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Pachtvertrag gekündigt: Wechsel in Schönberger Pension „Paetau“

Schönberg Pachtvertrag gekündigt: Wechsel in Schönberger Pension „Paetau“

Der Eigentümer der Immobilie betont, dass es nahtlos weitergeht. Das Personal — bis auf die Chefin — wird weiterbeschäftigt.

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Alexia Simanowski muss nach zwei Jahren als Betreiberin der Pension „Paetau“ gehen. Mit einem weinenden Auge, wie sie sagt.

Quelle: Fotos: Steffen Oldörp

Schönberg. Wochenlang war es nur ein Gerücht — jetzt steht es fest. Die Pension „Paetau“ am Schönberger Markt wechselt den Betreiber. Nach zwei Jahren muss Alexia Simanowski gehen.

Mit einem weinenden Auge, wie sie sagt. „Das war nicht meine Entscheidung. Der Besitzer, Hans Ulrich Schröder, hat den Pachtvertrag gekündigt.“ Weshalb, darüber wolle sie nicht sprechen. „Da gibt es eine Begründung, aber das möchte ich nicht breittreten.“

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„Das war nicht meine Entscheidung.“ Alexia Simanowski zur Kündigung der Pacht

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Fest steht aber wohl: Mieter und Vermieter trennen sich nicht freundschaftlich. Besitzer Schröder sagte auf Anfrage: „Sie muss die Konsequenzen ziehen, weil da einiges schiefgelaufen ist. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.“

Gerüchte um einen Betreiberwechsel in Schönberg gab es schon seit Längerem. Vor gut zwei Monaten sagte Simanowski noch. „Nur, weil mal ein Winter nicht so gut läuft, gibt man ja nicht gleich auf.“

Damals wirkte sie noch kämpferisch, widersprach den Gerüchten vehement und meinte: „Die Spekulationen sind sehr geschäftsschädigend.“

Simanowski, die aus Schönberg kommt, in den vergangenen 20 Jahren aber auf Rügen beruflich tätig war, hatte die Vermietung der acht Doppel- und vier Einzelzimmer sowie das Café und die Vermietung des Saals im September 2011 übernommen. „Die Pension lief gut. Nicht nur im Sommer, auch im Winter“, sagt Simanowski. Unter der Woche wurde die Pension hauptsächlich von Handwerkern und Dienstreisenden gebucht, an Wochenenden von Radwanderern oder Leuten, die Familienfeste im Saal gefeiert haben. Das Café soll dagegen alles andere als eine Goldgrube gewesen sein. „Das war doch sehr verhalten und hätte besser sein können“, erzählt die Noch-Betreiberin.

Einen möglichen Grund für das eher schleppende Geschäft nennt Simanowski indirekt selbst: „Wir sind, was die Ausstattung angeht, noch nicht soweit, wie wir uns das vorgestellt hatten.“ Das hänge mit den Kosten „für die Pacht und so weiter.“ zusammen. „Die sind sehr hoch“. Deshalb habe sie mit Neuanschaffungen etwas verhalten sein müssen. Geschirr und eine Kaffeemaschine seien neu, auch einen neuen Tresen habe sie einbauen lassen, neue Gardinen angebracht und die Pension renoviert. Für neue Tische und Stühle habe es nicht gereicht.

Hotelbesitzer Schröder will die Verwaltung der Pension ab dem 15. September jetzt selbst übernehmen. „Alles, was mit der kaufmännischen Seite zu tun hat, also die Buchhaltung, mache ich.

Ansonsten bleibt alles wie gehabt.“

Aufgrund der Gerüchte hat Alexia Simanowski in den vergangenen Wochen zahlreiche Anrufe bekommen. „Viele Gäste haben den Saal gebucht und wollten wissen, wie es weitergeht.“ Besitzer Schröder versucht zu beruhigen. „Die Gäste brauchen keine Angst haben. Alles geht weiter. Die Feiern können wie geplant durchgeführt werden.“ Das Personal, bis auf Alexia Simanowski, wolle er übernehmen: eine Reinigungsfrau und zwei Aushilfskellnerinnen.

Vor gut drei Jahren hatte der neue Besitzer für das damals seit Jahren leer stehende Hotel „Paetau“ das höchste Gebot bei einer Zwangsversteigerung abgegeben: 65 000 Euro. Unternehmer und Lokalpolitiker hatten die Stadt dafür kritisiert, dass sie das Vorkaufsrecht für das traditionelle Hotel nicht nutzte. Der Grund: Wenige Jahre zuvor hatte die Kleinstadt die große Terrasse vor dem Hotel im Zuge der Marktsanierung für viel Geld sanieren lassen. Lokalpolitiker hatten das im Nachhinein als „rausgeschmissenes Geld“ bezeichnet.

 

Steffen Oldörp

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