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Olympiasieger und Fußballprofis studieren an der Hochschule

Wismar Olympiasieger und Fußballprofis studieren an der Hochschule

Das Fernstudium Sportmanagement nutzen Top-Athleten für ihren beruflichen Einstieg. In Wismar müssen sie sich wenigstens ein Mal sehen lassen.

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Es ist ein gutes Gefühl, den Sportlern etwas Gutes tun zu können.“Andy Mischke (29), Studiengangskoordinator Bachelor Sportmanagement

Quelle: Heiko Hoffmann

Wismar. Markus Thorandt spielt am Sonntag mit seinem FC St. Pauli in der 2. Fußballbundesliga gegen Hertha BSC. Zehn Tage sind dann seit dem letzten Punktspiel vergangen. In der Zeit dazwischen wird trainiert. Oder gelernt. So macht es jedenfalls der Abwehrspieler des Hamburger Kultvereins. „Um nach meiner aktiven Karriere weiter im Sportbereich arbeiten zu können, wollte ich auf jeden Fall eine qualifizierte Ausbildung, bei der ich am Ende einen anerkannten Hochschulabschluss in der Hand halte.“ Mit 32 Jahren wird es Zeit, das Leben nach dem Fußball zu planen.

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Profi Marcus Thorandt (32) vom FC St. Pauli ist an der Hochschule Wismar eingeschrieben und studiert f�r das Leben nach der Fu�ballkarriere.

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Thorandt: „Ich habe nach einem Anbieter gesucht, der mir beides bietet. In Wismar bin ich fündig geworden.“

130 Studierende zählt der Bachelor-Studiengang Sportmanagement an der Hochschule Wismar. Sie kommen aus Deutschland, der Schweiz, aus Österreich und Luxemburg. Studiengangsleiter Professor Michael Schleicher: „Die Weiterbildung per Fernstudium ist für Leistungssportler sowie sportaffine Berufstätige ideal.“ Am letzten Wochenende wurde das Semester in Düsseldorf gestartet, davor war der Auftakt in München. Im März vorigen Jahres begann der erste Studiengang Sportmanagement vom Fernstudienzentrum der Hochschule, Wings (siehe Infokasten).

Markus Thorandt befindet sich in guter Gesellschaft. Zu den Top-Athleten zählen zwei Nordische Kombinierer aus Österreich: Christoph Bieler (Mannschaftsolympiasieger 2006) und Mario Stecher (Olympiagold 2006 und 2010 mit der Mannschaft), der Schweizer Triathlet Mathias Hecht (Ironman-Sieger 2011) oder auch aus Mecklenburg-Vorpommern der Rostocker Handball-Torhüter Robert Wetzel und die Neubrandenburger Siebenkämpferin Julia Mächtig.

Das Fernstudium läuft derzeit an den Standorten Hamburg, Frankfurt/Main, Düsseldorf und München. Zwei Präsenzveranstaltungen im Semester sind Pflicht, Prüfungen werden erst gewertet, wenn sich der Studierende vor Ort eingeschrieben hat. Das System ist so flexibel, sagt Studienkoordinator Andy Mischke, dass Prüfungen in Ausnahmefällen sogar im Ausland geschrieben werden. Der 29-Jährige, der sich um all die Belange kümmert und vom Basketball kommt, findet seinen Job äußerst interessant: „Die einen wählen das Studium zum Einstieg in den Beruf, andere wollen ihre Aufstiegschancen erhöhen.

Viele Leistungssportler sind im Herbst ihrer Karriere und entscheiden sich für das flexible Fernstudium.“

So wie Christoph Bieler. „Viele Leute vergessen, dass wir Sportler nach Beendigung der Karriere nicht direkt ins Berufsleben einsteigen können. Auch wegen fehlender Ausbildung. Und genau um diese Zeit der Ausbildung zu verkürzen, bin ich froh, dass es das Fernstudium an der Hochschule Wismar gibt“, teilt der 35-jährige Skispringer und -langläufer auf der Wings-Homepage mit. Ein Olympiasieg sei zu wenig, um einen guten Job angeboten zu bekommen. „Daher ist ein akademischer Grad an einer staatlichen Hochschule ein wichtiger Ausweis.“

Deutlich jünger ist der Rostocker Handballer Robert Wetzel. Für den 22-Jährigen, der 2011 Juniorenweltmeister war, ist wichtig, „mir neben dem Leistungssport ein berufliches Standbein aufzubauen“.

Das Fernstudium biete ihm die Möglichkeit, sich neben den täglichen Trainingseinheiten weiterzubilden.

Doch nicht nur Leistungssportler entscheiden sich für den Studiengang: Auch Mitarbeiter vom Landessportbund Nordrhein-Westfalen, ein Justizvollzugsbeamter aus Mainz, der für den täglichen Gefangenensport als Übungsleiter eingesetzt wird, oder auch eine Fitnessclubbetreiberin aus Rostock. Alle zahlen einen Semesterbeitrag von 1390 Euro. Nach Wismar müssen sie wenigstens ein Mal kommen.

Über 3100 Fernstudenten

2004 wurde die Wings — Wismar International Graduation Services GmbH — als Tochter der Hochschule Wismar gegründet. Sie bietet berufsbegleitende Fernstudiengänge und zertifizierte Weiterbildungen in Wirtschaft, Technik und Gestaltung mit den staatlichen Graduierungen Bachelor, Diplom und Master.

10 Standorte unterhält die Wings in Deutschland, hinzu kommen Zürich und Wien. Darüber hinaus gibt es internationale Fernstudiengänge. Über 3100 Fernstudenten und rund 500 Weiterbildungsteilnehmer zählt die Hochschul-Tochter derzeit.

Vorrangige Aufgaben sind Planung, Entwicklung und Organisation von Fernstudien- und Weiterbildungsangeboten unter der akademischen Kompetenz der Hochschule Wismar.

www.wings-fernstudium.de

Heiko Hoffmann

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