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Grevesmühlen Olaf Claus beendet politische Karriere
Mecklenburg Grevesmühlen Olaf Claus beendet politische Karriere
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15:17 15.03.2019
Im Ostseebad Boltenhagen hat Olaf Claus zwölf Jahre in der Kommunalpolitik mitgewirkt. Quelle: Malte Behnk
Boltenhagen

Mit Äußerungen wie „damit muss ich mich dann nicht mehr beschäftigen“ oder „das ist dann Sache der nächsten Gemeindevertreter“ machte Olaf Claus am Donnerstag in der Gemeindevertretersitzung mehrfach deutlich, dass er seine Arbeit als Kommunalpolitiker mit der Wahl am 26. Mai beendet. Er kandidiert nicht wieder als Bürgermeister, nicht als Gemeindevertreter und auch nicht für den Kreistag. „Ich habe persönliche Gründe“, ist seine knappe Antwort auf unsere Anfrage.

„Ich bleibe weiterhin Boltenhagener, auch wenn ich mich beruflich woanders betätigen werde“, hat er im Internet kundgetan. „Ich habe 2014 ein Mandat für die Gemeindevertretung in Boltenhagen errungen und ich werde dieses Mandat wahrnehmen bis neue Vertreter gewählt wurden. Eine weitere Verpflichtung kann ich nicht erkennen und daher beende ich mein Engagement. Eine Verpflichtung zur Kandidatur als Bürgermeister besteht nicht. Ich habe dreimal kandidiert: 2007 gewonnen, 2011 deutlich gewonnen, 2014 knapp verloren. Meine persönliche Lebensplanung sieht kein weiteres Engagement vor. Das sollte genügen“, schreibt Claus dort außerdem.

Der 59-Jährige war von 2007 bis zum Verlust von Boltenhagens Amtsfreiheit 2011 hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde. Bereits 2011 war Christian Schmiedeberg (CDU) sein Gegenkandidat bei der Bürgermeisterwahl. Claus erhielt zwar die große Mehrheit der Stimmen, durfte sein Mandat aber nicht ausüben. Aufgrund seines Beamtenstatus war ihm eine Stelle im Amt Klützer Winkel zugewiesen worden. Doch Claus beharrte darauf, in den Ruhestand versetzt zu werden. Dem wurde nicht stattgegeben und das Oberverwaltungsgericht (OVG) pochte auf die Unvereinbarkeit von Amt und Mandat. Somit wurde Christian Schmiedeberg amtierender Bürgermeister. Bei der nächsten Wahl 2014 traten die Rivalen erneut gegeneinander an und Schmiedeberg erhielt die meisten Stimmen.

Der teilweise emotional geführte Wahlkampf von Olaf Claus und Christian Schmiedeberg hatte für Aufmerksamkeit über die Gemeindegrenzen hinaus gesorgt. Ähnlich war es mit Konflikten, die sich etwa ab 2009 zwischen dem damaligen Bürgermeister Claus und den Gemeindevertretern entwickelten. Es kam zu gegenseitigen Vorwürfen und auch zu Klagen gegen Claus, die sich mit der Benutzung von Dienstwagen oder dem Einstellen und Entlassen von Mitarbeitern beschäftigten. Ebenso klagte Claus gegen das Land, das die Eigenständigkeit der Gemeinde aufgehoben hatte und gegen die Amtsverwaltung, der er nach Aufhebung von Boltenhagens Amtsfreiheit zugeordnet wurde.

Im November 2018 wollte Olaf Claus noch mit weiteren Boltenhagenern in die SPD eintreten, weil er als Wählergemeinschaft oder gar als Einzelkandidat nur noch wenig Chancen auf Mehrheiten gesehen hatte. Auch für den Bürgermeister posten hätte Claus noch im November für die SPD kandidieren wollen. Allerdings hat der SPD-Ortsverband Klützer Winkel die Aufnahme von Claus und weiteren vier Mitgliedern abgelehnt, was schließlich auch der Landesverband der SPD bestätigt hatte.

Für Boltenhagens Zukunft wünscht sich Olaf Claus, dass mehr in die Infrastruktur für die Bürger investiert wird.

Malte Behnk

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