler und Kommunalpolitiker auf dieses Ereignis hingearbeitet. Am kommenden Sonnabend, den 20. Mai, ist es so weit: Das Volkskundemuseum in Schönberg eröffnet an neuer Stelle mit neuer Dauerausstellung. Ein Fest zu diesem Anlass beginnt um 11 Uhr im Koch’schen Haus, Am Markt 1, und in dessen Nähe. Das Museum bietet an dem Tag Musik, Theater und Führungen. Als Redner erwarten die Organisatoren die Schweriner Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) und den Schönberger Bürgermeister Lutz Götze (SPD-Fraktion).

OZ-Bild

Nach vier Jahren Planungen und Arbeit steigt im Koch’schen Haus in Schönberg ein Eröffnungsfest

Zur Bildergalerie

Museumsleiter Olaf Both kündigt die Neueröffnung mit den Worten an: „Nach vier Jahren der Planung und des Umbaus ist mit dem neuen Museum am Markt in Schönberg für den Landkreis Nordwestmecklenburg eine zukunftsorientierte Kultureinrichtung gewachsen, die wir Ihnen gerne vorstellen möchten.“ Als 45-minütiges Eröffnungsprogramm plant Both neben den Reden von Hesse und Götze auch eine musikalische Begrüßung, ein musikalisches Zwischenspiel, einen „szenischen Zwischenruf für drei Personen“ und eine Aufführung einer „Vandalia“ genannten Hymne auf Mecklenburg-Strelitz, aufgeführt vom Kirchenchor Sankt Laurentius Schönberg und Solisten. Gegen Mittag soll rund ums neue Museum Drehorgelmusik erklingen. Essen und Getränke werden gereicht.

Ab 12.30 Uhr folgen im Veranstaltungsraum des Museums ein kleines Konzert und Mecklenburgische Tänze, gespielt von Christoph D. Minke (Cembalo), Ise Bosch (Kontrabass) und Karin Liersch

. Gegen 13 Uhr tritt der Posaunenchor der Kirchengemeinde Schönberg auf. Er lässt Frühlingslieder und Volkslieder erklingen. Zu öffentlichen Führungen mit begrenzter Teilnehmerzahl lädt das Museum um 14 Uhr und 15.30 Uhr ein.

Anlässlich der Museumseröffnung wird die Künstlerin Renate U. Schürmeyer das Projekt „Heimat finden – ein künstlerischer Garten“ vorstellen. Sie gestaltete es im Sommer vorigen Jahres zusammen mit Einheimischen, Flüchtlingen und ihrem Mann Johannes in Schönberg. Die Künstlerin aus Jeese erläutert: „Gemeinsam hatten wir ein Ensemble aus Gartenthronen, Bänken, Tischen und Blumen auf dem Bechelsdorfer Schulzenhof angelegt.“ Die Teilnehmer kamen nach Renate U. Schürmeyers Auskunft aus Syrien, Eritrea, Schönberg, Mallentin und Grevesmühlen. Das Konzept sei so angelegt gewesen, dass sich jeder mit seinen Fähigkeiten und Ideen habe einbringen können. Vorrangig sei es auch darum gegangen, sich kennenzulernen, sich gegenseitig zu helfen, miteinander Zeit zu verbringen und Spaß zu haben.

Laut einer Ankündigung des Schönberger Museumsleiters ist „Zwischen Bischofsstuhl und Heimatbewegung“ der Titel der neuen Dauerausstellung. Sie sei „ein kulturgeschichtlicher Blick auf die Region Nordwestmecklenburg“. Behandelt werden das Bistum Ratzeburg, die Stadt Schönberg als zeitweiliger Sitz der Bischöfe sowie Handwerker, Volkskunst in den Dörfern und die Trachten in der Region.

Zahlreiche Gegenstände, die ab Sonnabend in der Ausstellung zu sehen sein werden, wurden in den vergangenen Monaten restauriert. Finanziell unterstützt haben das der Heimatbund für das Fürstentum Ratzeburg und Sponsoren. Geld für die neue Dauerausstellung kam auch von Stiftungen.

Der bisherige Sitz des Volkskundemuseums in Schönberg, eine ehemalige Mädchenschule am Kirchplatz, gehört der Stadt. Beschlüsse über die Zukunft des Gebäudes gibt es noch nicht.

Kulturelle Einrichtung mit langer Tradition

1901 gründen 15 Heimatfreunde in Schönberg den „Alterthumsverein für das Fürstenthum Ratzeburg“. Ihr Ziel: altes Kulturgut aus dem Fürstentum Ratzeburg bewahren. Das Fürstentum existierte von 1648 bis 1918. In Ratzeburg gehörten nur der Dom, die umliegenden Grundstücke und das Herrenhaus der Herzöge von Mecklenburg dazu.

1903 beschließen die Mitglieder des Alterthumvereins, ihre Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im selben Jahr mietet der Verein zwei Räume in einem Haus am Kalten Damm in Schönberg an.

1922 gibt sich der Verein einen neuen Namen: „Heimatbund für das Fürstentum Ratzeburg“.

1931 eröffnet nach einer Initiative des Heimatbunds ein Museum am Schönberger Kirchplatz.

2010 beschließt eine Mehrheit der Schönberger Stadtvertretung den Umzug des Museums ins Koch’sche Haus am Markt.

2015 schließt das Volkskundemuseum am Kirchplatz. jl

Jürgen Lenz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund
Kuratorin Dorina Kasten im historischen Strandkorb, auf den die Besucher der Büchsel-Ausstellung als erstes treffen. In der Hand hält sie eine Hiddensee-Landschaft, gemalt von Elisabeth Büchsel.

Stralsund Museum ehrt die Malerin Elisabeth Büchsel mit einer Sonderschau zum 150. Geburtstag

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Grevesmühlen
Verlagshaus Grevesmühlen

August-Bebel-Straße 11
23936 Grevesmühlen

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag:
9:00 -12.30 Uhr und 13.30 - 17:00 Uhr
Freitag:
 9:00 - 12.30 Uhr und 13.30 - 16:00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Michael Prochnow
Telefon: 0 38 81 / 78 78 10
E-Mail: grevesmuehlen@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

^
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.