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Grevesmühlen Parkkonzept auf dem Prüfstand
Mecklenburg Grevesmühlen Parkkonzept auf dem Prüfstand
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11:16 25.04.2018
Rettungsfahrzeuge passen hier im Mönchhof kaum durch. Im Zuge der Sanierung des Viertels in der Altstadt soll auch das Parkraumkonzept grundlegend verändert werden. Quelle: Franke Jana
Grevesmühlen

Es wird eng in Grevesmühlens Innenstadt: Ein Trabant misst etwa 1,50 Meter in der Breite. Dieses Fahrzeug gehörte zu DDR-Zeiten zum Bild von Grevesmühlen. Nun sind sie eher selten und in den Parktaschen stehen Fahrzeuge mit einer Breite von 1,80 bis 1,90 Meter. Die Gegebenheiten sind aber nicht breiter geworden.  „Es ist derzeit nicht gesichert, dass Rettungskräfte überall schnell an ihr Ziel kommen. Wir müssen handeln“, verkündete Bürgermeister Lars Prahler auf der Einwohnerversammlung, zu der die Stadt am Donnerstagabend in den Rathaussaal geladen hatte. Deshalb soll die Parkordnung in Grevesmühlen auf den Kopf gestellt werden. In einigen Bereichen der Altstadt könnte es gänzlich Parkverbot geben und Anwohner, die bisher direkt vor der Haustür parkten, müssen mit Einschnitten rechnen. Entschieden ist noch nichts, aber Lars Prahler machte sich am Donnerstagabend unter den etwa 100 anwesenden Gästen bereits ein Bild, wie sie zu Parkausweisen für Anwohner stehen. So könnte die Situation schon etwas entschärft werden, da mitunter auch Auswärtige in den engen Straßen stehen.  Ergebnis: die Mehrheit sprach sich für eine Möglichkeit der Ausweise aus. Letztlich entscheidet die Straßenverkehrsbehörde und am Ende die Stadtvertretung.

Das neue Parkraumkonzept könnte im Zuge der großen Baumaßnahme - Sanierung der Kirchstraße, des Ziegenhorns, der Neustadt, der Kleinen Alleestraße, des Mönchhofs und der Schulstraße - greifen. Öffentlich ausgeschrieben werden soll das 2,1 Millionen Euro teure Projekt im Herbst, Baubeginn ist für Frühjahr 2019 geplant, die Fertigstellung für Sommer 2020. Die Frage nach dem Warum der Maßnahme aus dem Publikum beantwortete Lars Prahler mit eindeutigen Zahlen: Die Mammutanteil wird aus Fördermitteln bezahlt, fast 70 Prozent. Der städtische Haushalt wird mit 700000 Euro belastet. „Schieben wir das Vorhaben in diesem Jahr nicht an, fallen die Fördermittel weg und wir müssen die Sanierung des Gebiets zu 100 Prozent zahlen.“

In großen Teilen wird es eine Asphaltstrecke bleiben, nur in Kreuzungsbereichen ist Betonpflaster geplant. Die Bürgersteige werden überfahrbar gestaltet. In der Neustadt sind sieben zusätzliche Stellflächen in Planung. Finanziell beteiligt werden die Anwohner an der Baumaßnahme nicht. Allerdings ermittelt ein Gutachter die Wertsteigerung des Grundstücks durch das Vorhaben, an dessen Kosten die Grundstückseigentümer beteiligt werden.

OZ

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