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Grevesmühlen Neuer Schalterbereich in der Sparkasse in der Kritik
Mecklenburg Grevesmühlen Neuer Schalterbereich in der Sparkasse in der Kritik
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00:05 24.10.2017
Der im September neu gestaltete Kassenbereich in der Grevesmühlener Sparkasse stößt nicht überall auf Zustimmung. Quelle: Foto: M. Prochnow
Grevesmühlen

Der Empfangsbereich der Sparkasse in Grevesmühlen ist über die Sommermonate umgebaut worden. Seit knapp einem Monat ist der neue Schalter geöffnet. Und stößt nicht überall auf Begeisterung. Am OZ-Telefon schilderten Sparkassenkunden, dass die derzeitige Situation vor allem zu den Stoßzeiten alles andere als optimal sei. Es sei alles viel zu eng, der Wartebereich zu klein.

Das Sparbuch gehört zur Sparkasse.Renate Reichelt, Filialleiterin Quelle: Foto: Cornelia Roxin

Der Umbau

260000 Euro hat der Umbau der Filiale in Grevesmühlen nach Angaben der Sparkasse gekostet. Vom 4. bis zum 22. September haben die Handwerker den gesamten Schalterbereich neu gestaltet.

„Das stimmt“, räumt Renate Reichelt, Filialleiterin in Grevesmühlen, ein. „An bestimmten Tagen ist der Andrang besonders groß, dann haben wir zwar alle vier Schalter geöffnet. Aber die Kritik ist natürlich auch bereits bis zu uns gedrungen.“ Und auch bis zum Vorstand des Geldinstitutes. Mario Löscher, Vorstandsmitglied der Sparkasse, erklärte gestern beim Vor-Ort-Termin mit der OZ, „dass wir natürlich bereit sind, auf Kritik und Anregungen zu reagieren.“

Aber, so betont Löscher, es habe mehrere Gründe für den Umbau gegeben. Denn das 1994 errichtete Gebäude am Sparkassenplatz – der übrigens erst seit dem Neubau nach der Wende so benannt wurde – habe nicht mehr den Sicherheitsanforderungen entsprochen. „Das Kassenhäuschen, das die Kunden kannten, war einfach nicht sicher genug. Das ist der eine Grund, ein anderer ist, dass wir natürlich auch dem technischen Forschritt Rechnung tragen mussten. Die Arbeitsabläufe im Schalterbereich mussten geändert werden.“

Einen Überfall gab es in Grevesmühlen seit Bestehen der Filiale 1994 nicht. Allerdings kann sich Renate Reichelt noch gut an das Jahr 2004 erinnern, damals arbeitete sie noch in Schönberg, als die Sparkasse im August überfallen wurde.

In Grevesmühlen hätten Bankräuber ohnehin kaum eine Chance, an größere Summen zu gelangen. Nachdem das Kassenhäuschen verschwunden ist, gibt es Bargeld direkt am Schalter. „Allerdings nur bis zu einer bestimmten Größenordnung“, erklärt Mario Löscher. „Alles über 5000 Euro wird ohnehin in einem separaten Bereich abgewickelt.“ Renate Reichelt ergänzt: „Da viele unsere Kunden schon etwas älter sind, bieten wir natürlich auch an, dass sie bei Summen unterhalb dieser Grenze ihr Geld nicht am Schalter abholen müssen.“

Allerdings hofft Mario Löscher darauf, dass die Kunden langfristig gesehen ihre Gewohnheiten den neuen Bedingungen anpassen. „Vielleicht muss man das Geld nicht immer gleich am 1. eines Monat holen, die Stoßzeiten sind derzeit das Problem im Wartebereich.“ Dass der bisweilen nicht ausreicht, das haben die Verantwortlichen der Sparkasse längst bemerkt. Eine mögliche Lösung wäre es, wenn die große Schiebetür im Eingangsbereich geschlossen bliebe und die Kunden durch die zweite Tür in den Schalterraum kämen. „Dann wäre deutlich mehr Platz im Wartebereich“, so Mario Löscher. „Wie gesagt, wir sind immer bereit, uns Kritik und Vorschläge anzuhören.“ Laut Renate Reichelt gibt es allerdings nicht nur Kritik an den Umbauten. „Von jüngeren Kunden haben wir auch schon gehört, dass das moderne Design gut ankommt.“ Bei aller Modernisierung, die Sparkasse werde an Traditionen festhalten. „Das Sparbuch gehört zur Sparkasse.“ Denn während andere Geldinstitute dazu übergehen, das Papiersparbuch abzuschaffen, will die Sparkasse an dem Konzept festhalten.

Michael Prochnow

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