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Grevesmühlen Neues Gerätehaus wird sehnsüchtig erwartet
Mecklenburg Grevesmühlen Neues Gerätehaus wird sehnsüchtig erwartet
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00:00 13.02.2017
Jürgen Soll (rechts) wurde von Dr. Huzel das Brandschutzehrenzeichen in Gold des Landes Mecklenburg Vorpommern für 40 Jahre Mitgliedschaft verliehen. FOTOS (2): STEFFEN OLDÖRP

Die Bedingungen für die Brandschützer in der Ortswehr Lüdersdorf sind alles andere als motivierend. Das Gerätehaus ist viel zu klein, alles ist eng, es gibt keine Waschmöglichkeiten und keine Toiletten. Wehrführer Sven Steinberg sagte bei der Jahreshauptversammlung am Sonnabend: „Wir können dadurch leider nicht so schnell ausrücken, wie wir gerne möchten.“ Insgesamt hatte die Lüdersdorfer Wehr im vergangenen Jahr 35 Einsätze.

„Wir können leider nicht so schnell ausrücken, wie wir gerne möchten.“ Sven Steinberg, Wehrführer

Ein anderes großes Problem ist das Feuerwehrauto aus dem Jahr 1984. „Das versagt ständig. In den vergangenen drei Monaten ist es zweimal ausgefallen“, ärgert sich Gemeindewehrführer Michael Schinke.

Er kennt auch die damit verbundenen Probleme für die Ortswehr. „Ich weiß, dass es schwer ist, unter diesen Bedingungen neue Feuerwehrleute zu finden.“ Der Gemeindewehrführer appellierte deshalb an die Blauröcke: „Bleibt dabei, haltet dieses Ausbildungsniveau.“ Für den Brandschutz in der Gemeinde sei die Ortswehr Lüdersdorf eine „tragende Säule“. Der Grund: „Bei euch ist es eher selten, dass das Auto nicht besetzt ist wie es sein sollte“, sagte Schinke, der sich für die geleistete Arbeit unter diesen widrigen Umständen bedankte und versprach: „Wir werden schauen, dass wir euch in den kommenden Monaten einsatzbereit halten, so lange, bis das neue Gerätehaus fertig ist.“ Erst wenn der Neubau steht, ist geplant, dass die Feuerwehr Lüdersdorf auch ein neues Einsatzfahrzeug bekommt.

Wann das neue Gerätehaus gebaut wird, ist noch unkIar. Im vergangenen Jahr haben die Gemeindevertreter Lüdersdorfs grünes Licht für den Neubau gegeben. „Die Umsetzung von Beschlüssen geht manchmal leider nicht so schnell, wie man das gerne hätte“, bedauert Bürgermeister Erhard Huzel (CDU). Seinen Angaben zufolge ist der Fördermittelantrag für das Gerätehaus beim zuständigen Ministerium in Schwerin gestellt.

Im Moment sei der Landkreis Nordwestmecklenburg dabei, eine Stellungnahme abzugeben. „Nicht, dass zu groß oder luxuriös gebaut wird, sondern genau so, wie es den Anforderungen entspricht“, erklärt Huzel. Wann der erste Spatenstich für das Gerätehaus vollzogen werden kann, sei jedoch noch völlig offen. Huzel bat die Brandschützer deshalb weiterhin um Geduld. „Ich bin aber zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr noch ein deutliches Stück weiterkommen.“

Michael Schinke nahm die Gemeindevertreter bei seiner Rede am Sonnabend ausdrücklich in Schutz. Er sagte: „Sie machen das, was sie können“ – und seien mittlerweile, was den Neubau des Feuerwehrgerätehauses angeht, „wirklich hinterher und am Ackern.“ Steffen Oldörp

OZ

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