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Grevesmühlen Bald nur noch Verpackungen in die gelbe Tonne?
Mecklenburg Grevesmühlen Bald nur noch Verpackungen in die gelbe Tonne?
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09:24 14.02.2018
In Nordwestmecklenburg ändert sich was bei der „Gelben Tonne“: Bald dürfen nur noch Verpackungen darin entsorgt werden. Quelle: Karl-Ernst Schmidt
Grevesmühlen

Unter anderem mit der gelben Tonne beschäftigt sich der Nordwestmecklenburger Kreistag auf seiner Sitzung in der kommenden Woche. Geht die beantragte Änderung der Abfallsatzung durch, „ist es im Landkreis Nordwestmecklenburg erst einmal nicht mehr zulässig“, so Mathias Diederich (CDU, Stellvertreter der Landrätin), „Gegenstände aus Kunststoff oder Metall – die keine Verpackungen sind – über die Wertstofftonne zu entsorgen.“

In der Wertstofftonne mit dem gelben Deckel durften seit ihrer Einführung in Nordwestmecklenburg im Jahr 2015 neben den Leichtverpackungen auch sogenannte „stoffgleiche Nichtverpackungen“ mit entsorgt werden – Dinge wie zum Beispiel Spielzeug aus Kunststoff, Töpfe, Pfannen, Alufolien oder Aluschalen oder Gebrauchsgegenstände aus Kunststoff.

Diese Art von Abfall muss mit erfolgter Satzungsänderung über den Restabfall oder aber über die Sperrmüllsammlung entsorgt werden.

Hintergrund der Änderung sind Uneinigkeiten über die Fortsetzung der bislang bestehenden Kooperation zwischen dem Abfallbetrieb des Landkreises und dem Betreiber des Dualen Systems Deutschland (Interseroh).

Das Duale System ist bundesweit für die Entsorgung der Leichtverpackungen zuständig. Der Landkreis demgegenüber übernimmt die Entsorgung des Restabfalls und der Nichtverpackungen. Alles was „nicht Verpackung“ ist und entsorgt werden muss, wird über die Abfallgebühren der Bürger bezahlt. Während die Entsorgung der Leichtverpackungen von den Entgelten finanziert wird, die die Hersteller und der Handel an das Duale System zahlen.

Für die Jahre 2015 bis 2017 hatte der Landkreis mit dem Systembetreiber mit Interseroh eine Kooperation geschlossen, die eine Mitnutzung der Wertstofftonne für Nichtverpackungen erlaubte. Diese Vereinbarung lief zum 31. Dezember 2017 aus.

„Eine Fortsetzung dieser Kooperation ist bislang daran gescheitert, dass der Systembetreiber des Dualen Systems aus Sicht des Landkreises überhöhte Ausgleichszahlungen verlangt. Diese erhöhten Ausgleichszahlungen hätten von den Bürgern über die Abfallgebühren getragen werden müssen.“, erklärte Vizelandrat Diederich.

Die Verhandlungen laufen jedoch noch. Der Landkreis geht davon aus, dass doch noch eine Einigung möglich ist – welche die Abfallgebühren nicht übermäßig belastet. Dass sie sich erhöhen, scheint sicher.

Meinke Annett

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