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Pächter für das Bahnhofshostel gesucht

Grevesmühlen Pächter für das Bahnhofshostel gesucht

Fördermittel für die Sanierung stehen in Aussicht. Doch ein Betreiber fehlt.

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Das Bahnhofsgebäude wird derzeit entkernt.

Quelle: OZ

Grevesmühlen. Die Sanierung des Bahnhofes in Grevesmühlen könnte in naher Zukunft beginnen. Das Schweriner Wirtschaftsministerium hat sich grundsätzlich positiv zum Antrag der Stadt auf Städtebaufördermittel geäußert, teilte Bauamtsleiter Lars Prahler mit. „Das ist zwar noch kein Fördermittelbescheid, aber doch ein deutliches Zeichen“, sagte gestern Bürgermeister Jürgen Ditz.

Bereits am 19. August hatte das Ministerium die Stadt über die neue Entwicklung informiert. Die konkrete Förderhöhe steht allerdings noch nicht fest und hängt in erster Linie von den zu erwartenden Baukosten und der späteren Nutzung ab. Apropos Nutzung: Hier steht die Stadt noch vor einem Problem. Zwar gibt es bereits konkrete Planungen, die vorsehen, einen Teil der Räume für das Jugendzentrum Grevesmühlen und das Jugendhilfezentrum Rehna zur Verfügung zu stellen. Die Idee eines Hostels aber steckt in den Startlöchern fest. Angedacht war beziehungsweise ist es, im Obergeschoss eine Herberge unterzubringen, die beispielsweise Radtouristen oder Schulklassen eine preiswerte und zentral gelegene Unterkunft bieten soll. „Aber wir haben leider noch keinen Pächter“, sagt Bürgermeister Jürgen Ditz. „Wenn jemand Interesse hat, das Hostel zu pachten, dann kann er sich gern bei uns melden.“ Denn ein Umbau erfolgt erst, wenn auch konkret feststeht, welche Nutzung es künftig gibt.

„Alles andere würde nur unnötig Geld kosten und keinen Sinn machen. Wenn sich niemand für das Hostel findet, dann müssen wir uns Gedanken machen, wie wir den Platz nutzen.“

Grevesmühlen hofft auf eine Finanzierung durch das Ministerium in einer Höhe von rund 950 000 Euro. Bereits im vergangenen Jahr erging vom Landwirtschaftsministerium eine Förderzusage in Höhe von 400 000 Euro für das Projekt „Jugend versteht Bahnhof!“. Die Gesamtbaukosten werden aktuell mit etwa 2,5 Millionen Euro veranschlagt, wobei die Kostenberechnung des seit Juni involvierten Architekturbüros noch aussteht.

Die Abstimmung mit Vertretern der Denkmalspflege verlief nach Angaben der Stadt vielversprechend. Aktuell wird weiter an Fragen des Brandschutzes und der Statik gearbeitet. Ziel ist es, bis zum Herbst abgestimmte Vorentwürfe zu präsentieren.

Dann werden auch die Grevesmühlener wieder mitreden dürfen, wenn es um die Zukunft ihres Bahnhofes geht. Ein weiterer BürgerBahnhof ist in Planung. Die Vorbereitungen dafür sind bereits angelaufen, als möglichen Termin gibt es den 25. Oktober.

Mitstreiter gesucht
Die Stadt Grevesmühlen sucht noch Mitstreiter für die Gestaltung des Bahnhofes. Wer bei der Organisation und inhaltlichen Vorbereitung mitmachen möchte, kann sich in der Verwaltung melden. Und so funktioniert es: Eine Mail an bahnhof@grevesmuehlen.de und Sie sind dabei. Neben viel Arbeit, die nicht bezahlt wird, haben wir reichlich Verantwortung und Spaß bei der Mitarbeit zu bieten, heißt es dazu von der Stadtverwaltung.

 

 

Michael Prochnow

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