Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grevesmühlen OZ-Leser sind für die Helmpflicht
Mecklenburg Grevesmühlen OZ-Leser sind für die Helmpflicht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
04:56 15.03.2013
Nico Dörfeld (32) — hier mit seiner Mutter Birgit Dörfeld (51) — hatte im vergangenen Sommer einen Radunfall. Heute lebt der Boltenhagener mit einer künstlichen Schädelplatte. Quelle: Fotos: Jana Franke/Knut-Henning Miersch

Auf seinen Fahrradunfall im Sommer vergangenen Jahres zurückgeblickt, weiß Nico Dörfeld aus Boltenhagen: Hätte er einen Helm getragen, hätte der 32-Jährige unmittelbar nach dem Zusammenprall mit einer Urlauberin wieder aufstehen können. Aber er blieb liegen. Am Kopf stark blutend und bewusstlos. Noch in der Nacht wurde er im Schweriner Klinikum notoperiert, seine linke Schädelplatte entfernt. Monate später — nach mehreren Operationen und einer Reha — wurde ihm im Februar eine künstliche Schädelplatte eingesetzt (OZ berichtete).

Helmpflicht für Radfahrer: Ein kontrovers diskutiertes Thema. Befürworter weisen auf die hohe Anzahl von Todesfällen verunglückter Radfahrer hin, Gegner glauben, die Helmpflicht führe zu einem Einbruch der Radverkäufe. Die OZ fragte auch Sie, liebe Leser, ob Sie für eine Helmpflicht sind. 268 Leser beteiligten sich an der Umfrage. 58 Prozent sind dafür, 40 Prozent dagegen, zwei Prozent sind nicht sicher.

Beim Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) nachgefragt, machte Gregor Mandt deutlich: Der Club ist gegen eine Helmpflicht. Ein Hauptargument ist der damit verbundene Rückgang der Fahrradnutzung insgesamt. „In Australien wurde 1991 eine landesweite Helmpflicht für Radfahrer gesetzlich verordnet. Dies führte zu einem dramatischen Einbruch des seit Jahren anhaltenden australischen Fahrradbooms“, führte Mandt aus. Eine weitere Studie belege, dass die Helmpflicht für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in den USA dazu führte, dass die Zahl der jungen Radler sank. „Grundsätzlich sei aber zu sagen, dass es jedem freigestellt ist, einen Helm zu tragen“, betonte Gregor Mandt. Aber eine gesetzliche Regelung dazu halte er für untauglich. Die Fahrradnutzung würde gesenkt werden und im Gegenzug der Autoverkehr zunehmen. „Dies ist weder umwelt- noch gesundheitspolitisch zu verantworten.“ Der ADFC vertrete vielmehr die Auffassung, dass eine generelle Senkung des Unfallrisikos für Radfahrer vorrangig durch eine radfahrerfreundliche Verkehrsplanung erfolgen sollte. Der Blick auf die Polizeistatistik zeigt, dass Unfälle mit Radfahrern im Landkreis nicht selten sind. 77 durch Radfahrer verursachte Unfälle zählte die Polizeiinspektion Wismar im Jahr 2012 (vorläufige Zahlen). Ein Radfahrer wurde getötet, 52 wurden leicht und 13 schwer verletzt.

An einem Unfall beteiligt waren 2012 insgesamt 83 Radfahrer. Davon wurden sieben schwer verletzt. Unfälle zwischen Radfahrern untereinander erfasste die Polizei im vergangenen Jahr 14. Eine Person wurde dabei schwer verletzt. „Helme sind in der Statistik nicht gesondert erfasst“, betonte Polizeisprecher André Falke und ergänzte: „Sie können gerade Kopfverletzungen erheblich mindern und sind daher empfohlen.“

ONLINE UMFRAGE
Sind Sie für Helmpflicht für Radfahrer?
268 Leser stimmten ab.

Jana Franke

Dorfklub und Traktorbude rufen das 1. Oldtimer-Pflügen in Plüschow aus. Fast 30 Teilnehmer haben sich für den 24. März schon angemeldet.

15.03.2013
Grevesmühlen 111111maen2013 - FUSSBALL

Malchow—Neubrandenburg heute,19.30 Altglienicke - LFC Berlin Sa.,14.00 Fürstenwalde - Altlüdersdorf So.,14.00 Luckenwalde - RSV Waltersdorf abgs.SV Lichtenberg - SV Waren abgs.

15.03.2013

Fußball: Verschoben auf den 24. 3. wurde der Rückrundenstart der Gostorfer Frauen in der Kreisliga gegen BW Parum.Basketball: Bei den Tollense Flyers Neubrandenburg wollen sich die Oberligaherren von BW Grevesmühlen am Sonntag eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel im Playoff-Viertelfinale in eigner Halle schaffen.

15.03.2013
Anzeige