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Grevesmühlen Platzt das Projekt Aldi/Markant?

Die Landesplanung hat Grevesmühlen eine Strich durch die Rechnung gemacht.

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„Es wird am Freitag ein Gespräch mit allen Beteiligten geben.“ Lars Prahler, Bauamtsleiter

Grevesmühlen. Schlechte Nachrichten aus Schwerin: Die Landesplanung hat eine negative Stellungnahme zum Bauvorhaben des Supermarktes Aldi/Markant am Grevesmühlener Bahnhof abgegeben.

Bereits seit Anfang August liegt das entsprechende Schreiben in der Stadtverwaltung. Öffentlich wurde es, als das Thema auf der Stadtvertretersitzung am Montag in einer Randnotiz erwähnt wurde. Das Problem nun: „Ohne die Zustimmung der Landesplanung können wir keinen Bebauungsplan aufstellen“, sagt Bürgermeister Jürgen Ditz. Und ohne den B-Plan rührt sich auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes vorerst nichts.

Sollte das Vorhaben kippen, wäre das für die Bewohner der Innenstadt eine mittlere Katastrophe. Denn der Mietvertrag zwischen Markant und der TLG ist bereits gekündigt, Anfang kommenden Jahres schließt der knapp 800 Quadratmeter große Markt an der Wismarschen Straße. Warum das Mietverhältnis aufgelöst worden ist, dazu gibt es übrigens mehrere Varianten. Eine lautet, dass ein Ausbau des Marktes am ehemaligen Versorgungszentrum nicht möglich gewesen sei. Eine andere hat Gert Bentin, Anwohner der Innenstadt, ins Gespräch gebracht. Er erklärte, dass die TLG einem Anbau durchaus zugestimmt hätte. Markant habe den Mietvertrag auslaufen lassen. Bürgermeister Jürgen Ditz: „Die Verhandlungen sind seit mehrere Jahren gelaufen, am Ende ist es am Geld gescheitert.“

Die Stadtvertreter hatten sich anlässlich der Vorplanung für den Bau des 2700 Quadratmeter großen Supermarktes ausgesprochen, in dem Aldi und Markant sowie einige kleinere Anbieter untergebracht werden sollen. Und zwar auf der Grundlage eine Gutachtens, das im Kern besagt, dass es sich lediglich um eine Verlagerung und Vergrößerung vorhandener Märkte in Grevesmühlen handelt. Die Landesplanung moniert nach Aussage von Bauamtsleiter Lars Prahler die Größe des neues Marktes. Die sei für die Innenstadt tödlich.

„Dieses Argument wollen wir widerlegen“, so der Bauamtsleiter. Geplant ist ein Treffen mit Vertretern der Landesplanung, um die Eckpunkte des Projektes zu besprechen. „Ich bin überzeugt, dass wir gute Chancen haben, die Planer zu überzeugen.“ Denn das Gutachten sagt auch aus, dass die Märkte notwendig sind, um die Versorgung der Südstadt zu gewährleisten. Zudem wird darauf geachtet, dass das Sortiment in den neuen Supermärkten nicht innenstadtrelevant ist, sagt Prahler.

Das Gestaltungskonzept für das Areal am Bahnhof wird trotz der misslichen Lage weiterverfolgt. Allerdings ergibt die ganze Planung nur Sinn, solange der Investor, in diesem Fall Markant, mitspielt.

„Es wird am Freitag in dieser Woche ein Gespräch mit allen Beteiligten geben“, sagt Lars Prahler. „Dann sehen wir weiter.“

In den vergangenen Monaten hatte es zahlreiche Debatten um das Thema Supermarkt am Bahnhof in Grevesmühlen gegeben. Erst im Dezember 2012 hatten Stadt und Investor die Pläne öffentlich gemacht, anschließend wurden Ausschüsse, Anwohner, Gewerbetreibende und die Stadtvertreter an der Entscheidung beteiligt, ob die Pläne weiterverfolgt werden sollen. Die Mehrheitsentscheidung fiel für das Projekt aus. Ziel ist es, den Aldi-Markt vom Grünen Weg und den Markant-Markt zusammenzulegen. Damit soll der ehemalige Güterbahnhof neu gestaltet und die Versorgung der Anwohner in der Südstadt gewährleistet werden. Die gibt es nämlich seit dem Lidl-Umzug nicht mehr.

 

Michael Prochnow

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Ohne Zustimmung aus Schwerin kann kein Bebauungsplan für das Grevesmühlender Bauprojekt aufgestellt werden.

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