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Pflegestützpunkte im Landkreis haben sich etabliert

Wismar/Grevesmühlen Pflegestützpunkte im Landkreis haben sich etabliert

Seit 2013 gibt es zwei Beratungsstellen in Nordwestmecklenburg / Kontaktzahlen entwickeln sich stabil / Kreistag spricht sich für ein Fortführen aus

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Wir bieten in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe.“Frank Brinker, Fachdienstleiter Soziales der Kreisverwaltung

Wismar/Grevesmühlen. Unabhängige und kostenlose Beratung rund um das Thema Pflege: Das versprechen die Pflegestützpunkte Mecklenburg-Vorpommern. Seit fünf Jahren gibt es die Beratungsstellen im Nordosten, 2013 wurden die beiden Standorte in Wismar und Grevesmühlen für den Landkreis Nordwestmecklenburg eingerichtet. Bisher war die Arbeit an den beiden Stützpunkten noch befristet, die Kreistagsmitglieder haben sich am Donnerstag jedoch einstimmig für eine unbefristete Fortführung ausgesprochen.

Eine Evaluierung beweist, die Stützpunkte im Landkreis haben sich etabliert, die Kontaktzahlen entwickeln sich stabil. Während im ersten Jahr im Durchschnitt rund 70 Bürger pro Monat Rat bei den Experten suchten, waren es seit 2014 meist mehr als 100 Anfragen pro Monat. Auch die seit Mai 2014 angebotene Außensprechstunde in Gadebusch bewährt sich. „Alleine durch den demografischen Wandel können wir damit rechnen, dass die Nachfragen in Zukunft steigen werden“, prognostiziert Frank Brinker, Fachdienstleiter Soziales der Kreisverwaltung. Dank der Zusammenarbeit mit verschiedenen regionalen Partnern, wie dem Sana Hanse-Klinikum in Wismar oder dem Behindertenbeirat, haben sich die Pflegestützpunkte ein starkes Netzwerk aufgebaut.

„Wir bieten in erster Linie Hilfe zur Selbsthilfe“, erklärt Brinker. „Die Bürger wollen meist so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden bleiben.“ Die Experten helfen dabei, dafür gemeinsame Möglichkeiten zu entwickeln. Die Stellen sind mit einem Mitarbeiter des Landkreises und einem Ansprechpartner vonseiten der Krankenkassen organisiert. „Unser Angebot ist aber kassenunabhängig“, betont Brinker. Und umsonst.

Die Finanzierung der Stützpunkte wird aufgeteilt: Einen Teil bezuschusst das Land, die Krankenkassen beteiligen sich wie auch der Landkreis. Für das Jahr 2016 bedeutet das: Insgesamt wurden für die beiden Standorte rund 136000 Euro kalkuliert, 110 000 davon sind Personalkosten. Der Landkreis übernimmt von der Gesamtsumme 30 Prozent.

Die Gründe, warum Bürger die Pflegestützpunkte aufsuchen, sind unterschiedlich. „Sehr häufig wird der Kontakt im Rahmen der Antragstellung auf Pflegeleistungen oder den Erwerb eines Grades der Behinderung gesucht“, heißt es in der schriftlichen Auswertung. Bei solchen Anliegen sind die Experten in den Stützpunkten die richtigen Ansprechpartner. Hilfe bekommen Betroffene auch, wenn Bescheide abgelehnt wurden. Dann werden Möglichkeiten eines Widerspruchs geprüft beziehungsweise alternative Strategien besprochen.

Die Evaluierung zeigt: Mehr als die Hälfte der Ratsuchenden verlassen den Stützpunkt mit dem Ergebnis, dass sie selbstständig weiteragieren können. Im vergangenen Jahr begleiteten die Mitarbeiter der beiden Standorte 134 Menschen intensiv. Das heißt, dass sich der Pflegestützpunkt aktiv am jeweiligen Verfahren beteiligte. „All das zeigt, dass es sinnvoll und notwendig ist, die Stützpunkte weiterzuführen und auszubauen“, so Frank Brinkers Schlussfolgerung.

Stützpunkte im Landkreis

Standort Wismar

Dr.-Leber-Straße 2

Pflegeberater: ☎ 0 38 41/30 40 50 82, Sozialberater: ☎ 0 38 41/30 40 50 83 Standort Grevesmühlen

Börzower Weg 3

Pflegeberater: ☎ 0 38 41/30 40 50 80

Sozialberater: ☎ 0 38 41/30 40 50 81

Öffnungszeiten an beiden Standorten: Dienstag 9 bis 12 Uhr, 13 Uhr bis 16 Uhr; Donnerstag 9 Uhr bis 12 Uhr, 13 Uhr bis 18 Uhr sowie nach Vereinbarung (auf Wunsch auch zu Hause)

• Internet:

www.PflegestuetzpunkteMV.de

Vanessa Kopp

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Telefon: 0 38 81 / 78 78 10
E-Mail: grevesmuehlen@ostsee-zeitung.de

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