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Grevesmühlen Nordwestmecklenburg: Rotes Kreuz zählt mehr Blutspender
Mecklenburg Grevesmühlen Nordwestmecklenburg: Rotes Kreuz zählt mehr Blutspender
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06:02 11.04.2018
Arno Hoppe aus Wismar spendet regelmäßig Blut beim DRK im Sana Hanse-Klinikum. Er sagt: „Man tut damit etwas Gutes. Schließlich kann jeder plötzlich in die Situation kommen, eine Blutspende zu brauchen.“ Quelle: Michaela Krohn
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Wismar/Grevesmühlen

Schön gleichmäßig fließt das Blut durch einen durchsichtigen Schlauch von Arno Hoppes Arm in einen Beutel – ganz normal für den Wismarer. Denn sein Blut spendet er regelmäßig. Ein knapper Liter wird ihm von Krankenschwester Petra Barbendererde „abgezapft“. Mit ihm haben an diesem Tag noch knapp 50 andere Menschen ihre Blut gespendet. Abgenommen wird es von einem Team des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Sana Hanse-Klinikum Wismar. Das DRK ist landes- und bundesweit der größte Abnehmer für Blutspenden, die dann unter anderem an Krankenhäuser und Dialyse-Einrichtungen geliefert werden, wo das Blut dringend gebraucht wird. In den vergangenen Wochen wurden die Blutreserven jedoch knapp – obwohl die Zahl der Spendewilligen beim DRK im Kreis gestiegen ist.

Vor allem in Wismar melden sich viele als Neuspender an

Etwa zweimal im Monat bietet das DRK in Wismar Termine zum Blutspenden an, auch in anderen Städten in Nordwestmecklenburg ist das Team unterwegs – zum Beispiel auch in Grevesmühlen, wo der Kreisverband des DRK sitzt, und in Dassow. „Die Termine zum Blutspenden werden gut angenommen. Hier ist oft viel los und es kommen auch relativ viele Erstspender. Für viele ist es ganz normal, ihr Blut zu spenden“, berichtet eine DRK-Krankenschwester im Wismarer Klinikum, während sie routiniert, aber ruhig ihren Patienten versorgt. Vor der Tür warten schon die nächsten. Unruhig wird es dennoch nicht. „Es dauert ja höchstens 15 Minuten, sein Blut zu spende“, sagt sie.

DRK zählt viele Neuspender in Wismar und im Kreis

3779 sogenannte Spendewillige – davon 1239 allein in Wismar – sind beim Roten Kreuz in ganz Nordwestmecklenburg für das Jahr 2017 registriert gewesen. 2016 waren es noch 3121. Und 270 Menschen haben im Kreis im vergangenen Jahr zum ersten Mal ihr Blut beim DRK gespendet. Die Zahl der Spender steigt also.

„Mir geht es gut und man tut etwas Gutes.“

Blutspender Arno Hoppe aus Wismar erinnert sich noch an seine erste Spende: „Mich hat damals ein Bekannter mitgenommen. Da war ich schon 35 Jahre alt“, berichtet der heute 64-Jährige. Einschränkungen durch das Spenden bemerke er nicht, im Gegenteil: „Mir geht es gut und man tut etwas Gutes. Schließlich kann jeder plötzlich in die Situation kommen, eine Blutspende zu brauchen.“ Und: „Man hat außerdem auch eine kleine Kontrolle über sein eigenes Blut. Es wird ja jedes Mal untersucht“, berichtet der Wismarer.

Bald schon könnte das Spenderblut in den Kliniken der Region wieder knapp werden. Denn: „In den Sommermonaten wird am wenigsten Blut gespendet und es kommt immer wieder zu Engpässen, weil unsere Spender zum Beispiel im Urlaub, die Berufsschulen geschlossen und Ablenkungen bei schönem Wetter da sind. Wir sprechen da immer vom sogenannten Sommerloch“, berichtet Margitta Kunkel, Referentin beim DRK in Schwerin.

Vor allem Krebspatienten brauchen Blutspenden

Statistisch gesehen wird laut DRK das meiste Blut inzwischen zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Es folgen Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmkrankheiten, Unfälle. Bei schweren Unfällen kann es vorkommen, dass wegen bestimmter innerer Verletzungen mindestens zehn Blutkonserven pro Unfallopfer bereitstehen müssen. Zudem sind einige Präparate aus dem Spenderblut nur vier Tage haltbar.

Das Rote Kreuz bietet im gesamten Landkreis regelmäßig Termine zum Blutspenden an – unter anderem auch in Neukloster, Neuburg, Warin, Grevesmühlen, Boltenhagen und Dassow.

Außer beim DRK können Spendewillige in der Region unter anderm in den Haema-Blutspendezentren Schwerin und Rostock und in der Uniklinik Rostock spenden.

Michaela Krohn

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