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Grevesmühlen Ostseebad will seit Jahren den Verkehr im Zentrum verringern
Mecklenburg Grevesmühlen Ostseebad will seit Jahren den Verkehr im Zentrum verringern
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08:44 19.10.2017
Zu viele Autos fahren im Sommer durch Boltenhagen. Seit mindestens fünf Jahren wird an einer Veränderung getüftelt. Quelle: Behnk, Malte
Boltenhagen

Blechkarawanen aus Autos auf Hauptstraße Fußgänger und Radfahrer, die sich einen schmalen Weg teilen müssen und Lieferfahrzeuge, die in zweiter Reihe stehen prägen das Verkehrsbild des Ostseebads Boltenhagen (Landkreis Nordwestmecklenburg) während der Hauptsaison im Sommer. Dagegen will die Gemeinde seit mindestens fünf Jahren arbeiten und tüftelt mit Planern an einem Verkehrskonzept, das den Ortskern entlasten soll.

Der Bauausschuss hat sich jetzt erneut mit dem Problem beschäftigt. Ein Kernanliegen der Boltenhagener ist es, Fahrzeuge schon an der Landesstraße 01 entweder zum Ortseingang an der Klützer Straße bei Wichmannsdorf oder über die Erschließungsstraße vom Kreisverkehr am Eulenkrug nach Tarnewitz zu lenken. Schilder mit den Namen der Ortsteile wären nicht genehmigungsfähig, hat der Landkreis mitgeteilt. Wegweiser nach Boltenhagen-Ost und Boltenhagen-West wären möglich, wurden aber bislang von der Gemeinde abgelehnt.

Neben der Lenkung des Verkehrs zu den beiden Ortseingängen ist es für eine Entlastung des Ortskerns außerdem wichtig, möglichst viele Fahrzeuge schon an den Eingängen abzufangen. Dazu müssen dort große Auffangparkplätze gebaut werden. Für den Auffangparkplatz in Tarnewitz wird der Bewilligungsbescheid für Fördermittel erwartet. Der Ausbau des Großparkplatzes bei Wichmannsdorf könne hingegen noch etwas länger dauern, weil ein Gutachten zur Ableitung des Regenwassers erstellt werden muss.

Ein weiterer wichtiger Punkt, um die Zahlen der Autos im Ortskern zu verringern ist eine Verbesserung des bestehenden Parkleitsytems. Große Schilder weisen auf die beschrankten, kostenpflichtigen Parkplätze an der Kastanienallee, am Weidenstieg, an der Reithalle und am Mariannenweg hin. Sie sollten in die Nähe des Ortsschilds verlegt werden.

Planerin Kati Hoth vom Planungsbüro Mahnel hatte zudem noch einmal den Gedanken aufgebracht, Parktaschen an der Ostseeallee zurückzubauen und so mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Diesen Vorschlag gab es bereits vor fünf Jahren, er wurde aber nicht intensiv verfolgt.

Malte Behnk

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